Rendite mit Steuererklärungen

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Mit dem Steuer-Stress Geld verdienen? Das geht – wenn man die richtigen Aktien kennt. Wir stellen ein Unternehmen vor. (Foto: Tzido Sun / shutterstock.com)

Wissen Sie schon, was Sie am letzten Wochenende im nächsten Mai machen? Nein? Viele Deutsche werden sich an einem der ersten schönen Frühsommer-Wochenenden nicht um Garten oder das Fahrrad kümmern und stattdessen die Steuererklärung erledigen. Auch für Unternehmen sind Steuererklärungen ein leidiges Thema. H&R Block hat sich dieses Themas in Nordamerika angenommen. Ob sich die Aktie auch hierzulande lohnt, lesen Sie in unserer Analyse.

H&R Block ist ein führendes Holding-Unternehmen für Steuer- und Finanzdienstleistungen. Der Konzern bietet seinen Kunden in den USA, Kanada und Australien in Niederlassungen und Online einen kompletten Service zur Erstellung von Steuererklärungen. Daneben ist H&R Block auch in den Bereichen Brokerage, Banking (Kreditkartenangebot u.a.) und Finanzberatung tätig. Zu den Kunden gehören Firmen und Privatpersonen.

Gute Zahlen, starker Wettbewerb

H&R Block hat für das abgelaufene Geschäftsjahr gute Zahlen vorgelegt. Trotz des anspruchsvollen Marktumfeldes stieg der Umsatz um 4,1% auf rund 3,2 Mrd $. Unterm Strich konnte der Gewinn um fast 50% auf 613 Mio $ gesteigert werden. Das ist ein neues Rekordergebnis! Die Umstrukturierung zeigt offensichtlich Wirkung. H&R Block möchte sich stärker auf sein Beratungsgeschäft konzentrieren. Hier sind die operativen Margen höher und die Kundenbindung enger.

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Im klassischen Softwaregeschäft ist der Wettbewerb viel zu groß geworden. Vor allem kleine, innovative Unternehmen machen hier dem Konzern Marktanteile streitig. Auf der anderen Seite stehen die großen Spieler wie Alphabet oder Apple, gegen die H&R Block kaum etwas entgegenzusetzen hat. Im 1. Quartal sind die Zahlen aber wieder deutlich schlechter ausgefallen.

Zwar konnte wieder ein Umsatzplus von 5,4% auf 145 Mio $ erzielt werden, unterm Strich wurde ein Fehlbetrag von 0,74 $ pro Aktie ausgewiesen. Im Vorjahr lag das Defizit noch bei 0,63 $ pro Aktie. Wir rechnen allerdings damit, dass sich die Gewinnentwicklung im Laufe des Geschäftsjahres festigen wird.

3,7% Dividende – und nun?

Der amerikanischen Wirtschaft geht es weitestgehend gut. Die Arbeitslosenquote ist auf einem niedrigen Niveau, was auch mittelbar der Auftragslage von H&R Block zugutekommt. Es werden mehr Beratungsleistungen nachgefragt. Mit großen Sprüngen ist aber nicht zu rechnen. Neben dem langsamen Wachstum lastet auch die starke Konkurrenz auf der Aktie. Die guten Zahlen zuletzt machen zwar Hoffnung und lassen auf eine rosige Zukunft schließen, doch bleiben wir abwartend. Die Aktie ist auch bei einer Dividendenrendite von 3,7% noch kein Muss.


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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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