Philips wächst in der Krise

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Die Medizintechnikbranche kann der Coronakrise trotzen. Dies zeigen auch die Zahlen von Philips. (Foto: oleschwander / shutterstock.com)

Die spannende Börsenzeit hat uns weiter fest im Griff. Dabei stehen sich neue Konjunkturpakete (positiv) und Corona-Sorgen (negativ) gegenüber und bestimmen das Handelsgeschehen. Und inmitten dieser sich widersprechenden Stimmungen kommt die Quartalsberichtssaison langsam in Gang.

Dabei liegen auch hier Freude und Enttäuschung dicht beieinander. Heute möchte ich Ihnen das Zahlenwerk des niederländischen Medizintechnikkonzerns Philips näherbringen – immerhin gelang es das Jahr 2020 über den Erwartungen abzuschließen.

Unternehmensportrait

Philips N.V. ist ein führendes Unternehmen im Bereich der Gesundheitstechnologie, das sich darauf konzentriert, die Gesundheit der Menschen zu verbessern und bessere Ergebnisse im gesamten Gesundheitsbereich zu ermöglichen. Dies reicht von der gesunden Lebensweise und Prävention über die Diagnose und Behandlung bis hin zur häuslichen Pflege.

Leichte Zuwächse im vergangenen Quartal

Im letzten Quartal des abgelaufenen Jahres konnte der Umsatz um einen Prozentpunkt auf 6,0 Mrd. Euro zulegen. Auf vergleichbarer Basis war das den Angaben zufolge ein Plus von rund 7%, wenn Wechselkurseffekte und Zu- wie Verkäufe ausgeklammert werden. Vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen (Ebita) sowie vor Sondereinflüssen blieben rund 1,1 Milliarden Euro hängen.

Wenig überraschend ist, dass sich gerade die Sparten rund um die Behandlung von Corona – Monitoring- und Beatmungsgeräte – von den anderen Bereichen positiv abhoben. Bereits im Vorquartal hatte Philips von einer hohen Nachfrage nach diesen Geräten im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie profitiert.

Insgesamt lag mit 607 Millionen Euro der Konzernüberschuss im letzten Vierteljahr um mehr als 9% über dem Vorjahreswert.

Erfreuliches Gesamtjahr

Insgesamt gab es auf das Gesamtjahr 2020 gesehen einen kleinen Anstieg auf knapp 1,2 Mrd. Euro, bei einem wenig veränderten Umsatz von 19,5 Mrd. Euro. Zahlen also, die sich durchaus sehen lassen können.

Optimismus für 2021

Auch für das gerade begonnene Jahr gibt sich das Unternehmen zuversichtlich. Es wird ein Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Bereich angestrebt. Und auch Stabilität wird seitens der Ausschüttung gemeldet. Die Dividende für das abgelaufene Jahr soll mit 85 Cent je Aktie stabil bleiben.

Aktie wieder im Aufwärtstrend

Auch wenn die Aktie nach den Zahlen den Vorwärtsgang einlegte, kann dies nicht über die eher enttäuschende Performance des vergangene Jahres hinwegtäuschen. In den letzten 52 Wochen bewegte sich der Kurs unterm Strich seitwärts. Immerhin konnte sich – aus charttechnischer Sicht – seit Ende September ein Aufwärtstrendkanal bilden. Sollte jetzt die Marke von 47 Euro nachhaltig nach oben durchbrochen werden, sieht es von Seiten der Charttechnik gut aus.

Mit einem zu erwartenden Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 25 in diesem Jahr, verbunden mit einer Dividendenrendite von knapp 2%, ist die Aktie auch aus fundamentaler Sicht einen näheren Blick wert.

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Sascha Mohaupt
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.

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