Private Rentenversicherung: für Anleger mit hohem Sicherheitsbedürfnis

Bei der privaten Rentenversicherung zahlen Sie entweder einmalig einen größeren Betrag oder monatliche oder jährliche Raten über einen längeren Zeitraum in Ihre Versicherung ein.

Ähnlich wie bei der Kapital-Lebensversicherung wird Ihnen darauf gegenwärtig eine Mindestverzinsung von 3,25% garantiert, die tatsächliche Rendite liegt aber über diesem Satz. Die Höhe hängt davon ab, wie gut oder schlecht die Versicherung mit Ihrem Geld gewirtschaftet hat und welche Renditen am Kapitalmarkt überhaupt zu erzielen sind.

Da die private Rentenversicherung keinen Todesfallschutz bietet, wird sie für Sie vor allem dann in Frage kommen, wenn Sie allein stehend sind und sich eine steuerbegünstigte (zusätzliche) private Rente aufbauen wollen.

Ihre Beiträge zur Rentenversicherung können Sie innerhalb der geltenden Höchstbeträge als Sonderausgaben steuerlich geltend machen. Wenn Sie als jetzt 30Jähriger beispielsweise noch 30 Jahre lang monatlich 150 Euro sparen, können Sie danach etwa 175.000 Euro steuerfrei vereinnahmen, wenn der Betrag auf einmal ausgezahlt wird und der Vertrag mindestens 12 Jahre lang bestand. Bei einer langfristig unterstellten Rendite von etwa 7% würden Sie sich damit aber auch eine monatliche Rente von gut 1.250 Euro sichern können, die dann allerdings wiederum steuerpflichtig ist.

Falls Sie sich bereits im Rentenalter befinden oder kurz davor stehen, kommt eine solche Versicherung für Sie auch in Form einer Leibrente in Frage. Dann zahlen Sie einen hohen Betrag einmalig ein und erhalten daraus ab dem folgenden Monat eine Rentenzahlung. Dabei haben Sie vielfältige Möglichkeiten, die Höhe dieser Rente zu gestalten: je größer beispielsweise der von Ihnen gewünschte monatliche Betrag, desto kürzer die garantierte Mindestlaufzeit.

Da private Rentenversicherungen im Normalfall die Bedingungen erfüllen, die für eine Anerkennung als RiesterRente erforderlich sind, werden Sie darauf als Arbeitnehmer auch die staatliche Förderung erhalten können.

Statt der Auszahlung Ihrer Sparleistungen in Form einer lebenslangen Rente können Sie sich den Betrag aber auch auf einmal auszahlen lassen. In diesem Fall müssen Sie aber auf die RiesterFörderung verzichten.

Plus und Minus auf einen Blick

+ garantierte Mindestverzinsung Ihres Kapitals, Wahlmöglichkeit zwischen Einmalzahlung und Verrentung, RiesterFörderung bei Auszahlung als monatliche lebenslange Rente, steuerfreie Auszahlung des angesparten Kapitals nach 12 Jahren Mindestlaufzeit

– kein Hinterbliebenenschutz, relativ geringe Renditen, Tendenz: weiter fallend, Nachteile bei vorzeitiger Kündigung

Fondsgebundene Lebens oder Rentenversicherung: für risikobewusste Anleger

Bei der fondsgebundenen Lebens und der fondsgebundenen Rentenversicherung wird Ihr Geld von vornherein in ausgewählten Investmentfonds angelegt.

Da gute Aktienfonds beispielsweise langfristig durchschnittliche Renditen von um 10% und darüber versprechen, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sich der Wert Ihres Kapitals bis zum Ende der Laufzeit sehr viel besser entwickelt haben wird als bei Lebens und Rentenversicherungen der üblichen Form. Diese dürfen lediglich bis zu 35% ihrer Anlagebeträge in Aktienfonds investieren.

Umgekehrt gehen Sie mit einer solchen Anlagestrategie aber auch ein höheres Risiko ein, da Sie sich stark von der Börsenentwicklung abhängig machen. Wenn nämlich der Auszahlungszeitpunkt beziehungsweise der vorgesehene Rentenbeginn in eine Phase fällt, in der die Aktienkurse gerade eingebrochen sind, reduziert sich das angesparte Kapital entsprechend.

Bei den meisten Gesellschaften haben Sie in einem solchen Fall aber die Möglichkeit, die Auszahlung oder Verrentung hinauszuschieben, bis sich die Kurse wieder erholt haben.

Um einer solchen negativen Entwicklung vorzubeugen, können Sie bei einigen Anbietern auch vereinbaren, dass Ihr Kapital kurz vor Rentenbeginn in weniger schwankungsbreite Rentenfonds umgeschichtet wird.

Bei der fondsgebundenen Lebensversicherung wird wiederum ein Teil Ihrer Sparraten für die Risikovorsorge abgezweigt. Das bringt entsprechende Renditenachteile mit sich. Beide Varianten kommen für Sie sowohl als Arbeitnehmer wie auch als Freiberufler oder Selbständiger in Frage.

Plus und Minus auf einen Blick

+ hohe Renditechancen wegen Anlage bis zu 100% in Aktienfonds, steuerfreie Auszahlung nach 12 Jahren Mindestlaufzeit bei Lebensversicherungsvariante: Hinterbliebenenschutz, RiesterFörderung bei Auszahlung als Rente und garantiertem Kapitalerhalt zum Rentenbeginn

– hohe Anlagerisiken wegen unsicherer Börsenlage am Ende der Laufzeit, begrenzte oder fehlende Möglichkeit, auf die Auswahl der Fonds, in die ansgespart wird, Einfluss zu nehmen

Alternative: Einrichtung von Fondssparplänen, die Sie völlig selbst steuern, gegebenenfalls verbunden mit einer gesonderten reinen RisikoLebensversicherung.


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20. Juni 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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