PepsiCo-Aktie: Chips- und Getränkehersteller mit stabiler Gewinnentwicklung

Wenn Sie an Limonade denken, dann kommen Ihnen wahrscheinlich sofort die beiden „Getränkegiganten“ Coca Cola und PepsiCo in den Sinn.

Ihre Produkte zählen zu den weltweit bekanntesten Marken. Mit einem Börsenwert von 180 Milliarden Dollar ist Coca Cola der größere der beiden erbitterten Konkurrenten.

PepsiCo bringt es derzeit auf einen Marktwert von 145 Mrd. Dollar. Doch die ewige Nummer 2 baut ihren Marktanteil deutlich aus.

Auch die Kursentwicklung zeigt, dass PepsiCo bei Anlegern hoch im Kurs ist. Auf Sicht von 3 Jahren hat PepsiCo mit einem Kursplus von 42% seinen Konkurrenten deutlich abgehängt (Coca Cola: +10%).

Konzern kämpft gegen starke Heimatwährung

In den ersten 3 Monaten hatte der Getränkeriese mit mächtigem Gegenwind durch den starken Dollar zu kämpfen. In Europa sackten die Umsätze auf Dollarbasis um 25% weg. Insgesamt gingen die Erlöse um 3% auf 12,2 Mrd. Dollar zurück.

Dank rigider Kosteneinsparungen konnte der Gewinn unterm Strich mit 1,22 Mrd. Dollar nahezu stabil gehalten werden.

Insbesondere das Geschäft mit Snacks auf dem Heimatmarkt in Nordamerika stabilisierte den Konzern. Immerhin liefert die Snack-Sparte knapp die Hälfte der Erlöse.

Anleger werden mit Dividendenerhöhung belohnt

Trotz des widrigen Umfelds kündigte der Konzern seine 43igste Dividendenerhöhung in Folge an. Im Vergleich zum Vorjahr werden die Ausschüttungen um 7% erhöht.

Aufs Jahr hochgerechnet (PepsiCo zahlt eine vierteljährliche Dividende) ergibt sich damit eine Ausschüttung von 2,81 Dollar je Aktie. Dies entspricht bei einem aktuellen Kurs von gut 98 Dollar einer Dividendenrendite von 2,8%.

Damit schüttet PepsiCo knapp 48% seines Freien Cashflows von 7,6 Mrd. Dollar aus. In Summe hat die Gesellschaft in den vergangenen 10 Jahren damit mehr als 60 Mrd. Dollar an Dividenden und Aktienrückkäufen an seine Anleger ausgezahlt.

Sparkurs wird verschärft

Konzernchefin Indra Nooyi will PepsiCo fit für die Zukunft machen. Alleine in diesem Jahr soll knapp 1 Mrd. Dollar eingespart werden. Das Management steht kräftig unter Druck.

Denn der Großaktionär Nelson Peltz drängt auf eine Aufspaltung der Gesellschaft. Der Hedgefondsmanager fordert ein klareres Profil durch 2 eigenständige Unternehmen.

Die etablierte und stabile Getränke-Sparte wäre eher für sehr defensiv ausgerichtete Investoren interessant, die auf stabile Erträge aus sind.

Die Gewinne bzw. Cash Flows eines solchen neuen Unternehmens sollten laut Peltz in Form von Dividenden und Aktienrückkäufen an die Aktionäre ausgeschüttet werden.

Die Snack-Sparte wäre wiederum eher für wachstumsorientierte Anleger von Interesse.

Wettbewerb geht in die nächste Runde

In den letzten Jahren startete PepsiCo eine erfolgreiche Aufholjagd und machte Boden gut.

Doch die Konkurrenz rüstet auf. Die Nummer 1 der Getränkebranche zeigte zuletzt den ersten Umsatz-Zuwachs seit 9 Quartalen.

Mit einer Gewinnrendite von 15% (Geschäftsjahr 2014) war Coca Cola immer noch weit profitabler als PepsiCo (9,7%).

Vor einigen Tagen stellte der Konzern seinen neuen Softdrink Coca Cola Life vor.

Hier setzt der Brausehersteller auf die Süße der Stevia-Pflanze und versucht gesundheitsbewusste Kunden anzulocken. Ob dies gelingt, bleibt abzuwarten.

Beide Konzerne sind unter ruck, sich dem geänderten Gesundheits-Bewusstsein anzupassen.

19. Mai 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.

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