Preiswert und gut zum Börsenstar

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Autokonzerne haben es schwer. Doch es gibt Ausnahmen. Erfahren Sie mehr über einen unserer Favoriten. (Foto: Monster Ztudio / shutterstock.com)

Wie halten Sie es denn mit Autos? Sind Sie ein Autonarr, der sich an modernster Technik, einem brabbelnden Sechszylinder und satter Beschleunigung erfreuen kann? Oder mögen Sie es lieber praktisch, bequem und sicher? Eine Automarke hat sich während der vergangenen Jahre ein ganz besonderes Image erarbeitet. Die Rede ist von Ford. Die Fahrzeuge der Mittelklasse gelten vielen Kunden als solide Sparwunder.

Neueste Errungenschaften, wie Assistenten und anderen Schnickschnack gibt bei Ford zwar oft erst ein wenig später, dafür aber dann zu geringen Aufpreisen. Auch der Service in Vertragswerkstätten – im Vergleich zu Premium-Marken unglaublich günstig. Da ist es kein Wunder, dass Ford viele Freunde hat. Doch wie steht es um die Aktie? Kann das Unternehmen von seiner Preispolitik profitieren?

Sparprogramm zeigt Wirkung

Ford ist einer der ältesten Autobauer der Welt. Der amerikanische Automobilhersteller produziert neben Pkws auch Landmaschinen, Lkws und Geländewagen und bietet ergänzende Produkte und Dienstleistungen rund um das Auto an. Die Markenpalette umfasst Ford, Lincoln, Mercury und Mazda. Die Luxusmarken Jaguar und Land Rover sowie Volvo wurden verkauft.  Das Sparprogramm des zweitgrößten amerikanischen Autobauers zeigt erste Wirkungen.

Der Gewinn kletterte um 9% auf 1,74 Mrd $. Im 1. Quartal stieg der Umsatz um 7,2% auf knapp 42 Mrd $. Nach einem steilen Kursrückgang Anfang des Jahres reagierten die Börsen positiv auf die Quartalszahlen. Ford kündigt weitere Kostensenkungen an. Bis 2022 sollen 25,5 Mrd $ gespart werden. Im Herbst sprach man noch von 14 Mrd $.

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Der neue CEO Jim Hackett möchte das Unternehmen fit für die Zukunft machen. Geschäftsbereiche, die seinen Anforderungen nicht entsprechen, werden schlicht eingestellt. So werden in Nordamerika, mit Ausnahmen wie dem Mustang, keine Mittel in die Entwicklung von klassischen Limousinen mehr gesteckt. Der Konzern möchte sich gänzlich auf die dort beliebten SUVs und Pick-up-Trucks konzentrieren.

Ford: Die tun was für die Zukunft

Bei modernen Technologien ist Ford der Konkurrenz derzeit unterlegen. Um dies zu ändern, sollen bis 2022 11 Mrd $ in die Entwicklung von Elektrofahrzeugen investiert werden. Das Ziel der Initiative sind 16 elektrisch angetriebene und 24 Hybridfahrzeuge in den nächsten 4 Jahren. Bereits 2020 soll eine Hybridversion der F-Serie auf den Markt kommen.

Der Pick-up ist das meistverkaufte Auto in Amerika und Fords wichtigstes Produkt. Auch auf dem Gebiet des autonomen Fahrens macht Ford deutliche Fortschritte. Zusammen mit der Pizzakette Domino’s testet Ford Auslieferungen durch Roboterautos. Für Ford ist diese Kooperation ein Testlauf und eine Investition in die Zukunft.


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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.