Rezession droht: Japans Exporte zum achten Mal in Folge rückläufig

Japan: Das sind die Gründe für die Deflationskrise

Die Rolle der Exporte ist nicht nur bei uns in Deutschland wichtig – auch in Japan gehen die Exporte zurück. Das hat deutliche Folgen für das Land. (Foto: Vincent Tang - Fotolia)

Viele Länder sind exportabhängig – und dazu gehört nicht nur Deutschland. Aber eins ist klar: wenn sich die weltweite Konjunktur eintrübt, wird Deutschland als massiv exportorientiertes Land besonders stark betroffen sein. Aber es gibt auch noch andere Länder, die vor den gleichen Herausforderungen bei einem schwachen Export stehen. Zu diesen Ländern gehört auf jeden Fall auch Japan.

Wie das japanische Finanzministerium kürzlich mitteilte, sind die Exporte Japans auch im Juli, und damit zum achten Mal in Folge, um weitere 1,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zurückgegangen. Nach China lieferte Japan im Vergleichszeitraum sogar um 9,3 Prozent weniger Waren und Dienstleistungen.

Daran sehen Sie, dass nicht nur bei uns, sondern auch in Asien und letztlich weltweit die Konjunktur immer schwächer wird. An dem starken Rückgang der Exportzahlen Japans nach China sehen Sie, dass vor allem die „Wachstumslokomotive“ China erheblich zu schwächeln beginnt.

„Exportweltmeister“ Deutschland unter Druck

Doch Exportverluste, wie sie Japan derzeit zu verkraften hat, werden den „Exportweltmeister“ Deutschland noch viel mehr treffen. Während Japan gerade einmal etwa 15 Prozent seines Bruttoinlandsproduktes (BIP) mit Exporten erwirtschaftet, ist es bei uns fast die Hälfte. Kein anderes Land der Welt generiert dermaßen hohe Exportüberschüsse und ist damit so abhängig vom Export wie gerade Deutschland. Allein 2018 waren es 260 Milliarden Euro, die Deutschland mehr an Waren und Dienstleistungen exportiert, als importiert hat.

Daraus ergibt sich eine ungeheure Sprengkraft für die wirtschaftliche Entwicklung. Ganze Branchen wie zum Beispiel die großen Automobilkonzerne sind extrem vom Export abhängig. Und wenn hier die Absatzahlen in Folge einer globalen Krise einbrechen, kann es zu dramatischen Verschiebungen kommen. Zudem besteht immer auch die Gefahr das tausende Arbeitsplätze einfach wegfallen und dann eine Krise in Deutschland sofort auftritt. Aber Deutschland ist eben nur ein Krisenherd.

Wenn jetzt weltweit die Konjunktur einbricht, dann wird das am meisten Deutschland mit seiner Exportabhängigkeit treffen. Deshalb ist es für Sie wichtig, sich gerade in Deutschland jetzt aktiv auf den sich ankündigenden Crash vorzubereiten. Das tun Sie, indem Sie Ihr Vermögen breit streuen in verschiedene Anlageklassen zu denen auf jeden Fall auch Fremdwährungen und Edelmetalle gehören.

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Günter Hannich
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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