Politik zerstört die Wirtschaft – Es trifft auch die Beteiligungs-Gesellschaften

Das Börsenjahr 2016 hat sich bisweilen eher unterdurchschnittlich entwickelt.

Die Zentralbanken fluten mit ihren niedrigen Zinsen die Finanzwelt mit billigem Geld. Doch was eigentlich die Investitionslaune ankurbeln sollte, wird als unternehmerische Gefahr gewertet.

Es kommt zu einem Investitionsstau. Ein volatiler Rohstoffmarkt, kaputte Devisenmärkte und die Absatz-Probleme rund um China sind nur einige Herausforderungen, die gelöst werden müssen.

Hinzu kommen all die Probleme rund um Europa, Russland und der umstrittenen US-Wahl. Immer mehr verzahnt sich Politik und Wirtschaft – eine bedenkliche Entwicklung?

Zumindest für unser chinesisches Konglomerat CK Hutchison Holdings könnte die Wirtschaft etwas weniger Politik vertragen.

Denn die EU-Kommission hat in letzter Minute die Übernahme der britischen Mobilfunk-Tochter O2 gekippt. Damit wird es für die Chinesen immer schwieriger in Europa Fuß zu fassen.

Zurückhaltung ist Trumpf

Auch die Deutsche Beteiligungs AG hat sich in den ersten 9 Monaten mit ihren Investitionen in das eigene Unternehmens-Portfolio zurückgehalten.

Diese gingen sogar um über 60% zurück. Grund dafür sind die anhaltenden Unsicherheiten an den Kapitalmärkten.

Derzeit macht es für die langfristig orientierte Investoren-Holding mehr Sinn abzuwarten, um so günstigere Kaufgelegenheiten wahrzunehmen. Die Vergangenheit gibt dem Konglomerat Recht.

Die Wertentwicklung in der langfristigen Betrachtung ist bemerkenswert – egal, ob Bullen- oder Bärenmarkt: Die Deutsche Beteiligungs AG bleibt eine gute Investment-Entscheidung.

Auch das US-Konglomerat 3M kann in fast jeder Marktlage überzeugen:

In den ersten 9 Monaten 2016 hat der Konzern seinen Gewinn über 6% verbessert, obwohl die Nachfrage aus den führenden Industriestaaten stetig abgenommen hat.

Jetzt steht die regionale Expansion auf dem Programm. Damit sollten sich in den nächsten Monaten einige Wachstums-Impulse ergeben.

Dazu sollen in den USA einige Stellen gestrichen werden. Im Gegenzug plant 3M eine Expansionswelle in der Asien-Pazifik-Region.

Deutscher Mittelstand ist Wachstumsmotor

Doch wer solides Wachstum sucht, braucht nicht bis nach Asien oder Übersee zu schauen. Auch in Deutschland können sich hervorragende Wachstums-Chancen ergeben.

Besonders hervorzuheben ist hier der deutsche Mittelstand – ein eigener Wirtschaftsmotor, um den uns die ganze Welt beneidet.

Genau dieses Potenzial hat sich Aurelius und die INDUS Holding zum Geschäftsmodell gemacht.

Beide Unternehmen investieren fast ausschließlich in die deutsche Wirtschaft, vorzugsweise in mittelständische Unternehmen. Besonders Aurelius hat in der Vergangenheit so beeindruckende Erfolge erzielt.

Der Mischkonzern hat es sich auf die Fahnen geschrieben, angeschlagene Unternehmen aufzukaufen und wieder fit zu machen. Aurelius investiert also in Firmen mit temporären Problemen.

Daher kann man das Beteiligungs-Unternehmen durchaus als kleinen Bruder der legendären Berkshire Hathaway bezeichnen.

16. Dezember 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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