Pleitewelle bei Schiffs- und Containerfonds erwartet

Wirtschaftsleistung bricht dramatisch ein

Überall brechen die Umsätze der Unternehmen ein. Die Auftragseingänge in der deutschen Industrie sind um dramatische 25,1% im Jahresvergleich eingebrochen. Auch die bisher immer eher optimistische OECD veröffentlichte zuletzt die schlechtesten weltweiten Wirtschaftszahlen seit den 70er Jahren. Überall auf der Welt bricht die Wirtschaftsleistung dramatisch ein.

Verbraucherschützer befürchten Fonds-Pleiten

Wie massiv der Rückgang ist, zeichnet sich besonders in der Transport-Branche ab: So will die Lufthansa Cargo Kurzarbeit beantragen, da das weltweite Frachtaufkommen drastisch eingebrochen ist. Ebenso sieht es im Schiffs- und Containerbereich aus: Nach Angaben des Deutschen Verbraucherschutzrings (DVS) mussten allein in den letzten Wochen drei solcher Fonds Insolvenz anmelden. Die Anlagen sind vom Totalverlust bedroht.

Fracht- und Charterraten fallen

Grund für die schwierige Situation ist der rasante Verfall der Fracht- und Charterraten. So sind die Transportkosten für einen Standardcontainer von Asien nach Europa innerhalb eines Jahres von 2.000 auf rund 400 Dollar gesunken.

Hier können Sie erkennen, wie massiv die Weltwirtschaft am Schrumpfen ist.  Dabei ist der Transportsektor nur der erste Bereich, der einbricht. Andere Branchen werden die Rezession erst in einigen Monaten voll bemerken.

Pleitewelle bei Schiffs- und Containerfonds droht

Ebenfalls können Sie erkennen, wie falsch es war, in den letzten Jahren auf die Versprechungen der Verkäufer von Schiffs- und Containerfonds blind zu vertrauen. Dort wurden die letzten enormen Zuwächse der Weltwirtschaft einfach in die Zukunft extrapoliert und behauptet, der Welthandel würde „unbegrenzt“ so weiterwachsen.

Überkapazitäten beim Transport

Durch diese Fehlannahme wurden extreme Überkapazitäten im Transportsektor aufgebaut, welche nun bei schwindenden Frachtraten zusätzlich auf die Preise drücken. Wenn die Preise für Frachtgüter weiter so schnell fallen wie zuletzt – was zu erwarten ist – dann droht hier eine regelrechte Pleitewelle mit enormen Vermögensverlusten für die Investoren.

Exportweltmeister Deutschland besonders betroffen

Da Deutschland weit stärker vom Export abhängig ist als andere Länder, wird hier auch deutlich, dass gerade auf uns eine Rezession großen Ausmaßes zukommt. Während Japan gerade einen Exportanteil am Bruttoinlandsprodukt von 10 Prozent hat, sind es bei uns 30 Prozent.

Doch nicht nur in der realen Wirtschaft, auch bei den Währungen drohen Einbrüche.

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10. Februar 2009

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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