Party-Stimmung an der Börse: Dieser MDAX-Wert legte seit Jahres-Beginn um 35% zu

Am Ende einer äußerst erfreulichen Börsenwoche mit z. T. deutlichen Gewinnen und einem neuen Jahreshoch für den deutschen Leitindex DAX machten einige Anleger heute Kasse, so auch bei der Deutsche Wohnen AG:

Die im MDAX notierte Wohnungsbau-Gesellschaft präsentierte heute erneut gute Zahlen – eine willkommene Gelegenheit für manche Aktionäre, nun ihre Gewinne zu realisieren.

Und die können sich sehen lassen: Allein seit Jahres-Anfang legte die Deutsche-Wohnen-Aktie um gut 35% an Wert zu. Zum Vergleich: Der MDAX liegt bei einem Plus von gerade einmal 4%.

Doch auch die Anleger, die der Deutsche Wohnen AG die Treue halten, können optimistisch in die Zukunft blicken. Denn dank Einsparungen und höherer Mieteinnahmen plant die Gesellschaft nun mit einem höheren Jahres-Gewinn.

Konzern-Gewinn steigt um 15%

Das operative Ergebnis – gemessen an der branchenweit relevanten Kenngröße Funds from Operations I (FFO I) – soll 2016 statt der bisher anvisierten 360 Mio. nun mindestens 380 Mio. € erreichen.

Bereits im 1. Halbjahr hatte eine Aufwertung der konzerneigenen Immobilien das Konzern-Ergebnis deutlich erhöht.

Zwischen Januar und Juni stieg das operative Ergebnis (FFO I) im Vergleich zum Vorjahres-Zeitraum um 38% auf rund 197 Mio. €.

Die Vertrags-Mieten legten um 11% auf 348 Mio. € zu, der Konzerngewinn erhöhte sich um knapp 15% auf 623 Mio. €.

Das erfreuliche Wachstum lag v. a. an der Neubewertung des Immobilien-Bestands. Insbesondere in Berlin wurden die Daten aufgrund einer „sehr positiven Marktentwicklung“ angepasst.

Insgesamt erhöhte die Deutsche Wohnen den Wert ihres Portfolios um 730 Mio. € auf nun 13,5 Mrd. €.

Pflegemarkt als weiterer Wachstums-Treiber

Bereits kurzfristig will die Deutsche Wohnen auch im Pflegemarkt deutlich wachsen. Heute berichtete die Gesellschaft vom bevorstehenden Kauf von 28 Pflegeheimen in Deutschland mit insgesamt rund 4.100 Plätzen.

„Der deutsche Pflegemarkt ist aufgrund der demographischen Entwicklungen ein klarer Wachstumsmarkt für uns“, erklärte Deutsche-Wohnen-Chef Michael Zahn.

Und dass das mehr als eine optimistische Prognose ist, bewies er direkt anschließend: Alle Heime seien langfristig an namhafte Betreiber vermietet – die jährlichen Pachteinnahmen betragen gut 27 Mio. €.

Einzig der Aufsichtsrat des bisherigen Eigentümers muss dem Kauf noch zustimmen; dies sollte jedoch nur eine Formalie sein, so dass die Pflegeheime spätestens im 4. Quartal 2016 der Deutsche Wohnen gehören.

Sie sehen: Die Deutsche Wohnen plant zielsicher ihr weiteres Wachstum, das sich auch positiv auf den Aktienkurs niederschlagen sollte.

12. August 2016

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Philipp Ley
Von: Philipp Ley. Über den Autor

Philipp Ley ist ausgebildeter Wirtschaftsjournalist mit Stationen u. a. bei n-tv, Financial Times Deutschland, Rheinischen Post und der Aktien-Analyse. In den vergangenen zwölf Jahren hat er zudem als Kommunikations- und Investor-Relations-Berater zahlreiche Geschäftsberichte erstellt: für kleinere aufstrebende Unternehmen ebenso wie für Börsenschwergewichte.

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