Porr: Österreichischer Bau-Spezialist mit guter Perspektive

Lernen Sie im hier vorliegenden Beitrag von Tobias Schöneich das älteste börsennotierte Unternehmen Österreichs kennen, den Baukonzern Porr: (Foto: Gitanna)

De österreichische Bau-Spezialist Porr ist ein echtes Traditions-Unternehmen.

Porr: Eine der größten Baufirmen Österreichs

Die Ursprünge der heutigen Porr AG reichen zurück bis ins Jahr 1869. Damals wurde der Betrieb unter dem Namen „Allgemeine österreichische Baugesellschaft” als Aktiengesellschaft gegründet.

Damit ist Porr der älteste börsennotierte Konzern aus unserem Nachbarland Österreich.

Heute ist Porr eine der größten Baufirmen Österreichs und gehört zu den führenden Anbietern in Europa.

Als sogenannter Full-Service-Provider bietet Porr alle Leistungen im Hoch-, Tief- und Infrastrukturbau entlang der gesamten Wertschöpfungskette Bau an.

Das Unternehmen hat seinen Sitz in Wien und beschäftigt weltweit rund 15.000 Mitarbeiter.

Die aktuellen Zahlen im Überblick

Porr hat erst kürzlich seine Zahlen für das 1. Quartal des laufenden Geschäftsjahres vorgelegt:

Der österreichische Bau-Spezialist startete mit einem dicken Auftragsplus von 22,4% und steigerte den Vorjahreswert auf 1,49 Mrd. €.

Zugleich schraubte Porr seinen Auftrags-Bestand auf einen neuen Rekordwert von 5,5 Mrd. €. Das bedeutet ein Plus von 7,3%.

Damit hat die österreichische Traditionsfirma in den ersten 3 Monaten dieses Jahres viel dafür getan, dass die Umsätze und Gewinne auf Jahressicht abermals anziehen werden.

Naga Group: Hier haben sich einige verzocktDem Hamburger Fin-Tech Unternehmen Naga Group gelang ein Traumdebüt an der Börse. Aus diesem Traum wurde ein Albtraum. › mehr lesen

Im 1. Quartal blieb Porr dagegen aufgrund des wetterbedingt späten Starts in die Bausaison beim Ergebnis hinter dem Vorjahres-Quartal zurück.

Das ist jedoch kein Grund zur Sorge, da es sich dabei im Wesentlichen um Verschiebungen nach hinten handelt.

Insofern läuft mit Blick auf das Gesamtjahres-Ergebnis nach wie vor alles nach Plan.

Das wird auch daran deutlich, dass Porr im Rahmen der Vorlage der jüngsten Quartalszahlen die Ziele für das Geschäftsjahr 2017 bestätigt hat.

Porr setzt auf Digitalisierung

Ein Thema, das für Porr aktuell und auch in Zukunft von großer Wichtigkeit ist, ist die fortschreitende Digitalisierung der Bauwelt.

Dafür investiert Porr jedes Jahr einen mittleren 2-stelligen Millionenbetrag.

„Wir haben seit 2011 Erfahrung mit BIM (Bauwerksdaten-Modellierung), haben einen Großteil unserer Baumaschinen digitalisiert und alle unsere Mitarbeiter mit mobilen Endgeräten ausgestattet – nicht um sie zu überwachen, sondern um ihnen zu helfen, vor Ort die richtigen Entscheidungen zu treffen”, so Karl-Heinz Strauss, Vorstands-Chef und Großaktionär von Porr.

Im Rahmen der „Roadmap 2020” (mittelfristige strategische Planung) soll es 2017 v. a. um die Digitalisierung der Wertschöpfungskette und die Schaffung einer Basis für durchgängig digitale Prozesse, 2018 dann um die Digitalisierung des kaufmännischen und technischen Workflows (Arbeits-Abläufe) gehen.

Die Porr-Aktie ist von August 2016 bis Februar 2017 von knapp 26 auf über 41 € gestiegen, dann aber in der Folge wieder auf unter 30 € abgerutscht.

Da operativ bei Porr nach wie vor alles nach Plan läuft, bietet Ihnen die aktuelle Korrektur bei der Porr-Aktie aus meiner Sicht eine günstige Einstiegsgelegenheit.


© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.