Porsche-Aktie mit 50% Plus in 3 Monaten

Die Aktie der Porsche SE legte in den vergangenen 3 Monaten „still und heimlich“ um 50% zu. Erhalten Sie hier mehr Informationen dazu: (Foto: Cineberg / Shutterstock.com)

Das wird wahrscheinlich auch Sie als Aktionär freuen:

Nach einer längeren Schwäche-Phase sind die Aktien deutscher Autobauer wieder gefragt und notieren deutlich über dem Jahres-Tief.

Hinzu kommen noch die oft attraktiven Dividenden, welche im Frühjahr ausgeschüttet wurden.

Porsche-Aktie: Kauf-Empfehlung war richtig

Vor 6 Monaten empfahl ich den Lesern meines Börsendienstes „Depot-Optimierer“ den Kauf der Porsche-Aktie. Heute weiß ich 2 Dinge:

  1. dass die Kauf-Empfehlung grundsätzlich goldrichtig war.
  2. dass ich zum Zeitpunkt meiner Empfehlung etwas zu früh dran war (typischer „Timing-Fehler“ bei Value-Investments an der Börse).

Denn die Porsche-Aktie legte nach meiner Kauf-Empfehlung zunächst den Rückwärtsgang ein, um dann aber in den vergangenen 3 Monaten sehr dynamisch nach oben auszubrechen.

Allein in den vergangenen 3 Monaten legte die Aktie um rund 50% zu – ein tolles Ergebnis!

Gleich werde ich auf die jüngsten Zahlen von Porsche eingehen und Ihnen eine aktuelle Einschätzung zur Porsche-Aktie geben.

Zuvor möchte ich Ihnen aber kurz erläutern, warum die Porsche-Aktie mit dem Sportwagenbauer Porsche gar nicht einmal allzu viel zu tun hat:

Porsche ist nicht gleich Porsche

Ich gehe davon aus, dass die meisten von Ihnen bei der Porsche SE unweigerlich an den Sportwagenbauer aus Stuttgart denken – das ist jedoch falsch!

Falls ich jetzt bei Ihnen für Verwirrung gesorgt habe: keine Sorge, die Verwirrung wird sofort aufgelöst!

Wenn Sie Aktien der börsennotierten Porsche SE kaufen, erwerben Sie nur indirekt Anteile am operativen Geschäft des Zuffenhausener Sportwagen-Herstellers.

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Denn die Porsche SE ist nicht gleichzusetzen mit dem Sportwagen-Hersteller Porsche.

Die heutige Porsche SE ist vielmehr eine Beteiligungs-Gesellschaft, deren mit Abstand größte Beteiligung ein signifikanter Anteil der Stammaktien von VW ist.

Und das operative Geschäft von Porsche (Bau von Sportwagen) gehört zum VW-Konzern.

Konkret: Die Porsche SE hält einen Anteil von 52,2% an den Stammaktien von VW. Das entspricht einem Anteil von 30,8% am gezeichneten Kapital des Wolfsburger Konzerns.

Darüber hinaus hält die Porsche SE weitere Beteiligungen.

Aktuelle Zahlen und Perspektiven

Die Porsche SE hat in den ersten 9 Monaten des laufenden Jahres einen Netto-Gewinn in Höhe von 2,2 Mrd. € erzielt.

Das bedeutet gegenüber dem Vorjahres-Zeitraum ein Plus von satten 34%. Die Netto-Liquidität des Unternehmens belief sich zum Ende des 3. Quartals (Ende September) auf 961 Mio. €.

Das Eigenkapital des Konzerns erhöhte sich von 27,89 Mrd. € per Ende 2016 auf 30,44 Mrd. € zum Ende des 3. Quartals 2017.

Die Porsche SE geht auf Grundlage ihrer derzeitigen Konzern-Struktur – v. a. aufgrund der Erwartungen des VW-Konzerns zu seiner künftigen Entwicklung und der bestehenden Unsicherheiten in Bezug auf mögliche Sondereffekte im Zusammenhang mit der Diesel-Thematik – für das Geschäftsjahr 2017 weiterhin von einem Firmen-Ergebnis nach Steuern zwischen 2,1 und 3,1 Mrd. € aus.

Zudem strebt die Porsche SE unverändert eine positive Netto-Liquidität an, die sich zum 31. Dezember 2017 ohne Berücksichtigung künftiger Investitionen voraussichtlich zwischen 0,7 und 1,2 Mrd. € bewegen wird.

Aufgrund des zuletzt rasanten Anstiegs der Porsche-Aktie ist die Position für mich derzeit eher ein Kandidat für die Beobachtungsliste als ein klarer Kauf-Kandidat.

Sofern Sie bei Porsche bereits investiert sind, spricht aktuell aber nichts für einen Verkauf.


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Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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