Passt diese Hype-Marke in Ihr Depot?

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Angesagte Marken wachsen oft schnell. Doch was kommt nach dem Hype? Wir machen den nüchternen Check. (Foto: Sorbis / Shutterstock.com)

Eine beliebte Marke macht noch lange keine aufstrebende Aktie – auch wenn Sie das womöglich glauben mögen. Zugegeben: Es gibt Emporkömmlinge auf dem Aktienmarkt, deren Markenstern steigt ebenfalls zeitgleich an. Oft kann man von der wachsenden Beliebtheit auch ganz gut auf künftige Umsätze schließen. Man fühlt dann als Investor, dass bei diesem Unternehmen etwas in der Luft liegt.

So oder ähnlich war das vor vielen Jahren bei Under Armour. Die Marke galt als angesagt und als Geheimtipp. Inzwischen ist Under Armour aber im Mainstream angekommen. Was das für die Aktie bedeutet, erfahren Sie in unserer Analyse. Under Armour wurde im Jahr 1996 von Kevin Plank gegründet. Ursprünglich als reine Marke für Kampfsportbekleidung und Thermo-Sportunterwäsche unter Trikots, in Sportarten wie Baseball oder Basketball, und für Shoulderpads entwickelt, gibt es von Under Armour mittlerweile auch normale T-Shirts, Hosen, Schuhe oder Kappen.

Gegenwind für die Kult-Marke

Absatzprobleme auf dem Heimatmarkt haben Under Armour im 3. Quartal ein Umsatzminus von 0,9% beschert. In Nordamerika, wo Under Armour in den vergangenen Jahren gegenüber Konkurrenten wie Nike und adidas ins Hintertreffen geraten war, sank der Umsatz um 4,1%. Auch in Lateinamerika ging der Umsatz um 3,9% zurück. In der Region EMEA legte er dagegen um 9% zu und im asiatisch-pazifischen Raum um 3,7%.

Der weltweite Umsatz der Connected-Fitness-Sparte erhöhte sich um 22,3% auf 39,4 Mio $. Bei den Schuhen schrumpfte der Umsatz um 12%. Kostensenkungen und die Einschränkung von Rabattaktionen ließen die Bruttomarge um 220 Basispunkte auf 48,3% steigen. Das operative Ergebnis stieg um 16,8% auf 132,9 Mio $.

Weil keine Restrukturierungskosten mehr anfielen und die Zinszahlungen deutlich niedriger als im Vorjahr waren, verbesserte sich der Gewinn um 36% auf 102,3 Mio $. Im Vorjahr mussten noch Sonderbelastungen von 18,6 Mio $ verbucht werden. Die Vertriebs- und Verwaltungskosten erhöhten sich allerdings aufgrund höherer Ausgaben für die Expansion im Ausland und gestiegener Investitionen in die Schuh-Sparte.

Prognose nach unten angepasst

Under Armour ist ins Visier der US-Aufsichtsbehörden geraten. Die Behörden untersuchen, ob das Unternehmen den Umsatz von Quartal zu Quartal verschoben hat, um finanziell gesünder zu erscheinen. Under Armour korrigierte die Prognose für 2019 nach unten. Erwartet wird jetzt ein Umsatzwachstum von 2% gegenüber der bisherigen Prognose von 3 bis 4%. Probleme bereitet nach wie vor der Einzelhandel.

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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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