Rendite zum Selbermachen

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Nehmen Sie Ihr Glück gerne selbst in die Hand? Wir haben da eine gute Idee für Sie. Lesen Sie unsere Analyse. (Foto: William Potter / Shutterstock.com)

Bei kleineren Reparaturarbeiten greifen viele unserer Leser gerne selber zum Bohrer oder Schleifer. Sicher haben auch Sie schon das Ein oder Andere selbst ausgebessert. Vor allem diejenigen unter Ihnen, die ein Eigenheim besitzen, haben sicher auch die Leidenschaft fürs Heimwerken bereits entdeckt. Warum ich mutmaße? Mir geht es genauso!

Manchmal ist selber machen günstiger und macht obendrein noch Spaß. Vor allem dann, wenn Handwerker lange auf sich warten lassen und man nur eine Kleinigkeit reparieren will, lohnt sich „Do-it-yourself“. Ein Hersteller steht wie kein zweiter für dieses Prinzip: Stanley Black & Decker. Wir erklären Ihnen, was es mit dem Unternehmen und der Aktie auf sich hat.

Was hat Asien in Zukunft zu bieten?

Stanley Black & Decker ist nach der Fusion der beiden Konzerne Stanley Works und Black & Decker im März 2010 zum größten Werkzeughersteller der Welt aufgestiegen. Neben mechanischen und elektronischen Sicherheitssystemen gehören auch eine Reihe von hydraulischen, pneumatischen und elektrischen Werkzeugen bekannter Marken sowie der Do- It-Yourself-Bereich zum Produktportfolio.   Black & Decker hat für 2017 starke Zahlen präsentiert.

Alle relevanten Kennzahlen haben sich verbessert. Der Umsatz stieg um 11,7% auf rund 12,7 Mrd $. Unterm Strich legte der Gewinn um 27% auf 1,2 Mrd $ zu.  Black & Decker hat für rund 725 Mio $ seine Sicherheitstechniken für Türen, Fenster und Öffnungsmechanismen an den Schweizer Konkurrenten dorma + kaba verkauft. Die Patente wurden bei der Transaktion aber ausgeklammert. Mit dem frischen Geld möchte  Black & Decker seinen eigenen Wachstumskurs stärker forcieren.

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Wichtig wäre vor allem eine Expansion nach Asien. Aktuell ist  Black & Decker stark abhängig von den USA und Europa. Das hochwertige Produktportfolio ist in Asien eher unbekannt. Hier besteht enormes Nachholpotenzial. Aufgrund der Sondereffekte ist es nicht verwunderlich, dass die Zahlen für das 1. Quartal deutlich schlechter ausgefallen sind.

Der Wachstumskurs konnte aber beibehalten werden. Der Umsatz stieg um 12,4% auf rund 3,2 Mrd $. Unterm Strich hat sich der Gewinn aber mehr als halbiert und lag damit nur noch bei 1,11 $ pro Aktie. Künftig liegt der Fokus auf der Digitalisierung des bestehenden Produktportfolios.

Wird das Unternehmen digital?

Black & Decker verfügt über ein Qualitätsimage, hat es aber bisher nicht geschafft, seine Produkte digitaler zu gestalten. Mit dem Durchbruch des Internets der Dinge bietet sich hier großes Wachstumspotenzial. Unter dem Internet der Dinge versteht man die intelligente Vernetzung von Alltagsgegenständen. Dieser Bereich lässt sich also hervorragend auf Werkzeuge und Sicherheitslösungen übertragen. Wir sagen: Beim Unternehmen und auch bei der Aktie geht noch was!


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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.