Parallelen zu 2018? Erreichen wir diese Woche das Allzeithoch im DAX?

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Allzeithoch, 14.000 Punkte und danach ein Crash? Wie lautet der Plan für den DAX im Jahr 2020? Vergleichen wir es mit 2018, sollten bald neue Höchststände zu sehen sein. (Foto: Pavel Ignatov / shutterstock.com)

Es würde zeitlich genau passen! 2018 ging es im Januar steil nach oben in den ersten Tagen und danach kam nicht mehr: zwei Wochen Seitwärtsphase, als könnte das bisherige Hoch nicht geknackt werden. In dieser Phase sind wir jetzt.

Doch dann gab es einen Sprung auf das neue Allzeithoch. Das geschah in der Nacht vom 22. auf den 23. Januar. Die Geschichte könnte sich also diese Woche wiederholen. Damals riss der DAX ein etwa 100 Punkte großes Gap nach oben. Das bereits zwei Handelstage später wieder geschlossen wurde und im Anschluss fiel der Index erst auf 12.000 und danach sogar auf unter 10.500 Punkte.

Den zweiten Teil der Geschichte müssen wir nicht wiederholen. Auch könnte der DAX dieses Jahr noch weiter steigen und nicht gleich sofort eine Kehrtwende vollführen. Warten wir einfach einmal die Tage in dieser Woche ab. Am Donnerstag spricht die EZB über die Zinsentscheidung. Vielleicht gibt es danach ja den nötigen Antrieb für die Bullen.

Erreicht der DAX in der ersten Jahreshälfte 2020 noch die 14.000 Punkte?

Wer jetzt glaubt, der Markt sei überkauft, hat natürlich Recht. Doch sind wir wirklich schon am Ende der Fahnenstange angekommen? Niemand weiß vorher, wann eine Blase wirklich platzt. Außerdem ist der DAX im Vergleich zu den US-Indizes auch geringer angestiegen. Hier könnte noch etwas Luft nach oben sein.

Ist die 14.000er Marke utopisch? Nicht unbedingt. Klar, irgendwann werden wir auch wieder nach unten rutschen, aber dazu müssen die Notenbank die Geldhähne schließen. Solange das nicht geschieht, werden keine großen Anleger umdenken und verkaufen. Allerdings sind auch schon fast alle Long eingestellt. Wer jetzt noch kauft, sind in erster Linie einfach die Masse der Anleger, die in ETFs anspart. Deshalb steigen die US-Indizes auch deutlicher als der DAX. Hier gibt es weniger Zuflüsse.

Dennoch: Wir brauchen ein Event, dass den Märkten das Stoppschild vor die Nase stellt. Bislang zeichnet sich keines ab. Das ist aber auch nicht ungewöhnlich. Wir kennen die ganzen Blasen und übertriebenen Bewertungen von Unternehmen, wie beispielsweise bei Tesla. Das geht auf Dauer nicht gut und braucht eine Bereinigung. Doch die wird nicht angekündigt oder vernünftig durchgezogen. Die kommt mit einem Paukenschlag und dann sacken die Kurse rasant in den Keller.

So könnte auch der DAX dieses Jahr noch die 14.000 Punkte erreichen und es dann erst zum Rücksetzer kommen. Solange wie wir jetzt vor dem Allzeithoch stehen und nicht daran vorbei kommen, ist es eigentlich klar, dass wir – wenn wir es knacken – dann deutlich nach oben schießen.

Sind Sie schon short eingestellt? Wo liegt Ihr Stoploss? Über 13.620 Punkte kann die Party nach oben schnell explodieren! Da wäre es auch durchaus denkbar, dass wir innerhalb weniger Stunden Richtung 14.000 schießen. 400 Punkte an einem Tag – das kann der DAX, vor allem, wenn der Weg freigeräumt ist.

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Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.