Richtige Prognose: Bitcoin verliert in einem Jahr 80 Prozent an Wert

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Die Spekulation beim Bitcoin hat für viele Investoren hohe Verluste gebracht. Genau das habe ich schon vor einem Jahr erwartet. (Foto: Wit Olszewski / shutterstock.com)

Vor einem Jahr wurde der Anstieg der Kryptowährung Bitcoin in den Medien gefeiert. Während diese Währung im Dezember 2017 mit fast 20.000 Dollar pro Bitcoin ihren Höhepunkt erreichte, fiel sie kürzlich unter 4.000 Dollar pro Bitcoin. Damit hat der Bitcoin in einem Jahr einen Verlust von etwa 80 Prozent erlitten.

Als vor einem Jahr der Rekordstand markiert wurde, stand die Behauptung im Raum, dass diese Kryptowährung in absehbarer Zeit auf 100.000 Dollar pro Bitcoin steigen werde. Für mich war jedoch dieser Absturz schon damals vorhersehbar, denn ausnahmslos jede exponentielle Entwicklung endet in einem Crash. Und bereits der Anstieg des Bitcoins auf knapp 20.000 Dollar zeigte einen exponentiellen Verlauf.

Schon im Dezember 2017 habe ich vor dem Bitcoin-Crash gewarnt

Deshalb schrieb ich dazu im Dezember 2017 in meinem Info-Dienst „Crash-Investor“:

„Doch zeigt die exponentielle, also immer schnellere Entwicklung nach oben, deutlich, dass es sich dabei keineswegs um ein gesundes Wachstum handelt. Und dass auch beim Bitcoin offensichtlich die Bäume nicht in den Himmel wachsen, zeigen die letzten Tage. …

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In der Natur endet jede exponentielle Entwicklung letztlich im Zusammenbruch, da nichts im begrenzten Raum unendlich wachsen kann. Letztlich ist auch das Finanzsystem nur eine Ableitung der Natur und damit gelten auch hier die Naturgesetze. Zwar kann eine Entwicklung für begrenzte Zeit exponentiell nach oben gehen, doch sie kann nicht dauerhaft stabil sein und sie wird an sich selbst zugrunde gehen.

Das gilt für die Aktienmärkte genauso wie für die explodierende Verschuldung oder hier der Kursentwicklung des Bitcoins. Erschwerend kommt in diesem Fall dazu, dass sich die Entwicklung nicht über Jahre oder Jahrzehnte erstreckte, sondern in Wochen oder sogar nur wenigen Tagen erfolgte. Mit einer Wertsteigerung von über 1.800 Prozent alleine in diesem Jahr gilt der Bitcoin jetzt schon als größte Blase der Geschichte und hat damit die Tulpenblase im 17. Jahrhundert in Holland bereits deutlich übertroffen, als am Ende Tulpenzwiebeln mit Gold aufgewogen wurden.“

Wie Sie sehen, habe ich recht behalten. Für Sie ist das ein weiterer Hinweis darauf, keinesfalls in irgendwelche Modeströmungen zu investieren. Sie sollten im Gegenteil gerade dann von solchen Anlageobjekten Abstand nehmen, wenn sie breit beworben werden und sich exponentiell entwickeln. Das endet letztlich meist im Desaster und im Vermögensverlust.

Viele Anlageformen wie Edelmetalle sind heute nicht in Mode. Sie sind aber genau deshalb für Sie von Interesse und werden langfristig eine weitaus höhere Rendite bringen, als irgendwelche hochgejubelten Modeinvestments.


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Günter Hannich
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.