Adobe: Platzhirsch vor Wachstumsschub

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Software ist heutzutage ein Milliarden-Geschäft, denn gute Software setzt sich seit Jahren am Markt durch – so wie die Programme von Adobe: (Foto: Zadorozhnyi Viktor / Shutterstock.com)

Haben Sie in diesem Sommer schon Urlaubsfotos geknipst?

Auch wenn wir heute dank moderner Kamera-Technologie selbst bei Schnappschüssen die Wahl zwischen mehreren Motiven haben und kleinere Unschönheiten wie rote Augen mit wenigen Knopfdrücken direkt am Gerät entfernen lassen können:

Die Nachbearbeitung von Fotos ist dann doch schon noch eine Aufgabe von Profis.

An Adobe führt kein Weg vorbei

Wenn es um Bewerbungsfotos geht, legen Fotografen i. d. R. mit Software von Adobe Hand an und machen Zähne weißer, die Haut reiner und auf Wunsch sogar den Haaransatz tiefer.

Doch Adobe hat noch mehr zu bieten. Das Software-Haus glänzt mit einer starken Produkt-Pipeline.

Der im Jahr 1982 gegründete Software-Konzern Adobe Systems ist nicht nur durch sein plattformübergreifendes PDF-Format populär.

Auch im Bereich der digitalen Bildbearbeitung ist das Unternehmen mit Photoshop und zahlreichen anderen Software-Werkzeugen sehr gut vertreten.

Insgesamt ist die Firma heute in den 3 Kerngeschäftsbereichen tätig:

  1. Digital Media
  2. Digital Marketing
  3. Print and Publishing

Wachstum allenthalben

Adobe hat dank florierender Nachfrage nach seinen Cloud-Diensten einen Rekord-Umsatz erzielt.

Dieser legte im 1. Geschäfts-Quartal im Jahresvergleich um 21,5% auf 1,68 Mrd. $ zu. Das war der 12. Anstieg in Folge.

Adobe konnte den Creative-Cloud-Umsatz auf 942 Mio. $ steigern. Besonderen Zuspruch fanden die Cloud-Team-Angebote im KMU-Umfeld.

Ebenfalls mit einer beachtlichen Wachstumsrate von 26% auf 477 Mio. $ konnte das Marketing-Cloud-Angebot zulegen.

Unterm Strich erhöhte sich der Gewinn um mehr als 50% auf 398 Mio. $, womit auch hier ein neuer Rekord erreicht werden konnte.

Starkes Halbjahr voraus?

Der Software-Riese hatte sein Geschäftsmodell von Lizenz-Verkäufen auf Web-Abos umgestellt, um kontinuierliche – und damit absehbare – Einnahmen zu erzielen.

Der Cashflow legte um rund 47% auf 730,4 Mio. $ zu.

Adobe hat neue Funktionen für die Experience Cloud vorgestellt. Das Web-Dienst-Paket für Online-Marketing ging im März aus der früheren Marketing Cloud hervor.

Die neue Experience Cloud vereint 3 Produkte:

  1. Die Marketing Cloud für Marketing-Kampagnen rund um das Web, E-Mail, soziale Netzwerke und Video,
  2. die Analytics Cloud für Zielgruppen- und Kundenprofil-Verwaltung
  3. und die Advertising Cloud für Werbung im Web, in sozialen Netzwerken usowie im Fernsehen.

Künftig will Adobe die Experience Cloud eng mit den Anwendungen der Creative Cloud verzahnen. Einen Anfang macht der Software-Spezialist mit den naheliegenden Produkten.

Man sieht hier entspannt auf die anstehenden Neuigkeiten aus der Produkt-Pipeline und rechnet mit einem starken 2. Halbjahr. Die Aktie steht für Wachstum – auch ohne Dividende!

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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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