Rentenfonds: eine Alternative für mehr oder sichere Rendite?

Wer auf Rentenfonds setzt, wird in den nächsten Jahren wahrscheinlich wenig verdienen.

Zu diesem Ergebnis kommen wir bei unserem Ausblick auf die neuen Zinszeiten.

Aber: Sie haben wirkungsvolle Alternativen zu den Fonds auf Anleihen, die Titel einsammeln, deren Rendite weitgehend gen 0 geht und inzwischen wie bei Staatsanleihen aus Deutschland teilweise unter die 0-Linie fällt.

Damit aber lässt sich für die gewieftesten Fondsmanager kein Geld verdienen – und für Investoren ebenfalls nicht.

Wir haben die Bilanz für die vergangenen Zeiträume gezogen und meinen, dass Sie in Zukunft eine bessere Alternative nutzen können oder sollten.

Die besten Fonds haben zwar in den vergangenen 12 und 36 Monaten Geld verdient, werden das Niveau allerdings nicht aufrechterhalten können.

Durchschnitt: 3 Jahre = 17,5%

Immerhin: die Fonds schafften in den vergangenen 3 Jahren eine durchschnittliche Performance in Höhe von 17,5% geschafft.

Dies entspricht einer jährlichen Rendite in Höhe von etwa 5,5%. Allerdings ist selbst bei dieser Rendite eine Einschränkung wichtig: Sie müssten darauf noch Steuern zahlen sowie die Inflationsrate abziehen.

Das heißt: Selbst auf die besten Rentenfonds ist insofern kein Verlass, als dass Sie damit nach Abzug von ungefähr 1,5%-Punkten 4% netto verdient hätten und in Anbetracht einer Inflationsrate von 2,5% offiziell noch 1,5% Ihr Eigen hätten nennen können.

Nur ist die Inflationsrate, bezogen auf den wahren Kaufwert, höchstwahrscheinlich kräftiger gestiegen.

In naher Zukunft ist Vorsicht geboten

Vorsicht auch vor den nächsten Jahren! Denn 17,5% lassen sich nicht halten, da diese Performance fast ausschließlich auf den Kursgewinn der vergangenen 12 Monate zurückzuführen ist.

11,9% gab es in den vergangenen Monaten seit Sommerbeginn 2011. Hier die einzelnen Spitzenwerte:

  • Wer auf einen Fonds wie den Allianz Pimco Global Bonds setzte, kam mit 25,7% Performance in 1 Jahr ans Ziel. In den vergangenen 3 Jahren waren es sogar 22,8%. Dieser Wert lässt sich angesichts fallender Kurse weltweit aus unserer Sicht nicht mehr erzielen.
  • Immerhin 14,3% schaffte der Axa WF Euro 10-LT IC in den vergangenen 12 Monaten. Bezogen auf 3 Jahre sieht die Bilanz mit 29,6% allerdings relativ zum genannten Pimco-Fonds schon deutlich schlechter aus. Aber damit ist der Fonds bereits einer der großen Gewinner.
  • Wer auf den UniEuroAspirant A setzte, konnte in den vergangenen 3 Jahren 24,8% für sich verbuchen. Im vergangenen Jahr standen unter dem Strich lediglich 5,4% Zugewinn.

Fazit

Die Ergebnisse werden mit hoher Wahrscheinlichkeit in den nächsten Monaten schlechter.

Wegen der sinkenden Kurse im Bestand wird es auch für die Rentenfonds schwieriger, eine hohe Rendite mit Anleihen zu erwirtschaften. Das Risiko für neue Investoren wird damit aus unserer Sicht weiter steigen.

Die Devise lautet so: verkaufen.

3. August 2012

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Jan Aalto
Von: Jan Aalto. Über den Autor

Jan Aalto ist der Experte für Wirtschaft und Geldanlage.

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