PayPal-Aktie: Warum das Papier von einem Hoch zum nächsten eilt

Richtig rund läuft es im Moment bei dem Zahlungs-Abwickler PayPal:

Während Ebay, die ehemalige Muttergesellschaft des Konzerns, gerade mit einem schwachen Ausblick für Enttäuschung sorgte, überzeugt PayPal mit kräftigen Zuwachsraten.

Die positive operative Entwicklung ist auch an dem Aktienkurs nicht spurlos vorübergegangen:

Seit der Konzern im Juli 2015 von Ebay abgespalten und als separates Unternehmen an der Börse notiert ist, haben sich die Papiere annähernd verdoppelt.

Am Freitag trieben die Anleger die Papiere nach den Zahlen mit einem Plus von knapp 6% auf ein neues Rekordhoch.

PayPal im Porträt

Vielleicht ist PayPal als börsennotierter Konzern nicht jedem von Ihnen ein Begriff. Aber benutzt haben Sie den Dienstleister bestimmt schon einmal.

Denn als Betreiber des gleichnamigen Online-Bezahldienstes hat man sich eine führende Marktstellung erarbeitet, v. a. bei Mittel- und Kleinbeträgen kommt der Zahlungsdienst zum Einsatz.

Die absoluten Zahlen sind beeindruckend:

Inzwischen bedient PayPal rund 200 Mio. aktive Nutzer in mehr als 200 Märkten weltweit mit Zahlungs-Möglichkeiten in über 100 unterschiedlichen Währungen.

Quartals-Gewinn deutlich über den Erwartungen

Die vorgelegten Zahlen für das 3. Quartal zeigen, dass offenbar noch lange nicht Schluss ist mit der Wachstumsstory. Die Erlöse kletterten immerhin um 21% auf 3,2 Mrd. Dollar.

Im Gegenzug verbesserte sich der bereinigte Gewinn auf 560 Mio. € bzw. 46 Cent je Aktie.

Das liegt nicht nur deutlich über den Analysten-Schätzungen von 43 Cent je Aktie, sondern auch klar über dem Niveau des Vorjahres.

Für Sie zum Vergleich: Im Vorjahres-Quartal erzielte PayPal „nur“ einen Gewinn in Höhe von 424 Mio. €.

Besonders erfreulich war dabei die Entwicklung im zukunftsträchtigen Geschäft mit der mobilen Zahlungs-Abwicklung:

Das Transaktions-Volumen über mobile Endgeräte kletterte kräftig um 54% auf 40 Mrd. Dollar.

Jahresziele nach oben geschraubt

Nach den kräftigen Zuwachsraten zeigt sich die Konzernführung zuversichtlich und schraubt die bisherige Jahres-Prognose abermals nach oben.

Mittlerweile nutzen 218 Mion. Kunden PayPal zur Zahlungs-Abwicklung. Das entspricht einem Zuwachs von 14% zum Vorjahres-Quartal.

Firmenchef Dan Schulmann erwartet nun einen bereinigten Gewinn von 1,86 – 1,88 Dollar je Aktie. Zuvor war der Vorstand noch von 1,80 – 1,84 Dollar ausgegangen.

Beim Umsatz rechnet das Unternehmen mit 12,98 Mrd. Dollar (vorher: bis zu 12,87 Mrd. Dollar).

PayPal verbündet sich mit Facebook

Die Konkurrenz im Geschäft mit Online-Zahlungs-Abwicklungen nimmt stetig zu.

Um seine Marktstellung zu zementieren bzw. weiter auszubauen, setzt PayPal daher zunehmend auf Partnerschaften:

So wurde PayPal letztes Jahr in den Facebook Messenger integriert, damit Nutzer Zahlungen direkt über die Messaging-App abschließen können.

Ab sofort ist es möglich, auch anderen Nutzern beliebige Geldbeträge zu senden. Für Privat-Personen fallen dabei selbstverständlich keine zusätzlichen Transaktions-Gebühren an.

Bisher haben allerdings erst 2,5% der Nutzer das eigene PayPal-Konto mit ihrem Facebook-Profil verknüpft.

Da aber rund 100 Mio. Nutzer in den USA Paypal verwenden, erwartet der Konzern hier deutliche Wachstums-Chancen.

Analysten sehen nur moderates Kurs-Potenzial

Unterdessen rechnen die Analysten mit einem Jahresgewinn von 1,87 Dollar je Aktie.

Im nächsten Jahr prognostizieren die Experten einen Gewinn-Anstieg auf 2,26 Dollar je Anteilsschein. Damit handelt die Aktie auf dem knapp 30-fachen Jahresgewinn.

Das durchschnittliche Kursziel von 74,93 Dollar ist nach dem starken Kurs-Anstieg der Papiere auf 70,95 Dollar allerdings fast erreicht.


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23. Oktober 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.

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