Palladium, Platin oder Silber: Welches Edelmetall hat das größte Potenzial?

Silber Mine Arbeiter – shutterstock_87973216 Joe Belanger

Bei den Edelmetallen schaut die Masse der Investoren nur auf Gold. Doch auch Palladium, Platin und Silber bieten Potenzial. (Foto: Joe Belanger / Shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen einen Überblick zu den Prognosen der anderen Edelmetalle geben. Wie sie wissen gehören noch Silber, Platin und Palladium zum Kosmos der Edelmetalle. Und die Entwicklung war hier in den vergangenen Monaten und Jahren doch stark unterschiedlich.

Vor allem Palladium hat in den vergangenen 2 Jahren einen extrem starken Aufwärtstrend erlebt. Die große Nachfrage aus der Automobil-Industrie hat hier massive Impulse freigesetzt. In der Konsequenz kostet aktuell die Unze Palladium mehr als die Unze Gold. Das ist ein Zustand, der bislang sehr selten überhaupt so war. Bis zum Jahresende erwarten Experten der Commerzbank beispielsweise an leichte Korrektur beim Palladium.

Gleichzeitig sehen sie sowohl beim Silber als auch beim Platin bis zum Ende des Jahres weiter steigende Preise. Dazu ist es wichtig auf die industriellen Einsatzgebiete der Edelmetalle zu schauen. Die sind bei allen drei anderen Edelmetallen deutlich größer als beim Gold selbst.

Platin und Silber im Vergleich zum Gold günstig

Und Platin und Silber sind diesen Tagen im Verhältnis zum Gold niedrig bewertet. Das lässt sich an den verschiedenen Ratios genau ablesen. So gibt die Gold-Silber-Ratio wieder, wie viele Unzen Silber man benötigt, um eine Unze Gold zu kaufen. Mit knapp 94 Unzen rangiert dieser Wert nur knapp unter dem bislang erzielten Rekordhoch aus den frühen 1990er Jahren. Im Durchschnitt der vergangenen 3 Jahrzehnte lag die Gold-Silber-Ratio häufig im Bereich um 60 oder sogar deutlich darunter.

Ähnlich sieht es beim Platin aus. Hier steht die Gold-Platin-Ratio bei 1,72 – auch das ist ein extrem hoher Wert. Lange Zeit war es nämlich so, dass Platin immer teurer als Gold war und damit die Rate einen Wert von unter 1 aufwies. Die aktuelle Ratio zeigt Ihnen deutlich, wie stark Platin im Verhältnis zum Gold an Boden verloren hat.

Platin hat das größte Potenzial

Aber welches Potenzial trauen die Experten der Commerzbank den Edelmetallen bis zum Jahresende zu? Hier behalten die Experten ihre Prognose bei und erwarten bis zum Jahresende einen Silberpreis von 16,50 Dollar pro Unze und ein Platinpreis von 950 Dollar pro Unze. Bezogen auf das aktuelle Niveau sind das schon deutliche Zuwächse: So würde der Silberpreis vom aktuellen Niveau bei 15 Dollar bis zum Jahresende um immerhin 10 % ansteigen. Beim Platin ist das Aufwärtspotenzial mit gut 17 % zum aktuellen Marktpreis sogar noch deutlich größer.

Die mögliche Korrektur beim Palladium könnte den Preis nach Schätzungen der Commerzbank in dem Bereich um 1.350 Dollar bringen – und damit wieder klar unter den Goldpreis.

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Heiko Böhmer
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