Planspiele des Untergangs: Der EU-Crash

Die desaströse Geldpolitik der EZB leitet den Untergang der EU nicht nur ein, sondern beschleunigt ihn auch noch. (Foto: William Potter / Shutterstock.com)

Längst schon steht die EU vor dem Abgrund. Nicht zuletzt wegen der unsäglichen Finanz-, sondern vor allem wegen der Flüchtlingspolitik, die Europa spaltet, wie niemals zuvor.

Längst schon liegen deshalb bei den Entscheidungsträgern mögliche EU-Untergangs- und Euro-Crash-Szenarien und dessen Folgen für Europa, Deutschland und jeden Einzelnen vor.

Diese möchten wir Ihnen nicht vorenthalten, sondern zusammenfassen.

Dabei beziehen sich alle Informationen auf Planspiele aus Politik, von Militär, Geheimdiensten, Wirtschaftsunternehmen, Versicherungen und Banken, die schon längst vorliegen.

Was Sie bisher über ein mögliches Szenario und die Gründe für einen Euro-Crash und EU-Untergang wissen

  1. Die Wirtschaft in den Krisenstaaten Südeuropas kommt nicht in Schwung.
  2. Wachstum und Konjunktur liegen weiter am Boden.
  3. Sparzwänge erreichen genau das Gegenteil und führen in den EU-Krisenländern zu erheblichem Wohlstandsverlust und sozialen Unruhen.
  4. Der Weg in die Inflation ist vorgezeichnet: Die EZB hat die Zentralbank-Geldmenge immens vermehrt und damit faktisch eine Kreditschöpfung aus dem Nichts geschaffen.
  5. Durch den Aufkauf kurzfristiger Anleihen von maroden Staaten und deren schlechten Banken in unbegrenzter Höhe explodieren die Zinsen. Und die durch keinerlei Sachwerte gedeckte Geldmenge geradezu.
  6. Banken versuchen durch die Vergabe von Krediten (mit Zinsen praktisch zum Nulltarif) die Konjunktur wieder anzukurbeln. Einige Güter werden knapp, während die Nachfrage steigt und damit auch die Preise.
  7. Die einzelnen Staatsschuldner kommen ihren Verpflichtungen nicht mehr nach. Damit die Gläubiger keine Verluste erleiden, wird immer mehr Geld gedruckt und in Umlauf gebracht.
  8. Für einen Schuldenschnitt der einzelnen Krisenländer ist es bereits zu spät. Hinzukommen die höheren Inflationserwartungen der Menschen.

Warnung vor desaströser EZB-Politik

Schon in der Vergangenheit warnte Bundesbank-Präsident Jens Weidmann vor dieser Politik, wie sie die EZB betreibt.

Er sah einen potentiell gefährlichen Zusammenhang von Papiergeldschöpfung, Staatsfinanzierung und Inflation, weil diese die Stabilität des Euro gefährde.

Max Otte, Publizist und ordentlicher Professor für allgemeine Betriebswirtschaftslehre an der Fachhochschule Worms, schloss sich dem an:

„Jetzt ist es wieder möglich, durch politischen Entscheid Geld zu schaffen – eine Technik, die in den USA und England unter dem Namen ‚Quantitative Easing’ schon seit Ausbruch der Finanzkrise praktiziert wird.“

Bundesbank in Nöten: Ihr Geld steht im FeuerDas Bundesbank-Desaster hat auch viel mit Ihrem Vermögen zu tun, denn dies steht weiterhin im Feuer, wie Ihnen Guido Grandt hier erklärt: › mehr lesen

Otte weiter:

„Ist der Selbstbedienungsladen der Notenbank aber einmal für die Politik eröffnet, führt der Weg mit großer Wahrscheinlichkeit in den Abgrund.“

Die Gefahr einer sehr hohen Geldentwertung

Thorsten Polleit, Chefvolkswirt der Degussa Goldhandel GmbH, sagte zu dieser Kicking the can down the road-Strategie (der „Ein-Problem-vor-sich-herschieben“-Strategie) der EZB, die die Wirtschaft immer wieder mit neuen Kreditspritzen in Bewegung hält:

„Der Papiergeld-Boom wird in der Rezession-Depression enden. Mehren sich die Anzeichen der Krise, wird in der Öffentlichkeit (…) nach immer mehr Geld gerufen, um das Unausweichliche abzuwenden. Das ebnet den Weg zu einer hohen, mitunter sehr hohen Geldentwertung.“

Wert von Papiergeld ist gleich null

Bedenken Sie: Das Anwerfen der Notenpresse zur Finanzierung maroder Staats- und Bankfinanzen wird früher oder später den Geldwert ruinieren.

Schon der französische Dichter und Philosoph der Aufklärung, Voltaire, erkannte: „Papiergeld kehrt früher oder später zu seinem inneren Wert zurück – null.“

Bis nichts mehr geht

So führen die Maßnahmen der Eurorettungs-Politik lediglich zu einer Risikoumverteilung:

Durch die umfassenden Ankäufe fauler Staatsanleihen (also der fortschreitenden Verstaatlichung von nationalen Insolvenzrisiken) übernimmt die EZB erhebliche Kreditrisiken, die alle EU-Mitgliedsländer gemeinsam tragen.

Diese Kosten der verschleppten Staatsinsolvenzen bescheren der EZB nicht nur eine toxische Bilanz, sondern fordern sie, genauso wie den ESM, geradezu auf, immer wieder einzugreifen, bis nichts mehr geht.


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Von: Guido Grandt. Über den Autor

Der Autor, Jahrgang 1963, war viele Jahre lang als Manager in verschiedenen großen Unternehmen tätig. Lernte das unternehmerische Handwerk sozusagen von der "Pike" auf, bevor er sich ganz dem wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Geschehens Deutschlands publizistisch widmete.