Rezession kommt: Gewinn bei Gabelstapler-Hersteller bricht ein

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Für eine aufkommende Rezession gibt es viele Signale - was die aktuell schwachen Aussichten beim Gabelstapler-Hersteller Jungheinrich wirklich bedeuten. (Foto: romaset/AdobeStock)

2019 war ein ganz besonderes Jahr. Die Börsen kletterten auf immer neue Rekordstände – und gleichzeitig mehrten sich die Anzeichen für einen wirtschaftlichen Abschwung bis hin zur Rezession. Für die Bestimmung einer Rezession gibt es viele Signale.

So sind für viele Experten einfach nur die aktuellen Wirtschaftsdaten für die Gesamtwirtschaft maßgeblich. Sinken die in zwei Quartalen in Folge, dann spricht man im wissenschaftlichen Sinn von einer Rezession.

Doch bei einer so stark aufgegliederten Wirtschaft wie der in Deutschland gibt es viele weitere Signale für eine aufziehende Rezession. Dabei bin ich bei meiner Analyse der aktuellen Wirtschaftsdaten auf einige interessante Fakten gestoßen.

So erwarten Analysten, dass das Jahresergebnis 2019 bei dem weltweit drittgrößten Gabelstaplerhersteller Jungheinrich massiv einbricht. Während das Unternehmen noch bis zu 260 Millionen Euro als operatives Ergebnis anpeilt, wird dieses nach Analystenmeinung allenfalls maximal 200 Millionen Euro betragen. Statt 6,7 Prozent fällt damit die Marge auf bis zu 4,0 Prozent.

Das Geschäft geht also deutlich zurück, die gesteckten Ziele können immer weniger erreicht werden. Wegen des unsicheren Markts wird das nächste Jahr noch schwieriger werden, was dazu führte, dass die Aktie schon kürzlich um 20 Prozent einbrach und das Unternehmen seit dem Allzeithoch Anfang 2018 um 50 Prozent an Wert verloren hat.

Konjunktur wird weltweit weiter massiv einbrechen

Das ist ein weiteres Beispiel für Sie, wie massiv jetzt weltweit die Konjunktur einbricht. Gabelstapler werden in nahezu jedem Industriezweig benötigt – geht hier die Nachfrage nachhaltig zurück, dann deutet das auf massive Probleme in der Industrie hin.

Das bedeutet für Sie, dass Sie sich unbedingt warm anziehen und vor allem Ihr Vermögen sturmfest machen sollten. Die Boom-Zeiten sind vorbei, jetzt kommt eine Rezession und das heißt auch, dass die meisten zyklischen Aktien nach wie vor extrem zu hoch bewertet sind und daher an der Börse ein Crash droht.

Deshalb sollten Sie Ihr Aktienengagement strikt. Dingend nötig ist auch eine Short-Absicherung, die dann im Falle der Korrektur massiv an Wert gewinnt. Wenn Sie Ihr Vermögen so aufbauen und flexibel bleiben, dann ist das aktiver Krisenschutz. Doch genau den vernachlässigen viele Investoren und setzen einseitig auf die heute schon viel zu teuren Aktien beispielsweise von Tech-Aktien. Das wird noch für ein böses Erwachen bei vielen Investoren sorgen, wenn dann die Kurse massiv absinken in diesem Segment.

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Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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