Rendite mit Robotern

In Darmstadt löst man schon heute die Probleme der Zukunft. Warum Isra Vision einer unserer Favoriten ist. (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

Roboter sind aus modernen Produktionsabläufen kaum mehr wegzudenken. Die Digitalisierung wird dazu führen, dass künftig noch viel mehr Aufgaben von Robotern übernommen werden. Doch je komplexer die Abläufe, desto eher müssen Fachleute daran arbeiten, dass auch alles rund läuft. Hier kommt ein Unternehmen aus Darmstadt ins Spiel, das für sich eine goldene Nische entdeckt hat.

Isra Vision Systems entwickelt und vertreibt Isra-Brainware, eine anwendungsspezifische Software für die visuelle Überwachung von Arbeitsprozessen. Die Software wird in der Steuerung von automatisierten Produktions-Prozessen eingesetzt. Zielmärkte sind Automationslösungen für die Roboterführung („Robot Vision“), die Oberflächeninspektion („Surface Vision“) sowie die Qualitätskontrolle in der Montage.

Isra Vision ist auf Zukunftsmärkten bereits vertreten

Isra Vision hat – nach noch nicht testierten Zahlen – die prognostizierten Ziele für das Geschäftsjahr 2017 erfüllt und die profitable Entwicklung fortgesetzt. Mit einem Umsatzanstieg um 11% auf rund 143 Mio € hat Isra die seit einigen Jahren anvisierte Umsatzmarke von 150 Mio € nahezu erreicht. Das ist ein wichtiger Meilenstein für zusätzliche Skaleneffekte und weiteres Wachstum.

Das Geschäft in Asien verzeichnete zweistellige Zuwachsraten; weitere Umsatzpotenziale deuten sich aufgrund der positiven Auftragslage bereits an. Die Marktdynamik in Europa setzte sich auf dem hohen Niveau des Vorjahres fort. Das operative Ergebnis (EBIT) legte um 10,5 auf 28,3 Mio € zu, die EBIT-Marge erreichte damit 20%.

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Unterm Strich erhöhte sich der Gewinn um 17%. Die Aktionäre sollen mit einer auf 50 Cent je Aktie erhöhten Dividende am Geschäftserfolg beteiligt werden. Die Maßnahmen zur Optimierung des Cashflows resultierten in einem Anstieg von 34,3 auf 37,1 Mio €.

Mit dem aktuellen Cashflow, einer um 2 Prozentpunkte gesteigerten Eigenkapitalquote von 62% und den freien Kreditlinien verfügt Isra über eine optimale Kapitalausstattung, um flexibel auf Expansions- und Marktchancen reagieren zu können. Isra ist in allen wichtigen Industrieländern vertreten und damit einer der global am breitesten aufgestellten Anbieter der Branche. Die internationale Präsenz sowie eine frühzeitige Positionierung in zukunftsorientierten Märkten sind feste Bestandteile der Strategie.

Zukunft hat ihren Preis

Mit einem hohen Auftragsbestand ist Isra gut in das 1. Quartal 2018 gestartet. Genau hieraus leiten wir auch die großen Chancen für das Unternehmen ab. Je mehr Aufträge Isra Vision an Land ziehen kann, desto sicherer sind künftige Gewinne und auch die Margen. Als Nachteil sehen wir jedoch die ambitionierte Bewertung. Hier müssen Investoren aber wohl oder übel in den sauren Apfel beißen: Wachstum und Zukunftstechnologie hatten schon immer ihren Preis. Die Aktie ist sehr aussichtsreich!


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Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.