Renditen am kurzen Ende werden immer negativer

Noch immer wird in deutschen Landen ja massenmedial von der „längst überfälligen“ Zinswende geschrieben.

Die Hoffnung auf diese Trendwende scheint insbesondere bei vielen Kleinsparern immer noch groß zu sein.

Leider, ja leider ist diese Hoffnung alles andere als berechtigt und realistisch.

Die aktuelle Entwicklung am deutschen Rentenmarkt deutet nämlich auf noch härtere Zeiten für konventionelle Sparer hin.

Renditen werden immer negativer

Denn letzte Woche gelang es der Finanz-Agentur der Bundesrepublik, Bundesanleihen mit einer Laufzeit von immerhin 2 Jahren mit einer Negativ-Rendite von sage und schreibe 0,75% zu platzieren.

Ja, Sie lesen richtig:

Die Investoren sind bereit der Bundesrepublik Deutschland Kapital mit einer „garantierten“ Negativ-Rendite von 0,75% zur Verfügung zu stellen – unglaublich, aber wahr!

Sicherlich, in normalen Zeiten ist die Rendite am kurzen Ende, also bei Anleihen mit einer relativ kurzen Laufzeit, geringer als für Papiere mit langer Laufzeit.

Historisch einmaliger Extremfall

Je kürzer die Laufzeit, umso negativer werden also aktuell die Renditen am deutschen Rentenmarkt – das ist die neue Normalität im Jahr 2017.

Immerhin konnten sage und schreibe 3,22 Mrd. € von der Finanz-Agentur mit einer Negativ-Rendite von 0,75% an den Mann gebracht werden.

Sie erkennen hieran ganz deutlich:

Der deutsche Staat verdient derzeit „gutes Geld“ mit der Schulden-Macherei; muss deutlich weniger Kapital zurückzahlen, als er sich ausgeliehen hat.

Bei der oben angesprochenen Anleihe geht es um gut 46 Mio. „Gewinn“ für den Nachfolger von Wolfgang Schäuble.

Müßig zu erwähnen, dass das in der Geschichte ein einmaliger historischer Extremfall ist, der mittlerweile ja, wie schon beschrieben, ganz normal zu sein scheint.

Keine Wende in Sicht

Interessant und höchst aufschlussreich ist auch, dass bei der vor der deutschen Bundestagswahl platzierten Anleihe mit einer Laufzeit von 2 Jahren die Rendite bei „nur“ –0,72% lag.

Anders formuliert: Die Zinsen scheinen unaufhaltsam immer negativer zu werden – neue Normalität eben…

Wohlgemerkt, der Einlagensatz der EZB liegt ja schon seit März 2016 bei –0,4%. Und auch hier ist eine Wende weit und breit nicht in Sicht.

Mario Draghi betonte ja am Rande der Herbsttagung des IWF in Washington, dass es aus seiner Sicht zu erwarten sei, dass die Zinsen auf dem aktuellen Niveau noch für längere Zeit verharren würden.

Naja, Herr EZB-Präsident: „Eingefroren“ ist wohl das bessere Wort dafür…

Machen wir uns nichts vor: Konventionelle Sparer dürfen darauf hoffen, dass sie zumindest nicht rasch mit Negativ-Zinsen auf ihre Sparbücher „beglückt“ werden.

Leider ist auch diese Hoffnung angesichts der aktuellen dramatischen Entwicklung am kurzen Ende des deutschen Rentenmarkts alles andere als berechtigt…


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24. Oktober 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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