Positiv für Goldpreis: COMEX-Bestände stabilisieren sich

Die Abwärts-Dynamik beim Goldpreis hat nach den Crash-artigen Abwärts-Bewegungen aus dem Frühjahr und Sommer deutlich nachgelassen.

Nach den Preistiefs Ende Juni und im Dezember hat der Goldpreis hat jetzt die Chance einen Doppelboden im Chart auszubilden.

Doch eine Chart-Formation allein wird nicht ausreichen, um eine nachhaltige Erholungs-Bewegung beim Goldpreis auszulösen.

Neben fundamentalen Faktoren, wie einer ansteigenden Inflationsrate, wäre eine Rückkehr der Investment-Nachfrage hilfreich.

Der Verlauf des Goldpreises lädt nach dem Blutbad bis zur Jahresmitte auf den 1. Blick nicht dazu ein, neue Investoren anzulocken.

Doch bei genauerer Betrachtung zeigt sich, dass die Investment-Nachfrage nach dem gelben Edelmetall wieder zunimmt.

Goldbestände an der COMEX geben Aufschluss über Investment-Nachfrage

Ein Indikator, um die Nachfrage von Spekulanten nach Gold zu messen, sind die eingelagerten Goldbestände bei der New Yorker Rohstoffbörse COMEX.

Neben dem Handel bietet die COMEX als zusätzlichen Service auch die Einlagerung von Gold an. Dieser Service wird vor allem von Banken in Anspruch genommen.

Die Goldbestände können somit z. B. zwischen Kunden der Bank sehr einfach transferiert werden.

Die Goldbestände bei der COMEX werden allerdings auch für die Abrechnung von Terminkontrakten auf Gold genutzt. Dazu müssen die Bestände als „registered“ (registriert) gemeldet sein.

Sind sie nicht registriert, dann sind die Bestände lediglich „eligible“ (qualifiziert). Diese Bestände können anders als die registrierten Bestände nicht zur Abrechnung von Terminkontrakten genutzt werden.

Die registrierten Bestände sind also eher dazu geeignet, Aufschluss über die spekulative Investment-Nachfrage nach Gold zu geben.

Investment-Nachfrage nach Gold steigt wieder

Was sagen die Goldbestände bei der COMEX nun also darüber aus, ob der Goldpreis die Chance auf eine Trendwende hat?

Werfen Sie hierzu einen Blick auf den folgenden Chart:

Goldpreis vs. COMEX-Goldbestände

COMEX_Gold_2013_12

Oben sehen Sie in orange den Verlauf des Goldpreises. Darunter sehen Sie in hellgrün die Entwicklung der qualifizierten Goldbestände. Wichtiger für uns ist allerdings die Entwicklung der registrierten Goldbestände in dunkelgrün.

Wie Sie sehen, wurde das letzte bedeutende Hoch des Goldpreises im September 2011 nicht mehr durch ein neues Hoch in der Investment-Nachfrage bei den registrierten Goldbeständen bestätigt (roter Kreis).

Ein steiler Aufwärtstrend des Goldpreises benötigt auch eine gesteigerte Nachfrage. Dass die spekulative Nachfrage damals nicht mehr mit der Dynamik des Goldpreises mithalten konnte, war ein ernsthaftes Warnzeichen.

Und heute?

Wie Sie am rechten Rand des Charts sehen, stabilisiert sich die Investment-Nachfrage nach Gold wieder auf niedrigem Niveau (gelber Kreis). Noch sind die Erholungstendenzen „ein zartes Pflänzchen“.

Doch angesichts des Katastrophen-Jahres 2013 beim Goldpreis, wäre eine noch stärkere Zunahme der Investment-Nachfrage schon sehr verwunderlich.

Fakt ist jedoch: Mit der Stabilisierung der Goldbestände an der COMEX erhalten wir ein weiteres positives Zeichen dafür, dass der Goldpreis seine laufende Bodenbildung erfolgreich abschließen kann.

24. Dezember 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.

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