Rendite, die glänzt und funkelt

Diamonds are a girl’s best friends? Zugegeben, was Marilyn Monroe vor Jahrzehnten gesungen hat, geht heute bestenfalls als Macho-Vorurteil durch.

Doch wie immer, ist an Vorurteilen doch zumindest ein bisschen was dran. Oder kennen Sie eine Frau, die sich über ein schickes Collier oder ein paar Ohrringe nicht freut?

Die Luxusgüter-Branche lebt davon, dass manche Accessoires einfach unwiderstehlich sind und viele Menschen ihren Liebsten gerne eine Freude machen wollen.

Auch in Asien geht der Trend hin zu westlichen Konsumgütern. Unternehmen wie LVMH profitieren davon.

Die LVMH-Gruppe (Louis Vuitton Moét Hennessy), weltgrößter Luxusgüter-Konzern, produziert und vertreibt:

  • Weine & Spirituosen (Hennessy, Pommery),
  • Mode- & Lederwaren (Louis Vuitton, Kenzo, Givenchy),
  • Parfüms & Kosmetika (Dior, Guerlain),
  • Schmuck & Uhren (TAG Heuer, Bulgari).

Über ausgesuchte Boutiquen, Shops und Einzelhandels-Ketten (Sephora, Le Bon Marche) werden weitere Haute-Couture-Artikel angeboten.

Bringt die Fußball-EM einen Schub?

Der Markt für Luxusgüter bleibt vor allem in Asien angespannt. Davon kann sich auch Branchen-Primus LVMH nicht abkoppeln. Trotzdem konnte der Umsatz im 1. Quartal um 3,6% auf 8,6 Mrd. € gesteigert werden. Zum Gewinn wurde keine Angabe gemacht.

Überraschenderweise stagnierte der Umsatz in der wichtigsten Sparte, dem Verkauf von Kleidung und Lederwaren, die 15 starke Marken wie Louis Vuitton und Christian Dior vereint.

Eine Preiserhöhung im vergangenen Jahr führte zu geringeren Absatzzahlen. Die anderen Bereiche konnten jedoch allesamt zulegen. Besonders dynamisch entwickelte sich das Uhren- und Juwelier-Geschäft.

Viele andere Konzerne berichteten in diesem Bereich zuletzt über Absatz-Probleme. LVMH konnte neue Marktanteile gewinnen und erzielte ein Umsatz-Wachstum um 7% auf 774 Mio. €.

Regional betrachtet lieferte v. a. der asiatische Markt weiterhin durchwachsene Ergebnisse ab. Lediglich in Japan lief das Geschäft rund. Wachstum kommt hingegen aus den USA und aus Europa.

Der französische Heimatmarkt bildet allerdings eine Ausnahme, da aufgrund der Terror-Anschläge viel weniger Touristen nach Frankreich kommen.

LVMH hat allen Grund zu Optimismus

Möglicherweise kann die Fußball-EM für neuen Schwung sorgen. LVMH setzt auf die Strahlkraft der Marken und lässt sich die Pflege des Images einiges kosten.

2015 sind die Marketing-Ausgaben für die rund 70 Marken noch einmal kräftig gestiegen und betrugen 13,8 Mrd. €.

Die Investitionen werden sich auszahlen. Wir erwarten in den kommenden 6 bis 12 Monaten eine überdurchschnittliche Kursentwicklung.

Bei LVMH überzeugt auch die Dividende – immerhin mehr als vier Prozent Dividendenrendite gibt es für Anleger.

30. Juni 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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