Profitieren Sie von den großen Trends: Cloud und Industrie 4.0

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Wir können alles, außer Hochdeutsch. Damit wirbt das Land Baden-Württemberg für seine Industrie und Innovationskraft. (Foto: photobyphm / Shutterstock.com)

Wir können alles, außer Hochdeutsch. Damit wirbt das Land Baden-Württemberg für seine Industrie und Innovationskraft. Wie All for One Steeb zeigt, ist da ein Fünkchen Wahrheit dran. Denn das Unternehmen aus dem beschaulichen Filderstadt gehört zu den großen Mitgestaltern der digitalen Revolution. Und damit auch zu einem ihrer großen Nutznießer.

Was machen die Schwaben?

Big Money mit Big Data. Vereinfacht gesagt: Die Schwaben digitalisieren den Mittelstand. All for One Steeb ist der größte SAP-Partner im deutschsprachigen Raum, vertreibt die Software der Walldorfer samt Wartung und IT-Beratung für rund 2.000 mittelständische Unternehmen vor allem aus der Autoindustrie, dem Anlagenbau und der Konsumgüterbranche. Dabei profitiert der Dienstleister in den kommenden Jahren vor allem von der rasant zunehmenden Digitalisierung der Fabriken (Stichwort: Internet der Dinge) – und den Cloud-Dienstleistungen.

Starkes organisches Wachstum

Nach einem starken 4. Quartal (Umsatz plus 9%, EBIT plus 28%) veröffentlichte All for One Steeb seine vorläufigen Zahlen zum Geschäftsjahr 2017/18 (1. Okt 2017 bis 30. Sep 2018). Demnach konnte das Unternehmen den Umsatz fast ausschließlich organisch um 11% auf 332,5 Mio. € steigern. Beim Umsatz mit Cloud Services und Support wurde ein Plus von 28% auf 59,6 Mio. € erzielt.

Auch die wiederkehrenden Umsätze sind deutlich um 14% auf 155,7 Mio. € angestiegen. Der Umsatz mit Software Lizenzen konnte um 12% auf 43,4 Mio. € gesteigert werden. Auch der Software Support Umsatz wuchs weiter nachhaltig und stieg um 8% auf 96,1 Mio. €. Die Umsätze mit Consulting und Services konnten um 6% auf 133,4 Mio. € gesteigert werden.

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Das Potenzial ist riesig

Enormes Potenzial ergibt sich für All for One Steeb aus der Einführung von S/4/Hana. SAP hat sich mit der Einführung einer komplett neuen Software-Generation mehr als zwei Jahrzehnte Zeit gelassen. Dafür gelang SAP ein Quantensprung. Denn Hana kann nahezu in Echtzeit riesige Datenmengen auswerten und analysieren.

Diese Neuentwicklung ist nötig, da immer mehr Geräte und Maschinen über das Internet der Dinge (Internet of Things) miteinander vernetzt sind und untereinander kommunizieren. Bis 2025 will SAP alle seine Bestandskunden auf Hana umgestellt haben. Das betrifft bei All for One Steeb allein 1.200 Kunden. Schon aus der Umstellung ergibt sich für die Schwaben also erhebliches Zusatzgeschäft.

Das Cloud-Geschäft wird den Umsatz antreiben

Für All for One Steeb dürfte neben Hana vor allem das Cloud-Geschäft der wichtigste Wachstumstreiber der nächsten Jahre sein. Denn immer mehr Software-Anwendungen wandern in die Cloud. Das heißt, die Software wird nicht mehr für jeden Rechner im Unternehmen gekauft und aufgespielt, sondern wird gemietet und liegt wie die dazugehörigen Daten in der IT-Wolke bereit, wo sie von überall genutzt werden kann.

Bezahlt wird im Abo-Modell, wie Sie das vielleicht von Diensten wie Spotify oder Netflix kennen. Das Feld ist für All for One Steeb also bestellt. In den kommenden Jahren rechne ich mit einem konstanten Umsatzwachstum von rund 10% jährlich. Das setzt sich inzwischen auch an der Börse durch. Kleine Kursrücksetzer versüßt Ihnen das Unternehmen mit einer kleinen Dividende.


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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.