Panik am Rohstoffmarkt: Das steckt dahinter

Was für eine Handelswoche bei den Rohstoffen liegt hinter uns: Etliche Unternehmen fielen auf Mehrjahrestiefs.

Ein Beispiel für die massiven Verschiebungen auf dem Rohstoffmarkt ist die Entwicklung bei Freeport McMoran. Der US-Rohstoffkonzern steht aktuell von verschiedenen Seiten unter Feuer.

Das liegt an dem Rohstoff-Mix bei dem Produzenten. Freeport McMoran ist in drei wichtigen Sektoren aktiv, die allesamt massiv unter Druck stehen: Öl, Kupfer und Gold.

Zudem fielen die aktuellen Zahlen schwach aus. Das war kaum anders zu erwarten.

Dabei ist jedoch eine Sache wichtig: Im Vergleich zum Vorjahr hat Freeport McMoran tatsächlich deutliche Rückgänge hinnehmen müssen.

Doch im Hinblick auf die Schätzungen der Analysten lag das Unternehmen deutlich darüber.

Panik am Rohstoffmarkt trifft auch die großen Produzenten wie Freeport McMoran

Darauf verweist auch mein Kollege Oliver Groß vom Börsendienst „Der Rohstoff-Anleger“ in einer aktuellen Einschätzung zum Unternehmen: „Freeport schaffte es, die Analysten-Schätzungen zu schlagen und legte einen höheren, bereinigten Gewinn vor.

Belastet wurden die Ergebnisse von Abschreibungen im tief unter Druck geratenen Öl- und Gas-Geschäft.

Doch die Zahlen für das zweite Quartal wurden in den letzten 5 Handelstagen komplett von der heftigen Entwicklung am Rohstoffmarkt in den Schatten gestellt.

Denn die jüngsten Zahlen hatten wie immer einen nachlaufenden Charakter. So setzten letzte Woche vor allem der fallende Kupfer-, Gold- und Öl-Preis Freeport massiv zu.

Gold fiel auf ein neues 5-Jahrestief, Kupfer brach auf ein 6-Jahrestief ein. Öl nähert sich ebenfalls Mehrjahres-Tiefständen wieder an.

Als großer Produzent von diesen 3 Rohstoffen, wurde Freeport letzte Woche quasi vom Finanzmarkt „geopfert“.

Enorme Verkaufswellen folgten, größere Liquidationen von Hedgefonds und Banken waren zu spüren, was zu Panikverkäufen führte und den Abwärtsdruck nochmals verstärkte.“

Immerhin bietet der Start in die neue Woche ein wenig Anzeichen von Optimismus. So ist der Goldpreis im Tagesverlauf heute wieder über die Marke von 1.100 Dollar pro Unze gestiegen.

Auch Rohstoffwerte legen zu Wochenbeginn wieder zu. Zunächst sieht das nur wie eine technische Gegenreaktion nach den erheblichen Verlusten der vergangenen Tage aus.

Sie können aber sicher sein, dass ich die weitere Entwicklung am Rohstoffmarkt wie gewohnt für Sie aktiv begleiten werde.

27. Juli 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

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