Danone: Rendite mit Lebensmitteln

Lebensmittel-Konzerne haben ein solides Geschäft. Doch rechnet sich auch ein Investment? – Wir haben den Fall Danone für Sie untersucht: (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

„Die Milch macht’s“ – auch wenn dieser Slogan ein wenig abgedroschen klingt, ist doch eine Menge dran:

Milch gilt trotz einiger Störfeuer in den letzten Jahren auch weiterhin als gesund.

Für Unternehmen wie Danone macht das Produkt sogar noch mehr: Es legt den Grundstein für solide Renditen über Jahre.

Für Danone spielt Milch eine elementare Rolle

Ob Joghurt oder Milchgetränke, Milchprodukte nehmen beim französischen Weltkonzern eine zentrale Rolle ein.

Doch zahlt sich das auch für Anleger aus? Wir haben die Aktie haarklein für Sie unter die Lupe genommen.

Doch der Reihe nach!

Danone ist nach Nestlé und Unilever der drittgrößte Nahrungsmittel-Produzent Europas.

Weltweit ist das Unternehmen die Nr. 1 bei Frischmilch-Produkten sowie die Nr. 2 im Bereich Mineralwasser (Evian, Volvic).

Randaktivitäten wie Saucen, Gewürze und die Gebäck-Sparte wurden verkauft. Dagegen wird das Geschäft mit Milchprodukten ausgebaut.

Mehr als nur Milch

Danone hat solide Halbjahres-Zahlen präsentiert:

Umsatz und Gewinn sind akquisitionsbedingt kräftig gestiegen; das organische Wachstum betrug 0,4%. Alle Sparten und Regionen haben besser abgeschnitten.

Neben der WhiteWave-Übernahme hat Danone aber auch von der starken Nachfrage nach medizinischer- und Kinder-Nahrung profitiert.

Nahrungsmittel in Bioqualität sind im Trend:

Der Markt für vegane, biologische und gentechnikfreie Produkte wächst 2-stellig und hat allein in Europa bereits ein Volumen von rund 35 Mrd. € erreicht.

Auch Danone hat das Potenzial erkannt und seine Produkt-Palette entsprechend erweitert:

Für 12,5 Mrd. $ hat Danone WhiteWave Foods übernommen. Mitte April war der Deal endgültig in trockenen Tüchern.

Mit Sojamilch und anderen Bioprodukten erzielte der US-Konzern im vergangenen Jahr einen Umsatz von 4,2 Mrd. $ und einen Gewinn von 215 Mio $.

Mit einem Umsatz-Anteil von 25% sind die USA jetzt der größte Absatzmarkt von Danone.

Um die Genehmigung der Wettbewerbs-Behörden zu erhalten, musste der französische Konzern aber seine US-Joghurt-Tochter Stonyfield verkaufen.

Für 370 Mio. $ Umsatz hat man 875 Mio. $ erhalten. Priorität haben jetzt die WhiteWave-Integration sowie die Verbesserung der Rentabilität.

Darauf sollten Anleger warten

Bereits im Frühjahr wurde das Sparprogramm „Protein“ von Danone verabschiedet.

Mit den Maßnahmen sollen die Kosten bis 2020 um 1 Mrd. € gesenkt und die operative Marge auf 16% gesteigert werden. Schon im 1. Halbjahr verbesserte sich die Marge von 13,4 auf 14,2%.

Im gleichen Zeitraum will Danone organisch um 4 – 5% pro Jahr wachsen.

Wir sehen die Aktie derzeit fair bewertet. Die Dividendenrendite von rund 2,6% ist zwar schön, aber überzeugt auch nicht restlos.

Warten Sie besser einen Rücksetzer ab!

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Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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