Passen Goldpreis- und Wall Street-Rallye zusammen?

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Goldpreis- und Wall Street-Rallye sind kein Widerspruch in sich! Das sind die Gründe. (Foto: Billion Photos / Shutterstock.com)

Keine Sorge: Ich schicke Sie mit meinem heutigen Beitrag ganz gewiss NICHT in den April!

Am vergangenen Donnerstag hatte ich Sie über die Möglichkeit einer historischen Gewinnchance im Gold informiert.

Der Goldpreis in USD je Feinunze bewegt sich seit September 2011 in einem Abwärtstrend. Erstmals seit 7 ½ Jahren bahnt sich nun die Möglichkeit einer Trendumkehr an.

Dazu muss der Goldpreis noch eine letzte wichtige Hürde überwinden: Das Hoch aus dem Jahr 2016 bei 1.366,25 USD / Feinunze. Gelingt das, ist der Weg für einen langfristigen Aufwärtstrend frei.

Die aus solch einer Aufwärtsbewegung resultierenden Gewinnpotenziale hatte ich Ihnen ebenfalls am Donnerstag genannt: Sie reichten in der Vergangenheit von +76% bis +721%!

Eigentlich ist der Goldpreis aber auch Krisen- und Inflations-Indikator. Wenn eine langfristige Trendwende also Preissteigerungen oder wirtschaftliche Probleme signalisiert, leiden dann stattdessen die Aktienkurse?

Schließlich bin ich ja für die Entwicklung der Wall Street auch optimistisch? Ich habe das für Sie untersucht. Hier meine Erkenntnisse.

Goldpreis und Inflation

Schauen wir uns erst einmal an, wie sich denn der Goldpreis in Zeiten von Inflationssteigerungen verhalten hat:

Eine steigende Inflation treibt nicht immer den Goldpreis

Ich habe hier einmal die Phasen kräftiger Preissteigerungen in den USA durch die grünen Rechtecke unterlegt.

Sie können schnell ersehen, dass eine wachsende Inflation nicht immer den Goldpreis getrieben hat. Das gilt insbesondere und erstaunlicherweise für die 1980er- und 1990er-Jahre.

Es besteht also nicht immer ein kausaler Zusammenhang zwischen Inflations- und Goldpreisanstieg.

Goldpreis und Wall Street

Schauen wir nun, wie sich die Wall Street in Zeiten kräftiger Goldpreissteigerungen verhalten hat. Dazu habe ich die Kursentwicklung des Edelmetalls im nachfolgenden Chart dem S&P 500 gegenüber gestellt.

Wall Street lässt  sich vom Goldpreis defakto nicht beeinflussen

Diesmal sind die Goldpreissteigerungen zur besseren Übersicht grün unterlegt. Darüber hinaus habe ich die Phasen, in denen der S&P 500 ebenfalls geklettert ist, mit pinkfarbenen Pfeilen versehen.

Es ist offensichtlich, dass sich die Wall Street von einem Anstieg des Goldpreises kaum beeindrucken lässt. Tatsächlich ist sogar eher das Gegenteil der Fall:

Der S&P 500 hat weit überwiegend auch in Zeiten des Goldpreis-Anstieges zugelegt.

Fazit

Wie mein Intermarket-Vergleich offenkundig gemacht hat: Goldpreis- und Wall Street-Rallye sind kein Widerspruch in sich!

Ich gehe sogar noch weiter: Die Aktienkurse lassen sich von der Goldpreis-Entwicklung bestenfalls nur kurzzeitig beeinflussen.

Sie brauchen also nicht zu befürchten, dass die Notierungen an der Wall Street einbrechen, weil der Goldpreis möglicherweise in wenigen Wochen einen neuen mehrjährigen Aufwärts-Zyklus einleitet!

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Andreas Sommer
Von: Andreas Sommer. Über den Autor

Andreas Sommer ist ein absoluter Börsen-Profi. Der gelernte Bankkaufmann war 10 Jahre als Wertpapierberater bei einer großen deutschen Bank tätig.

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