Titlis-Bahnen: Rendite mit Wintersport

Der Winter ist da! Und so wird es in den nächsten Wochen wieder tausende Menschen in die alpinen Regionen ziehen.

Sie alle freuen sich darauf, Ski- und Snowboard zu fahren, zwischendrin gut zu essen und am Abend zünftig zu feiern oder zu entspannen.

Dabei lassen wir uns den Pistenspaß einiges kosten: 250 € für eine Wochenkarte sind heute eher die Regel als die Ausnahme.

Doch die Gegenleistung ist gut: Top-Pisten und auch drum herum eine Infrastruktur, die ihres gleichen sucht.

Besonders Österreich und die Schweiz haben, wenn es um Wintersport geht, ordentlich aufgerüstet.

Wir haben eine Aktie gefunden, die vom Wintersport-Trend profitiert:

Titlis-Bahnen im Kurzportrait

Titlis-Bahnen betreibt in Engelberg (1.000 m) rund um den Gletscher Titlis (3.020 m) verschiedene Touristik-Angebote:

  • eine Reihe von Seilbahnen von Engelberg zum Titlis mit Sommer- und Winterbetrieb,
  • Restaurants,
  • Hotels
  • und Skihütten.

Die Tochtergesellschaft Titlis Resort AG verfügt über ein Feriendorf im Zentrum von Engelberg und verkauft Ferienwohnungen.

Schneegarantie als Schlüssel zum Unternehmens-Erfolg

Titlis hat die Talsohle durchschritten, für den Bergbahn-Betreiber geht es wieder aufwärts:

Im Winter-Halbjahr verzeichnete der Konzern einen Besucher-Rekord: Die Zahl der Gäste legte um 8,4% zu.

Die Reiselust der chinesischen Touristen ist wieder gewachsen. Bei den Gruppenreisen verzeichnete Titlis ein Plus von 18% und bei den Individualgästen eines von 16%.

Die Investitionen in die Beschneiungs-Anlage haben sich ausgezahlt, denn trotz des schneearmen Winters konnte die Zahl der Skifahrer-Tage gesteigert werden.

Der Ausbau der Beschneiungs-Anlage wird auch in Zukunft höchste Priorität haben, um die Marktposition im Winter-Geschäft mittels Schneegarantie zu festigen und so den Dumping-Preisen bei den Saisonkarten in anderen Schweizer Skigebieten zu begegnen.

Titlis hält diesen Trend nicht für nachhaltig und will an seiner bewährten Preis-Politik festhalten.

Titlis-Bahnen generiert Wachstum nicht nur in der Schweiz

Dank der höheren Verkehrs-Erträge lag der Umsatz im 1. Halbjahr mit 34,5 Mio. SFr um 9,8% über dem Vorjahr. Der Gewinn erhöhte sich um 75% auf 4,9 Mio. SFr.

Der positive Trend hat sich im Sommer-Geschäft fortgesetzt: Zwischen Mai und Juni kamen 18% mehr Gäste als im Vorjahr.

Durch den schwachen Euro hat die Schweiz bei den europäischen Touristen an Attraktivität eingebüßt.

Die Übersee-Märkte haben sich laut Titlis-Chef Patt aber erholt und zeigen eine Stabilisierung sowie ein globales Wachstum.

Für das Gesamtjahr prognostiziert er Ergebnisse über dem Vorjahr und dem 5-Jahres-Durchschnitt.

Wir sind für Aktie zuversichtlich, denn das Unternehmen generiert das ganze Jahr Gewinne und auch der starke Franken scheint von Titlis-Bahnen noch gut verkraftet zu werden.

7. Dezember 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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