PNE übertrifft die eigene Gewinn-Prognose

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Der deutsche Windpark-Projektierer PNE hat heute starke Zahlen vorgelegt. Die Aktie bietet weiteres Potenzial nach oben. (Foto: fokke baarssen / shutterstock.com)

Der deutsche Windpark-Projektierer PNE hat heute gute vorläufige Zahlen für 2020 vorgelegt und damit die eigene Prognose übertroffen. Bevor wir uns die Zahlen im Detail anschauen, stelle ich Ihnen das Unternehmen kurz vor.

Die 1994 gegründete PNE-Gruppe ist international tätig und einer der erfahrensten Projektierer von Windparks an Land und auf See. Auf dieser erfolgreichen Basis entwickelt sich das Unternehmen weiter zu einem „Clean Energy Solutions Provider“, einem Anbieter von Lösungen für saubere Energie.

Von der ersten Standorterkundung und der Durchführung der Genehmigungsverfahren, über die Finanzierung und die schlüsselfertige Errichtung bis hin zum Betrieb und dem Repowering nach Laufzeitende, umfasst das Leistungsspektrum alle Phasen der Projektierung und des Betriebs von Windparks.

PNE befindet sich aktuell im Umbau

Besonders spannend: Das Unternehmen befindet sich derzeit im Umbau. Die strategische Ausrichtung von PNE umfasst künftig die gesamte Wertschöpfungskette der Erneuerbaren Energien sowie die Veredelung von Strom.

Neben der Windenergie sind zukünftig Photovoltaik, Speicherung und die Power-to-X-Technologie mit einem Schwerpunkt bei Wasserstoff Teil des Leistungsangebotes von PNE. Das Unternehmen beschäftigt derzeit rund 400 Mitarbeiter.

Starke Vorabzahlen

PNE erwartet nach vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2020 einen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) zwischen 24 und 28 Mio. Euro. Die jüngste Prognose des Unternehmens sah nur ein EBITDA zwischen 15 und 20 Mio. Euro vor.

Das operative Ergebnis (EBIT) wird nach vorläufigen Zahlen im mittleren bis oberen Bereich der jüngsten Prognose (5 bis 10 Mio. Euro) erwartet. Vor allem im 4. Quartal verlief das Geschäft für PNE besser als zunächst angenommen, teilte das Unternehmen heute mit.

Das betraf die Stromerzeugung ebenso wie das Projektgeschäft. Für den Vorstand unterstreicht dieser Geschäftsverlauf zugleich, dass sich die PNE-Gruppe bei der Entwicklung zu einem „Clean Energy Solutions Provider” auf dem richtigen Weg befindet.

PNE-Aktie im Fokus

Schauen wir abschließend noch kurz auf die PNE-Aktie: Die Aktie hat sich im vergangenen Jahr (nach dem Corona-bedingten Tief im März) sehr gut entwickelt. Das sehen Sie auch im folgenden 1-Jahres-Chart zur PNE-Aktie.

Quelle: www.aktienscreener.com/rolf-morrien

Dennoch hat das Papier weiteres Potenzial nach oben. Denn erstens ist die Bewertung trotz des Kursanstiegs im vergangenen Jahr nicht zu ambitioniert, zweitens profitiert PNE sehr von der anstehenden Energiewende und vom Wasserstoff-Boom und drittens ist PNE heißer Übernahme-Kandidat.

Der Infrastrukturfonds von Morgan Stanley ist Großaktionär bei PNE und könnte eine vollständige Übernahme anstreben. Weitere Informationen zu PNE finden Sie in meinem Börsendienst „Der Depot-Optimierer“.

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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands und teilt seine Expertise bereits seit rund 20 Jahren als Chefredakteur von „Morriens Depot-Brief“ (für den erfolgreichen Börsenstart), dem „Depot-Optimierer“ (Vermögensaufbau mit Value-Ansatz) und von „Rolf Morriens Power Depot“ (dynamisches Trading-Depot) sowohl mit Börseneinsteigern als auch mit ambitionierten Privatanlegern.

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