Reporting: So machen Sie alles richtig

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Kleinere Betriebe verfügen meist über kein Berichtswesen, das zum Reporting einsetzen können. So machen Sie beim Reporting alles richtig. (Foto: Jinning Li)

Für größere Unternehmen ist ein internes und externes Berichtswesen eine Selbstverständlichkeit. Kleinere und mittlere Betriebe verfügen meist über kein Berichtswesen, das sie zur Bankeninformation einsetzen können.

Richten Sie zur Information Ihrer Banken ein Reporting (Berichtswesen) ein, das Sie so strukturieren sollten, dass Ihre Bank sich anhand Ihrer Zusammenstellungen ein vollständiges Bild von der wirtschaftlichen Entwicklung Ihres Unternehmens machen kann.

Beschränken Sie sich dabei auf das Wesentliche. Schreiben Sie keine Bücher, sondern konzentrieren Sie auf wenigen Seiten die entscheidenden Informationen. Halten Sie Details im Hintergrund, damit Sie jederzeit – falls dies von der Bank gewünscht wird – auch Einzelheiten darstellen können.

Musterbeispiele für ein Reporting

Betrachten Sie die folgenden Beispiele als Anregung für Sie, Ihre Banken zu informieren.

Beginnen Sie auf der 2. Seite mit einem Inhaltsverzeichnis, damit Ihr Banker sofort sieht, über welche Punkte Sie informieren.

Halten Sie Ihre Informationen präzise und knapp. Ausführlicheres Informationsmaterial über Details sollten Sie nach Anforderung der Bank zur Verfügung stellen. Ihr Reporting sollten Sie nicht mit Details aufblähen.

Das Deckblatt Ihres Reportings kann folgendermaßen aussehen:

Firma: Anschrift: Rechtsform: Ansprechpartner: (mit Telefon- und Fax-Anschluss sowie E-Mail-Adresse) Branche: Persönliche Haftung: (Quoten und Namen) IHK: (Anschrift Ihrer IHK) Branchenverband: (Anschrift) Bankverbindungen: (Kontoverbindungen, die Sie zu anderen Banken unterhalten, dortige Kreditengagements)

Reporting: Halten Sie die nachstehenden Unterlagen zur Verfügung

Sie benötigen nicht in jedem Fall alle diese Unterlagen und Informationen. Wenn Sie beispielsweise keine Investitionsmaßnahmen planen, benötigen Sie auch keinen Investitionsplan.

Sprechen Sie mit Ihrer Bank den Umfang des Reportings ab.

Um der Bank einen kurz gefassten Überblick über den aktuellen Stand zu geben, können Sie auch wesentliche Kennzahlen darstellen. Beachten Sie, dass diese Kennzahlen aktuell sein müssen.

Sie sind nicht der Bilanz zu entnehmen, sondern anhand der BWA- Zahlen jeweils aktuell zu ermitteln. Es ist entscheidend, dass Sie die Bank zeitnah über die Entwicklung informieren.

  • Betriebswirtschaftliche Auswertungen (BWA) oder kurzfristige Erfolgsrechnungen (KER) bzw. Kostenrechnungen
  • Rentabilitätsvorschaurechnung
  • Finanzplan (Liquiditätsplan)
  • Planbilanz
  • Investitionsplan
  • Gesamtkapitalrentabilität(wichtige Information über die Rentabilitätsentwicklung)
  • Cash-Flow(gibt Aufschluss über die Entwicklung der von Ihrem Unternehmen erwirtschafteten Überschüsse)
  • Eigenkapitalquote(die Bank soll die Entwicklung erkennen)
  • Working Capital(Beleg für die Liquiditätsentwicklung)
  • Debitorenziel(zeigt, wie gut Ihr Debitorenmanagement ist und ob Ausfälle drohen)
  • Kreditorenziel(zeigt, ob Sie unter Ausnutzung von Skonto zahlen oder unter Liquiditätsdruck stehen)

Stellen Sie der Bank im Rahmen Ihres Reportings jeweils die aktuelle BWA, mit Bestandsveränderungen und kalkulatorischer Abschreibung, zur Verfügung.

Stellen Sie zur besseren Übersicht gegenüber und weisen Sie Planabweichungen aus.

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David Gerginov
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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