Rational mit guten Zahlen und konkretisiertem Ausblick

Der Großküchen-Ausrüster Rational legt abermals starke Zahlen vor. Lesen Sie jetzt, wie es weitergeht und wie ich die Aktie einschätze: (Foto: Rational AG)

Der mittelständische Großküchen-Ausrüster Rational hat heute seine Zahlen für die ersten 9 Monate des Geschäftsjahres 2017 vorgelegt und den Ausblick für das Gesamtjahr konkretisiert.

Obwohl die Zahlen abermals gut ausgefallen sind, verlor die Aktie der im MDax notierten Rational AG etwas an Boden.

Auf die Zahlen und den Ausblick für 2017 gehe ich gleich im Detail ein. Zunächst aber ein paar Worte zum Unternehmen:

Rational im Kurzportrait

Die Rational AG wurde im Jahr 1973 gegründet und ist im oberbayrischen Landsberg am Lech ansässig.

Der Betrieb beschäftigt derzeit rund 1.800 Mitarbeiter und ist weltweiter Markt- und Technologieführer für die thermische Speise-Zubereitung in Profiküchen.

Firmengründer Siegfried Meister, der in diesem Jahr verstorben ist, war lange selbst operativ an der Spitze der Rational AG tätig und wechselte im Anschluss in den Aufsichtsrat.

Dort war er bis zu seinem Tod Vorsitzender.

Die Familie des verstorbenen Firmengründers hält bis heute über 60% der Anteile an der Rational AG. Das sorgt für ein hohes Maß an Kontinuität.

Rational setzt erfolgreiche Entwicklung fort

Rational setzte die erfolgreiche Entwicklung des 1. Halbjahres auch im 3. Quartal 2017 fort.

So konnte man einen Umsatz in Höhe von 178,1 Mio. Euro nach 153,1 Mio. € im Vorjahres-Zeitraum erzielen.

Dies entspricht einem Wachstum von 16% im 3. Quartal.

Nach 9 Monaten bleibt die Wachstumsrate der Umsatz-Erlöse somit auf einem hohen Niveau von 17%. Die Umsatz-Erlöse lagen nach 9 Monaten bei 509,2 Mio. €.

Der operative Gewinn (EBIT) kletterte in den ersten 3 Quartalen dieses Jahres von 116,3 auf 132,3 Mio. €. Das bedeutet ein Plus von 14%.

Die operative Gewinnmarge (EBIT-Marge) erreichte nach den ersten 9 Monaten 26% (nach 27% im Vorjahr).

Bereinigt um negative Währungs-Einflüsse entspricht die EBIT-Marge mit 27% der Vorjahres-Marge.

Ebenfalls positiv ist die nach wie vor sehr hohe Eigenkapitalquote des Unternehmens, die zum 30. September dieses Jahres (Ende des 3. Quartals) bei 72% lag.

Zu Ihrer Einordnung: Werte ab 30% gelten zumeist als solide.

Das wird für 2017 erwartet

Die Rahmenbedingungen sind derzeit erfreulich und auch das zurückliegende 3. Quartal verlief positiv.

Und so konkretisiert der Vorstand der Rational AG nun die im Juli dieses Jahres gegebene Prognose für das Geschäftsjahr 2017 auf rund 13% Umsatz-Wachstum.

Für das 4. Quartal erwartet der Rational-Vorstand anhaltend negative Effekte aus Wechselkurs-Entwicklungen.

In Verbindung mit den avisierten Rekord-Investitionen in die Produktions-Kapazitäten am Standort Landsberg und kalkulierten Kosten für den Rest des Geschäftsjahres geht das Management deshalb für 2017 von einer operativen Gewinnmarge (EBIT-Marge) im unteren Bereich der im Jahres-Abschluss 2016 prognostizierten Bandbreite zwischen 26 und 27% aus.

Meine Einschätzung

Bei Rational handelt es sich zweifelsohne um einen grundsoliden Mittelständler mit tollen Produkten und hervorragendem Management.

Doch angesichts einer vergleichsweise sehr hohen Bewertung würde ich bei dieser Aktie derzeit eher über Gewinn-Mitnahmen als über einen Neu-Einstieg nachdenken.

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Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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