Rendite mit wenigen Klicks?

Wenn wir vor uns auf den Schreibtisch schauen, finden wir allerlei PC-Zubehör: Mäuse, Lautsprecher und eine Tastatur.

Wenn es um hochwertiges Computer-Zubehör geht, spielt Logitech für viele Nutzer die 1. Geige; v. a. Computerspieler setzen auf das hochwertige Equipment von Logitech.

Auch wenn viele Menschen es nicht nachvollziehen können: Wer ein Spiel richtig gut beherrschen will, benötigt z. B. eine besonders genaue Maus, die sich zudem personalisieren lässt.

Doch auch für viele normale Nutzer hat Logitech eine Menge im Angebot.

Der Schweizer Konzern Logitech ist ein weltweit führender Hersteller von Computer-Zubehör wie kabellosen Mäusen und Tastaturen, Fernbedienungen, Spielekonsolen-Zubehör, Joysticks, PC-/MP3-Lautsprechern und WebCams.

Der Vertrieb der Produkte erfolgt zum einen über Partnerschaften mit den wichtigsten PC-Produzenten (OEM-Geschäft), zum anderen über den Elektronik-Einzelhandel.

Über den Einzelhandel erzielt Logitech 3/4 seiner Umsätze.

Mehr als nur Computermäuse

Logitech ist nach seiner Restrukturierung im Geschäftsjahr 2015 deutlich in die Gewinnzone vorgerückt. Bei einem leichten Umsatz-Anstieg erwirtschaftete das Unternehmen unterm Strich 119 Mio. $.

Der Gewinn liegt damit deutlich über dem Vorjahreswert, der wegen hoher Restrukturierungs-Kosten lediglich 9 Mio. $ betrug.

Logitech hatte im Laufe des vergangenen Jahres 2 Sparten abgestoßen: Das Zuliefer-Geschäft für Computer-Hersteller (OEM) fuhr Logitech vollständig zurück; die Videokonferenz-Tochter Life- Size wurde in ein eigenes Unternehmen ausgelagert.

Beim Umsatz verzeichnete der Hersteller von Computermäusen, Tastaturen und Lautsprechern ein Wachstum von rund 1% auf 2,02 Mrd. $. Dazu beigetragen hat das größte Wachstum im Retail-Geschäft seit 5 Jahren.

Nach der Restrukturierung ist diese Sparte im Wesentlichen die einzige, an der Logitech noch festhält.

Gespürt hat Logitech bei seinen Verkäufen die Schwäche bei den Tablets: Der Verkauf von Zubehör für diese Produkte-Kategorie ging im Jahresvergleich um 1/4 zurück.

Bei den wichtigsten Kategorien Tastaturen und Laserpointer blieben die Verkäufe stabil.

Anleger warten besser noch ab

Starkes Wachstum verzeichnete Logitech beim Spiele-Zubehör, bei mobilen Lautsprechern sowie im Videobereich. Durchwachsen fiel der Start ins neue Kalenderjahr aus – für Logitech das 4. Quartal: Der Umsatz fiel im Jahresvergleich von 442 auf 431 Mio. $.

Für 2016 bestätigte Logitech die Prognose und erwartet ein leicht höheres operatives Ergebnis als 2015. Der Verkauf im Retail-Geschäft soll weiter wachsen.

Wir erwarten eine marktkonforme Entwicklung. Zwar gelang dem Konzern erfolgreich die Restrukturierung, doch lastet das schwache Schlussquartal noch immer auf den Kursen. Warten Sie besser erst einmal ab!

28. Juli 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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