Puma: Aktie des Sportkonzerns kratzt nach starkem Jahresauftakt am Allzeithoch

Nach einer jahrelangen Konsolidierungs-Phase ist die Puma-Aktie geradezu wiederentdeckt worden: Auf Sicht der vergangenen 12 Monate summieren sich die Gewinne auf über 75%.

Seit Jahresanfang können sich die Anleger über einen eindrucksvollen Zuwachs von fast 40% freuen – und das nicht ohne Grund:

Die gerade vorgelegten Ergebnisse für das 1. Quartal belegen nämlich, dass der Sportkonzern nach einer jahrelangen Durststrecke wieder auf Kurs ist.

Viertgrößter Sportartikel-Hersteller der Welt

Bevor ich Ihnen das Zahlenwerk präsentiere, möchte ich Ihnen einen Überblick über die Positionierung des Unternehmens geben:

Der Herzogenauracher Konzern ist mit seinen knapp 11.500 Mitarbeitern der viertgrößte Sportartikel-Hersteller der Welt.

Das Produkt-Sortiment umfasst:

  • Sportschuhe,
  • Bekleidung (ca. 45% bzw. 35% des Umsatzes)
  • und Zubehör (rund 20% des Umsatzes).

Mehr als 95% des Umsatzes werden mit der Marke Puma erzielt, der Nr. 3 Sportschuhmarke weltweit. Daneben gehört Cobra Golf zum Marken-Portfolio.

Starke Position in Schwellenländern

Rund 80% des Umsatzes erzielt der Konzern im Großhandel, allerdings gewinnt der konzerneigene Einzelhandel immer mehr an Bedeutung und steht mittlerweile für fast 20% des Umsatzes.

Ebenso interessant: Puma unterhält keine eigene Fertigung, vor allem bei Sportschuhen und Zubehör werden die Waren fast ausschließlich von asiatischen Herstellern bezogen.

Fast 40% des Umsatzes werden in den Schwellenländern erzielt. Insbesondere in Afrika und Lateinamerika hat Puma eine starke Marktposition.

Spitzenmargen längst passe…

Die vergangenen Jahre waren für das Herzogenauracher Unternehmen keine leichten, Denn die Rekordmargen von in der Spitze bis 17,68% (Jahr 2005) sind längst Geschichte.

Einst konnte der Pionier in der Verbindung von Sport und Lifestyle der Konkurrenz noch Angst einjagen, doch das ist lange her.

Mehr als 2% Gewinnmarge waren in den zurückliegenden Jahren nicht drin. In den letzten beiden Jahren schrabbte Puma mit 1,72% (2015: 1,10%) sogar nur noch knapp an der Verlustzone vorbei.

…aber der Konzern-Umbau trägt erste Früchte

Aber seit Konzernchef Björn Gulden der angestaubten Marke mit der Raubkatze eine Verjüngungskur verpasst hat, läuft es deutlich besser. Das belegen zumindest die Zahlen fürs 1. Quartal:

Die Erlöse kletterten immerhin währungsbereinigt um 15% auf 1 Mrd. € nach oben. Zugleich verbesserte sich das operative Ergebnis auf rund 70 Mio. € (+70% im Jahres-Vergleich).

Puma schraubt Jahres-Prognose nach oben

Kein Wunder also, dass Firmenchef Gulden vor Optimismus strotzt:

Für 2017 erwartet die Sportfirma jetzt ein operatives Ergebnis zwischen 185 und 200 Mio. €. Zuvor war der Konzern noch von 170 – 190 Mio. € ausgegangen.

Dabei setzt Puma auch weiterhin auf Kooperationen mit beliebten Stars:

Ob Usian Bolt, Rihanna oder das Model Cara Delevigne; die Werbeverträge mit den Berühmtheiten sollen die Marken-Beliebtheit wieder nach vorne bringen – offenbar läuft dies erfolgreich.

Turnaround im Aktienkurs bereits eingepreist

Auch wenn die Zukunfts-Aussichten durchaus positiv sind; der starke Anstieg des Aktienkurses preist einen Großteil der Phantasie bereits ein.

Für das kommende Jahr liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) immer noch bei rund 35.

Die Analysten schätzen die Situation zur Zeit ebenso verhalten ein: Von den 17 Experten, die sich mit dem Papier beschäftigen, stufen immerhin 11 die Aktie als eine Halteposition ein.

Das durchschnittliche Kursziel von 310 € liegt 10,66% unter dem aktuellen Kursniveau.

18. April 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.

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