Rendite trotz Rotstift?

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Schreibwaren gehören in jedes Büro. Egal wie digital und modern. Wir haben den Trendsetter edding für Sie unter die Lupe genommen. (Foto: Tzido Sun / shutterstock.com)

Es gibt Produkte, die benutzen wir eher nebenbei. Kugelschreiber zum Beispiel. Oder was machen Sie, wenn der Gesprächspartner fragt, ob Sie was zu Schreiben haben? Auch in der digitalen Welt greifen wir dann zu Papier und Stift. Oder die kurze Notiz für den Chef oder den Botschaft an den Kollegen. E-Mail? Messenger? Das Post-it ist meist schneller und zudem sympathischer. An dieser Stelle wird klar, wieso Unternehmen wie edding noch immer erfolgreich sind.

Was Anleger neben einer Dividendenrendite von 2,7% noch erwarten können, haben wir für Sie analysiert. Die edding-Gruppe ist der führende deutsche Hersteller von Schreibgeräten und Organisationsmitteln. Das Sortiment umfasst Filz- und Faserschreiber, Kugelschreiber, dazugehörige Minen, Planungs- und Organisationsmittel, Abreibeschriften und -symbole. Durch innovative Produkte gehört edding immer wieder zu den Trendsettern in der Schreibwarenbranche.

Solide Zahlen mit kleinen Makeln

edding hat bislang nur einen Teil seiner vorläufigen Zahlen für 2018 veröffentlicht. Der abschließende Geschäftsbericht wird erst am 24. April bekanntgegeben. Deshalb können wir nur ein Update geben. Die vorläufigen Jahreszahlen sind sehr solide ausgefallen. Der Umsatz stieg um 1,3% auf 141 Mio €. Dabei konnte der operative Gewinn um 9% auf 13,1 Mio € gesteigert werden und ein neues Rekordniveau erreichen.

Die Erfolge gibt der Konzern an seine Aktionäre weiter. Der Vorstand wird der Hauptversammlung vorschlagen, eine Dividende von 2,45 € je Vorzugsaktie (Vorjahr: 2,15 €) auszuschütten. Unterm Strich hat edding aber etwas weniger verdient. Der Gewinn sank um 11,5% auf rund 6,8 Mio €. Für 2019 rechnet der Konzern mit einem moderaten Anstieg des Umsatzes auf 145 bis 155 Mio €.

Das EBIT wird zwischen 12 und 15 Mio € liegen und damit abermals Rekordniveaus markieren. edding liegt im Rahmen seiner eigenen Prognose für 2020. Bis dahin soll das EBIT auf bis zu 18 Mio € ansteigen. Dieses Ziel wird edding voraussichtlich erreichen. Wir rechnen allerdings mit weiteren Sonderbelastungen, die unterm Strich zu weiteren Gewinnrückgängen führen könnten.

Gut, aber für Sie nicht gut genug!

Der Wettbewerb mit Schreibwaren und Büroartikeln ist hart. Asiatische Konkurrenten strömen mit Billigangeboten auf die internationalen Märkte. Noch verfügt edding über ein Qualitätsimage, das solide Margen zulässt. Wir würden es aber begrüßen, wenn der Konzern noch mehr in seine eigene Marke investieren würde – selbst wenn dadurch die kurzfristigen EBIT-Ziele nicht erreicht werden könnten. Wir halten die Aktie für solide. Sie finden in unserer Datenbank aber durchaus auch noch bessere Alternativen.

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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und High Performance Depot.

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