Preissprung bei vielen Rohstoffen: Das steckt dahinter

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In der vergangenen Woche legten die meisten Rohstoffe eine Top-Performance hin. Insgesamt war es die beste Woche seit dem Jahr 2012. (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

Schon gestern habe ich an dieser Stelle auf die zuletzt starke Entwicklung bei den Rohstoffen hingewiesen.

Mein Fokus lag dabei auf den Edelmetallen. Doch auch in anderen Rohstoff-Segmenten ging es zuletzt deutlich nach oben.

Speziell bei den Industrie-Rohstoffen steckt dabei eine klare Meldung dahinter.

Darauf verweist auch mein GeVestor-Kollege Oliver Gross, der Chefredakteur des Börsendienstes „Der Rohstoff-Anleger“ in seiner brandaktuellen Marktanalyse.

Lesen Sie heute seine Analyse – mit einigen wirklich erstaunlichen Erkenntnissen:

„Die Ankündigung einer bedeutenden Produktionsdrosselung von Minengigant Glencore verfehlte letzte Woche nicht ihre Wirkung.

Parallel startete ein großer Short Squeeze, d. h. Leerverkäufer mussten einen großen Teil ihrer Short-Positionen schließen, was die Rohstoffpreis-Rally zunehmend befeuerte.

Am Freitagabend stand die beste Handelswoche seit mehr als 3 Jahren zu Buche. Das sind großartige und sehr wichtige Entwicklungen im Gesamtbild.

Denn nach einem brutalen Ausverkauf während des 3. Quartals startete endlich mal eine richtige Gegenbewegung.

Genau solch eine starke Gegenreaktion brauchte die tief gefallene Minenbranche. Das Timing der massiven Rallye war herausragend.

So ein dickes Grün haben wir bei den Rohstoffen binnen einer Woche seit 2012 nicht mehr gesehen.

Auch wenn es noch nicht sicher ist, dass die finale Talsohle wirklich nachhaltig durchschritten wurde, sahen wir in jedem Fall einige sehr eindrucksvolle und starke Impulse, die Hoffnung auf sehr viel mehr machen.

Ich habe gesehen, dass dem Minen- und Rohstoffbranche letzte Woche neues Leben eingehaucht wurde und das war auf sehr vielen Ebenen ein sehr wichtiges Signal.

Analysten und Rohstoffpreise: Die berühmten Fahnen im Wind

Letzte Woche habe ich für Sie auch ein anderes Phänomen erneut beobachten können.

Sämtliche Banken und Analysten hatten für den Rohstoffmarkt in der vorletzten Woche noch extrem schwarzgesehen und die bärischen Prognosen (Verschärfung der Krise) hatten seit Mitte September („Glencore-Crash“) nochmals erheblich zugenommen.

Untergangsstimmung machte sich breit. Nun auf einmal sprangen einige Analysten auf den rasenden Zug in der letzten Woche auf und drehten auf einmal ihre Einschätzung um teilweise 180 Grad um.

Zum Beispiel blies die Finanzkrake Morgan Stanley im großen Stil zum Einstieg im Rohstoff- und Minensektor.

Sie sehen hier, dass der überwiegende Großteil der Analysten einfach nur dem Markt hinterher läuft und teilweise völlig sinnlose Empfehlungen gibt, die ein paar Tage später komplett nichtig werden können.

Daher lassen Sie sich niemals von den emotionalen Medien und launischen Analysten verrückt machen!“

Soweit die Analyse von Oliver Gross, dem Chefredakteur des Börsendienstes „Der Rohstoff-Anleger“. Bei seinen Empfehlungen hat er immer direkt die Performance für seine Leser im Blick.

In schwierigen Zeiten wie in den vergangenen Monaten hat er massiv Positionen abgebaut, um wieder viel frisches Kapital für neue Investments zur Verfügung zu haben.

Noch analysiert er den Markt intensiv – aber er ist bereit jederzeit wieder massiv einzusteigen.


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Heiko Böhmer
Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

Ob DAX-Titel, Rohstoff oder Emerging Marktes-Aktie: Heiko Böhmer bringt Ihnen in seinem täglichen Newsletter diese Themen näher. Neue Trends findet er dabei vor allem auf den vielen Reisen zu Finanzmessen im In- und Ausland, über die er in seinem Newsletter ausführlich berichtet.