RIB Software kann mit Zahlen überzeugen

Die Mehrheit der US-Unternehmen meldet derzeit gute Quartalszahlen, v. a. der Technologie-Bereich sorgt für echte Glanzlichter.

Bei deutschen Werten läuft die Quartals-Serichtssaison hingegen noch nicht ganz so rund.

Aber auch hier gibt es erste Hoffnungsschimmer. Dazu zählen die starken Zahlen des Tec-DAX-Mitglieds RIB Software.

Der Konzern beweist, dass auch deutsche Technologiewerte, trotz z. T. hoher Erwartungen, noch das Potenzial für Überraschungen haben.

RIB Software – Ein Firmen-Portrait

Die RIB Software SE kann bereits auf eine lange Geschichte zurückblicken: Sie wurde bereits im Jahr 1961 gegründet und verfügt über den Firmensitz in Stuttgart.

Der Konzern kam zwar erst im Jahr 2011 auf das Börsen-Parkett, ist aber bereits seit mehr als 2 Jahren Bestandteil des TecDAX.

Die RIB Software AG zählt zu den größten Software-Anbietern im Segment Enterprise-Resource-Planning und bietet Lösungen für das Bauwesen.

Aus diesem Grund kann es auch nicht verwundern, dass die großen Bauunternehmen zu der Kundengruppe der Stuttgarter gehören.

Mit über 750 qualifizierten Mitarbeitern in mehr als 30 Niederlassungen weltweit betreut die Gesellschaft rund 100.000 Kunden.

Quartalszahlen überraschen positiv

Eine positive Überraschung der Quartals-Ergebnisse hat sich bereits Ende Mai abgezeichnet:

Damals erhielt der Bausoftware-Hersteller einen Auftrag von „einem der größten Telekommunikations-Unternehmen Europas“, der nicht namentlich genannt wurde.

Dass sich das Geschäft positiv entwickelt hat und die Erwartungen deutlich übertroffen wurden, war am Montag zu erkennen:

So kletterte das um Sonderposten bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen um 43% auf 9,3 Mio. €.

Auch der Umsatz legte kräftig zu und steigerte sich um nahezu 11% auf 27,1 Mio. €. Dabei war gerade die Entwicklung im Bereich der neuen Software-Lizenzen auffällig.

Bei diesen Zahlen verwundert es auch nicht, dass die Prognosen für das Gesamtjahr bekräftigt wurden.

Diese sehen eine Spanne beim Umsatz zwischen 98 Mio. und 108 Mio. € bei einem EBITDA zwischen 28 und 38 Mio. € vor.

Volatiler Kursverlauf der Aktie in den vergangenen Jahren

Zunächst war die Aktie nach einem erfolgreichen Börsengang – die ersten Kurse lagen bei rund 9 € – im August 2011 bis auf fast 3 € abgerutscht.

Im Anschluss setzte eine nachhaltige Erholung ein, die den Wert bis auf nahezu 17 € hochkatapultierte.

Mit den starken Zahlen im Rücken stehen die Chancen nicht schlecht, dass der Wert seinen jüngsten Aufwärtstrend fortsetzen kann.

Zwar liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) mit mehr als 30 recht hoch, und die Dividendenrendite von knapp 1,5% verfügt über Luft nach oben.

Dennoch rechne ich mit weiteren positiven Überraschungen der Stuttgarter und halte auch eine Prognose-Erhöhung für das Gesamtjahr für möglich.

2. August 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.

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