Rezession voraus: Automarkt in China fällt weiter

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Lange Zeit war China ein Boomland – gerade auch für die Autoindustrie. Doch hier dreht die Stimmung schon länger und es kann schon bald ungemütlich werden. (Foto: xieyuliang / shutterstock.com)

Die deutsche Autoindustrie steht vor großen Herausforderungen. Das liegt auch an der Schwäche eines Hauptabsatzmarktes. So war China über Jahre hinweg bei vielen Autoherstellern ein extrem wichtiger Markt und die Zahl der verkauften Fahrzeuge kannte nur eine Richtung: Nach oben.

Doch seit zwei Jahren hat sich das Blatt gewendet. Wie der Branchenverband der chinesischen Autoindustrie China Passenger Car Association (CPCA) mitteilte, ist der Autoverkauf in China im September zum Vorjahresmonat erneut um 6,6 Prozent auf nur noch 1,8 Millionen Fahrzeuge eingebrochen. Damit ist der Autoabsatz bereits zum 15. Mal in den letzten 16 Monaten rückläufig.

Das bedeutet, dass der Automarkt in China dieses Jahr schrumpfen wird, was zuvor in den letzten 30 Jahren bislang nur einmal vorgekommen ist. Sonst gab es jedes Jahr nur kräftige Zuwächse. Daran sehen Sie, dass sich die wirtschaftliche Lage in China zusehends verschlechtert, denn solange die Wirtschaft in dem Land gewachsen ist, haben die Chinesen auch immer mehr Autos gekauft. Das liegt auch daran, dass Autos in China auf jeden Fall noch als Statussymbol gelten und dort eine zahlungskräftige Mittelschicht immer weiter wächst, die eben genau auf diesen Status setzt.

Schwache Autokonjunktur in China hat auch Folgen für Deutschland

Die Entwicklung in China hat direkte Auswirkungen auf Deutschland. So verkauft beispielsweise VW 40 Prozent seiner PKWs alleine in China. Damit wird schnell deutlich, welche gewaltigen Probleme die Automobilindustrie als einer der größten Industriezweige in Deutschland bekommt, wenn diese Entwicklung anhält. Immerhin hängt jeder sechste Arbeitsplatz in Deutschland direkt oder indirekt von der Autoindustrie ab. Ein dauerhaft sinkender Export von Fahrzeugen nach China kann damit bei uns unmittelbar zu einer allgemeinen Wirtschaftskrise führen.

Das bestätigt abermals die Berechtigung meiner Warnung an Sie, sich auf keinen Fall an solchen zyklischen, konjunkturabhängigen Unternehmen wie denen der Autoindustrie zu beteiligen. Kaufen Sie ausschließlich die Aktien von Unternehmen, welche auch in Krisenzeiten noch Gewinne machen.

Der rückläufige Autoverkauf in China ist darüber hinaus für Sie ein deutliches Zeichen dafür, dass die Boom-Zeiten bald zu Ende gehen werden. Sie sollten deshalb gerade jetzt Ihr Depot sturmfest machen. Das tun Sie durch die breite Streuung Ihres Anlagekapitals in Fremdwährungen, Edelmetalle und eben die sicheren Aktienpositionen.

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Günter Hannich
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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