Paukenschlag bei Henkel und Adidas

V. a. ein Mann hielt die Anleger am Frankfurter Parkett am Montag in Atem: Kasper Rorsted.

Die schlechte Nachricht für alle Henkel-Aktionäre: Rorsted, der seit 2008 als CEO die Geschäfte führt, verlässt den Konsumgüter-Konzern.

Die gute Nachricht für alle Adidas-Anleger: Rorsted wechselt zum Sportartikel-Hersteller.

Beide Aktien reagierten heftig auf die Personalie: Adidas eroberte mit einem Plus von 6,3% mit klarem Abstand die DAX-Spitze, während Henkel um 4,1% einbrach und damit das Schlusslicht bildete.

Zwischenzeitlich hatten sich beide Kurse noch deutlicher bewegt, Adidas hievte immer wieder auch den gesamten DAX ins Plus.

DAX schließt leicht im Minus

Letztlich aber rutschte das Barometer doch noch in die Verlust-Zone und gab 0,3% ab, der Schlusswert lag bei 9.522 Zählern. Neben Adidas schaffte es lediglich Infineon, sich mit 2,7% deutlich zu verteuern.

Andere Gewinner des Tages legten jeweils unter 1% zu, darunter die Energie-Konzerne sowie die Automobil-Werte.

RWE zählte mit einem Aufschlag von 0,8% zu den Top 3 im DAX, Konkurrent E.ON schaffte lediglich ein Plus von 0,2%.

BMW, Daimler und Zulieferer Continental rückten zwischen 0,1 und 0,7% vor, Volkswagen büßte hingegen 1,4% ein.

Auf den Verkaufs-Zetteln weit oben standen auch die Bankwerte: Die Commerzbank verlor 2%, die Deutsche Bank gab um 3,3% nach.

Warten auf Chinas Konjunktur-Daten

Neben dem vielbeachteten Führungs-Wechsel blieben die Einfluss-Faktoren dieselben, die schon in den vergangenen 2 Wochen für viel Aufsehen gesorgt haben: Chinas Konjunktur und der fallende Ölpreis.

Die angekündigte Aufhebung der westlichen Sanktionen gegenüber dem Iran schüren an den Märkten die Sorge vor einem weiteren Überangebot und somit weiter fallenden Ölpreisen, nicht zuletzt auch aufgrund der nachlassenden Nachfrage aus dem Reich der Mitte.

A propos China: Genaue Zahlen zum dortigen Wirtschafts-Wachstum im Jahr 2015 werden am heutigen Dienstag veröffentlicht und könnten weiteren Aufschluss darüber geben, wie brisant sich die Situation tatsächlich gestaltet.

19. Januar 2016

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Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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