Positionieren Sie sich jetzt für den nächsten Aufschwung

Gestern zog der DAX kräftig. Dies ändert nichts daran, dass die Aktienmärkte seit Wochen mehr oder minder richtungslos hin und her pendeln.

Einige Störfaktoren sorgen weiterhin für Verunsicherung unter den Anlegern. Dies spiegelt auch der ZEW-Index wider, den das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) gestern veröffentlichte.

ZEW-Konjunkturindex geht deutlich zurück

Die ZEZ-Konjunkturerwartungen, die zuvor zweimal in Folge deutlich gestiegen waren, gingen im Mai deutlich von 11,2 auf nur noch 6,4 Punkte zurück. Im Vorfeld war eine leichte Verbesserung auf 12,0 Zähler erwartet worden. Auch unter den befragten Finanzprofis hat sich die Stimmung also eingetrübt.

Verbessert hat sich dagegen die Bewertung der derzeitigen konjunkturellen Lage in Deutschland. Der entsprechende Index legte um 5,4 auf 53,1 Punkte zu. Die Erwartungen von 49,0 Zählern wurden hier übertroffen.

Unsicherheitsfaktor „Brexit“

Ausschlaggebend für die eingetrübte Stimmung sind verschiedene Störfaktoren. Neben der anstehenden Sitzung der US-Notenbank Fed schwebt derzeit vor allem ein Ereignis wie ein Damoklesschwert über den Märken. Stichwort „Brexit“. Am 23. Juni stimmt Großbritannien über den Verbleib in der EU ab.

Aktuellen Umfragen zufolge haben die EU-Befürworter momentan zwar relativ deutlich die Nase vorn. Eine Garantie für ein positives Votum ist dies jedoch nicht. Die Unsicherheit über den Verbleib Großbritanniens in der EU erweist sich derzeit noch als Bremsklotz für die Aktienkurse.

Mittelfristig bleiben die Perspektiven gut

In diesem Umfeld halte ich es eher für unwahrscheinlich, dass DAX & Co. kurzfristig den Turbo zünden. Auf mittlere Sicht sehe ich jedoch unverändert gute Perspektiven für die Aktienmärkte. Nicht nur deshalb, weil es im aktuellen Niedrigzinsumfeld zu Aktien schlicht keine Alternative gibt. Sondern auch, weil gerade deutsche Aktien nach wie vor relativ günstig bewertet sind.

So liegt das Kurs/Gewinn-Verhältnis im deutschen Leitindex DAX aktuell bei knapp 13 – deutlich unter dem historischen Durchschnitt. Daher sehe ich gute Chancen, dass der DAX nach der Abwärtsbewegung seit dem Allzeithoch im April letzten Jahres bei knapp 12.400 Zählern im zweiten Halbjahr die nachhaltige Wende schafft. Mittelfristig traue ich dem Index eine Rückkehr auf über 12.000 Punkte zu.

Anleger mit Weitblick nutzen die Chancen, die sich jetzt bieten

Derzeit ist einfach ein wenig Geduld gefragt. Als Anleger mit Weitblick können Sie das derzeitige Hin und Her aber für sich ausnutzen und günstige Einstiegschancen beim Schopfe packen. Wichtig ist dabei für Sie, nicht einfach nur auf den Index zu setzen, sondern in die „richtigen“ Werte zu investieren.

Denn obwohl der breite Markt ohne klaren Trend seitwärts pendelt, gibt es zahlreiche Aktien, die durch einen nachhaltigen Aufwärtstrend glänzen. Wenn Sie sich die derzeit noch andauernde Konsolidierung nutzen, um sich hier zu positionieren, werden Sie beim nächsten Aufschwung überproportional profitieren. In „Kapitalmarkt Trends“ stelle ich Ihnen regelmäßig aussichtsreiche Trend-Werte vor, die Ihnen gute Gewinnchancen bieten.

25. Mai 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Kelnberger. Über den Autor

Chefanalyst Michael Kelnberger ist der Experte für Aktien. Er setzt auf nachweislich erfolgreiche Anlage-Strategien: Die Trend-Strategie im Dienst Volltreffer Aktien und die mechanische Handlungsstrategie im Ranglisten Investor. So erzielt er für seine Leser beider Dienste stets überdurchschnittliche Renditen. Profitieren auch Sie von seinem Know-How.

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