Rheinmetall nach guten Zahlen mit deutlicher Dividendenerhöhung

Der im MDax notierte Rüstungshersteller und Autozulieferer Rheinmetall hielt am heutigen Donnerstag in Düsseldorf seine Bilanzpressekonferenz ab. Gleich zu Beginn der Pressekonferenz schlugen die Verantwortlichen von Rheinmetall vor, aus dem Gewinn des vergangenen Geschäftsjahres 1,10 Euro Dividende je Aktie an die Aktionäre auszuschütten.

Das bedeutet im Vergleich zum Vorjahr eine deutliche Steigerung um 80 Cent je Aktie. Auf Basis des aktuellen Kurses der Rheinmetall-Aktie ergibt das eine Dividendenrendite von immerhin gut 1,6%.

Neben der deutlich höheren Dividende, die das Unternehmen im laufenden Jahr ausschütten will, haben sich die Anleger auch über die guten Zahlen des vergangenen Geschäftsjahres gefreut und über den positiven Ausblick für 2016.

Die 2015er-Zahlen in Kurzform

Da Rheinmetall das Zahlenwerk für das vergangene Geschäftsjahr bereits im Februar vorab vorgestellt hatte, möchte ich an dieser Stelle nur kurz auf die wichtigsten Eckdaten eingehen.

Der operative Gewinn (EBIT) verbesserte sich in 2015 um 181% auf 287 Mio. Euro. Der Umsatz wurde im Vergleich zum Vorjahr um 10,4% auf 5,18 Mrd. Euro getseigert.

Das erwartet Rheinmetall für das laufende Geschäftsjahr

Im laufenden Jahr wird Rheinmetall nach Einschätzung des Unternehmens-Chefs Armin Papperger weiter von den Sicherheitsbedenken in vielen Ländern profitieren und den operativen Gewinn (EBIT) voraussichtlich um 15% steigern können.

Vor allem im Rüstungsgeschäft erwartet das Unternehmen weitere schnelle Verbesserungen. Für den Umsatz dieser Sparte, in der beispielsweise Leopard-Panzer gebaut werden, prognostizierte der Rheinmetall-Vorstand heute einen Umsatz von rund 2,8 Mrd. Euro nach 2,59 Mrd. Euro im Vorjahr.

Die operative Gewinnmarge (EBIT-Marge) wird in der Rüstungssparte im Geschäftsjahr 2016 zwischen 4,5 und 5% erwartet. Im Vorjahr lag die operative Gewinnmarge in der Rüstungssparte noch bei lediglich 3,5%.

„Die internationale Konfliktlage veranlasst viele Staaten, wieder mehr für ihre Streitkräfte auszugeben“, sagte Rheinmetall-Chef Armin Papperger.

In der zweiten Sparte, dem Geschäft als Automobilzulieferer, rechnen die Rheinmetall-Chefs mit einer etwas kleineren Umsatzsteigerung als in der Rüstungssparte. Hier plant das Unternehmen mit einem Anstieg von 2,59 auf 2,7 Mrd. Euro.

Die operative Gewinnmarge (EBIT-Marge) in der Sparte, in der unter anderem Technik zur Schadstoffreduzierung hergestellt wird, soll nach 8,3% im Vorjahr in diesem Jahr bei 8% liegen und damit annähernd gleich bleiben.

Konzernweit (also über beide Sparten verteilt) wird eine operative Gewinnmarge von rund 6% angestrebt – nach 5,5% im Vorjahr. Zu dieser Verbesserung soll vor allem die Rüstungssparte beitragen.

Meine Einschätzung zu Rheinmetall

Wer sich nicht davor scheut, in ein Unternehmen zu investieren, das rund die Hälfte seiner Umsätze im Bereich Rüstung erwirtschaftet, findet in Rheinmetall ein Unternehmen, das aus meiner Sicht derzeit an der Börse weder zu teuer noch zu billig ist.

Sollte sich die internationale Konfliktlage nicht bessern oder gar noch verschärfen, bietet die Rheinmetall-Aktie weiteres Gewinnpotenzial.

17. März 2016

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Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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