Provokante Prognose: Öl und Gold stürzen 2013 ab

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Die Saxo Bank aus Dänemark macht in diesen Tagen Schlagzeilen mit provokanten Prognosen. Bei Öl und Gold halten die Experten einen Absturz für möglich. (Foto: Africa Studio / shutterstock.com)

Mit den provokanten Vorhersagen für 2013 macht die dänische Saxo Bank in diesen Tagen Schlagzeilen.

Neben makroökonomischen Themen wie einem möglichen Abrutschen Spaniens in den Bankrott beschäftigten sich Sten Jakobsen und sein Team auch mit dem Rohstoff-Sektor.

Hier haben die Experten drei provakante Vorhersagen, die ich Ihnen heute etwas genauer vorstellen möchte. Dabei stechen die Ölpreis- und die Goldpreisprognose deutlich aus der Masse heraus.

Beim Gold hält die Saxo-bank einen Absturz auf 1.200 Dollar pro Unze für möglich. Durch die rasche Ausweitung der unkonventionellen Ölvorkommen in den USA ist zusätzlich ein Absturz des Ölpreises auf 50 Dollar pro Barrel möglich.

Ganz wichtig: Die Saxo Bank versteht diese Vorhersagen eher als grobe Orientierung und nicht als exakte Prognose.

In der Tendenz ist es so, dass auch nur zwei oder drei Treffer bei den insgesamt 10  Vorhersagen massive Auswirkungen auf die Wirtschaft haben. Und dazu zählen auch die hier vorgestellten beiden Vorhersagen:

Gold sackt auf 1.200 Dollar ab

Laut der Saxo-Bank wird die US-Wirtschaft 2013 überraschend stark sein. Das wird zu einem Umdenken bei vielen Investoren führen, die Gold bislang eben eher als Absicherung gesehen haben.

Gleichzeitig lässt auch die physische Nachfrage beim Gold nach – vor allem aus den wichtigen Ländern China und Indien.

Somit fällt der Goldpreis erst einmal unter die wichtige 1.500 Dollar-Marke. Und danach folgen massive Liquidationen von Hedge-Fonds, die bis dahin auf der Kaufbereite gestanden hatten.

Durch den massiven Ausverkauf sackt Gold bis auf 1.200 Dollar pro Unze ab. Erst dann ist ein Boden gefunden, den dann Zentralbanken vor allem aus den aufstrebenden Nationen zum Wiedereinstieg nutzen.

WTI Öl sackt auf 50 Dollar pro Barrel ab

In den USA steigt die Ölproduktion weiter massiv an und übertrifft die Erwartungen. Das ist vor allem auch verbesserte Produktionstechnikjen zurückzuführen – vor allem bei den unkonventionellen Schieferölvorkommen.

Gleichzeitig steigen die Lagerbestände bei der wichtigen US-Sorte WTI in die Nähe der 30-Jahres-Rekorde. Dies führt zu einer wahren Ölschwemme in den USA und zu drastisch sinkenden Preisen.

Da auch in vielen Regionen der Welt die Konjunktur lahmt, nimmt auch der Nachfragedruck außerhalb der USA ab. Die OPEC reagiert mit Förderbeschränkungen zu spät auf diese Entwicklung.

Hier muss die OPEC erst einige Länder überzeugen, die bei den Produktionskürzungen zögern, da sie eben zur Tilgung der Staatsschulden dringend auf die Einnahmen aus der Ölproduktion angewiesen sind. Daher verschärft sich auf das Überangebot aus den OPEC-Ländern.

Bei diesen beiden Vorhersagen der Saxo-Bank handelt sich wie gesagt nicht um konkrete Prognosen, sondern eben eher um provokante Vorhersagen. Klar ist aber auf jeden Fall: Sollte eine dieser Vorhersagen eintreffen, steht uns ein turbulentes 2013 bevor.

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