Rette sich, wer kann: die eigene Stiftung als Renditesicherung

Wie können Sie Ihre Rendite bestmöglich vor dem legalen Zugriff Dritter schützen, beispielsweise Gläubigern, Finanzämtern oder »Erbschleichern«? Ein Schutzmechanismus, der dem unerreichba-ren Ideal eines absolut perfekten Schutzes immerhin extrem nahe-kommt, ist die Gründung einer eigenen Stiftung. Dieser Beitrag zeigt, dass es sich lohnt, über das Thema nachzudenken – sogar als »kleiner« Investor. (Foto: josefkubes / shutterstock.com)

Zu Beginn erlaube ich mir zwei Binsenweisheiten: Investieren ist erstens immer (!) mit Risiken verbunden. Und zweitens ist im Leben nur eins wirklich sicher: der Tod.

Weshalb sollten Sie sich von Anfang an Gedanken darüber machen, wie Sie die hoffentlich üppige Rendite Ihrer Immobilie möglichst sicher vor fiskalischem Lochfraß aller Art retten können. Wobei Sie sich (siehe Binsenweisheiten) darüber im Klaren sein sollten, dass es einen 100-prozentigen Schutz niemals geben kann. Aber 99,9 % ist ja auch kein schlechter Wert, oder?

99,9-prozentiger Schutz durch die eigene Stiftung

Legen Sie mich jetzt bitte nicht auf genaue Prozentzahlen fest. In jedem Fall aber ist die eigene Stiftung eine Renditesicherung, deren Schutzwirkung nach menschlichem Ermessen nicht übertroffen werden kann.

Wenn Sie sich in der Welt der »Erfolg-Reichen« umsehen, werden Sie feststellen, dass so gut wie jeder und jede von ihnen früher oder später zum Stiftungsgründer wird. Das gilt für den SAP-Boss Dietmar Hopp ebenso wie für Franz Beckenbauer und andere Prominente.

Natürlich, nach außen hin wird dabei der mildtätige Zweck betont, der mit der Gründung einer Stiftung unweigerlich verbunden ist. Denn eine gemeinnützige Stiftung unterstützt in aller Regel »selbstlos« Projekte, die beispielsweise dem Denkmalschutz zugutekommen, besonders bedürftige soziale Randgruppen unterstützen, medizinische Grundlagenforschung sicherstellen usw.

Und an der Ehrenhaftigkeit der Absichten all dieser Stiftungsgründer will ich hier auch keinen Millimeter rütteln. Ehrlich nicht!

Dennoch: Dass mit der Gründung einer Stiftung überdies sehr, sehr viele Vorteile für den Stiftungsgründer selbst verbunden sind, dürfte die Entscheidung zugunsten einer Stiftungsgründung in vielen Fällen, sagen wir mal, nicht unbedingt behindert haben.

Steuer- und andere Vorteile en masse

So bringt die Gründung einer eigenen Stiftung dem Stiftungsgründer nicht zuletzt eine Palette von Steuervorteilen ein, die man dem deutschen Staat – immerhin das Land mit der zweithöchsten Abgaben- und Steuerlast auf der ganzen, weiten Welt! – nicht im Entferntesten zugetraut hätte.

Sobald es nämlich um eine gemeinnützige Stiftung geht, streift der ansonsten erbarmungslos raffgierige deutsche Fiskus derart weite Spendierhosen über, dass man sich nur noch verwundert die Augen reiben kann.

SAP: Solide Geschäftszahlen und Milliarden-DealSAP gab heute solide Zahlen für das Geschäftsjahr 2017 bekannt, doch der Fokus lag auf der 2,4 Mrd. Dollar schweren Callidus-Übernahme › mehr lesen

Aber das ist längst nicht alles. Daneben bietet die eigene Stiftung einen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit unüberwindbaren Schutzwall gegen legalisierte Fremdzugriffe auf das eigene Vermögen: beispielsweise Ihre Immobilienrenditen.

»Erbschleicher« werden durch eine eigene Stiftung ebenso gründlich außen vor gehalten wie andere Lästlinge, beispielsweise die böswilligen deutschen Finanzämter oder pfändungsfreudige Gläubiger. Womit die Palette Ihrer Vorteile hiermit höchstens im Promillebereich ausgeleuchtet worden ist.

Erfolgsbeispiel Familienstiftung

Unter der Vielzahl möglicher Stiftungsformen gilt die Familienstiftung als Erfolgsmodell, gerade für Immobilieninvestoren, die ihr Vermögen schützen wollen. Denn im Kern sorgt die Familienstiftung dafür, dass der Immobilienbesitz als dauerhafte Ertragsquelle für die Familie vorhanden bleibt.

Beispielsweise besteht die Möglichkeit, dass die Stiftungserträge (nicht zu verwechseln mit dem Stiftungsvermögen, das »auf ewig« unangetastet bleibt) regelmäßig komplett an die einzelnen Familienmitglieder ausgeschüttet werden. Und das ohne jedes juristische oder steuerbehördliche Störfeuer.

Es würde den Rahmen dieses Beitrags sprengen, wenn ich auf sämtliche Pro-Argumente im Einzelnen zu sprechen käme.

Deshalb mein Tipp: Denken Sie erstens rechtzeitig an die Sicherung Ihrer Immobilienrendite – und informieren Sie sich über die geradezu unglaublichen Möglichkeiten, Ihr Vermögen mit einer eigenen Stiftung zu sichern.

Das lohnt sich schon bei verhältnismäßig »geringen« Beträgen. Die Stiftungsgründung ist also beileibe kein Thema, das nur Multimillionäre betrifft. Auch dem vermeintlich kleinen Investor stehen mit einer Stiftung große Möglichkeiten offen, sein Immobilieninvestment bestmöglich vor dem finanziellen Verfall zu bewahren.

Ich hoffe, Sie »verfallen« mir auch nächste Woche wieder. Dann nämlich habe ich wieder interessante Informationen aus der Welt des Immobilieninvestments für Sie parat. Schauen Sie also wieder vorbei!


© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Paul Misar. Über den Autor

Paul Misar, Entrepreneur mit aktuell 11 Firmen (einigen davon im Immobilienbereich), Bestseller-Autor, Speaker of the Year 2013 und gefragter Experte auf dem Gebieten“ finanzielle Freiheit“ und  Immobilien.