Polytec: Österreichischer Autozulieferer weiterhin in der Spur

Der österreichische Automobil-Zulieferer Polytec bietet nach 120% Kurs-Plus in den vergangenen 10 Monaten weiteres Potenzial nach oben. (Foto: everything possible / Shutterstock.com)

Kennen Sie den österreichischen Automobil-Zulieferer Polytecnoch auch noch nicht?

Dann möchte ich Ihnen diesen zunächst kurz vorstellen, bevor ich auf dessen aktuelle Situation, das jüngste Zahlenwerk und die Perspektiven eingehe.

Das ist Polytec

Das Unternehmen wurde 1986 als Polytec Elastoform GmbH von Friedrich Huemer in Grieskirchen (Oberösterreich) gegründet. Seit 1995 wird die Automobil-Industrie beliefert.

Im Jahr 2000 übernahm die Beteiligungs-Gesellschaft Capvis die Mehrheit am Konzern. Dies ermöglichte den Erwerb von Kunststoff-Werken in Italien und Schweden.

Durch beständiges Wachstum und weitere Übernahmen wuchs der Umsatz auf über 500 Mio. € im Jahr 2005.

Im Folgejahr ging Polytec an die Börse, während Capvis aus dem Unternehmen ausstieg. Firmengründer Friedrich Huemer hält weiterhin über 30% der Anteile.

Heute ist Polytec als Autozulieferer und Kunststoff-Verarbeiter tätig, so ist der Betrieb:

  • Komplett-Anbieter im Bereich Spritzguss,
  • Spezialist für faserverstärkte Kunststoffe
  • sowie Produzent von Original-Zubehörteilen aus Kunststoff und Edelstahl.

Mehr als 120% Kurs-Plus seit November 2016

Warum Sie Polytec kennen sollten? – Ganz einfach:

Weil die Polytec-Aktie seit November 2016 – also innerhalb von 10 Monaten – um mehr als 120% zugelegt hat und ich dennoch weiteres Potenzial sehe.

Denn trotz des deutlichen Kurs-Anstiegs in den vergangenen 10 Monaten kommt die Firma gemessen an den Gewinn-Prognosen für 2017 gerade einmal auf ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 8.

Das ist selbst für einen Automobil-Zulieferer (diese werden traditionell mit vergleichsweise niedrigen KGVs gehandelt) ein günstiger Wert.

Die jüngsten Zahlen im Überblick

Kommen wir nun zu den jüngsten Zahlen des Unternehmens:

Polytec schaffte im 1. Halbjahr 2017 ein sehr gutes Umsatz-Plus von 6,7%. Besonders erfreulich ist, dass man in sämtlichen Geschäftsbereichen zulegen konnte.

Deutlich überproportional zum Umsatz legte Polytec beim Ergebnis zu:

Der operative Gewinn (EBIT) verbesserte sich um 54,4% auf 31,3 Mio. €. Das bedeutet bei der operativen Gewinnmarge (EBIT-Marge) ein Plus von 2,8 Prozentpunkten auf 9,0%.

Der Netto-Gewinn legte um 74,2% auf 22,6 Mio. € zu. Der Gewinn je Aktie stieg somit von 0,57 auf 1,01 €.

Zwar ließ sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis die Dynamik aus dem extrem starken 1. Quartal 2017 etwas nach.

Dennoch waren auch die Wachstumsraten im 2. Quartal mehr als ordentlich.

Fazit

Sie sehen: Bei Polytec ging es in den zurückliegenden Monaten nicht nur beim Aktienkurs bergauf, sondern auch bei Umsatz und Gewinn.

Ich rechne, wie bereits erwähnt, mit weiterem Wachstum und einer Verteidigung der hohen Gewinn-Margen.

Und daher sollten Sie sich die Polytec-Aktie aus meiner Sicht einmal näher anschauen, falls Sie dies noch nicht getan haben.

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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