Roche: 34. Dividendenerhöhung in Serie

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Pharma-Unternehmen zählen zu den verlässlichsten Dividenden-Zahlern. So auch der Schweizer Krebs-Spezialist Roche. (Foto: Jonathan Weiss / Shutterstock.com)

Ich habe Ihnen in den vergangenen beiden Wochen hier im Schlussgong passend zur anstehenden Dividenden-Saison mit Nestlé und L’Oréal zwei europäische Dividenden-Champions vorgestellt. Heute folgt mit dem Schweizer Krebs-Spezialisten Roche ein weiterer europäischer Kandidat für Ihr Dividenden-Depot.

Der Pharma-Gigant Roche steigert in diesem Jahr bereits zum 34. Mal in Folge die Dividende. Roche legt größten Wert auf eine Fortsetzung dieser Dividenden-Serie. So gehören die Schweizer zu den wenigen Unternehmen, die jeweils schon im Halbjahresbericht einen Hinweis auf eine weiter steigende Dividende geben.

Roche setzt auf Diagnostik und Pharma

Roche ist eines der führenden Unternehmen im forschenden Gesundheitswesen. Das Unternehmen setzt auf die beiden Standbeine Pharma und Diagnostik und entwickelt als – nach eigenen Angaben – weltweit größtes Biotech-Unternehmen Medikamente für die Onkologie, Immunologie, Infektionskrankheiten, Augenheilkunde und Neurologie.

Roche zählt sich auch zu den weltweit bedeutendsten Anbietern von Produkten der sogenannten In-vitro-Diagnostik und gewebebasierten Krebstests und gilt als Pionier im Diabetesmanagement. Zu den zukünftigen Wachstumstreibern gehört auch die „Personalisierte Medizin“, die Roche ebenfalls abdeckt.

Seit der Gründung im Jahr 1896 hat Roche in der Medikamentenforschung viele Meilensteine erreicht. Auf der Liste der unentbehrlichen Arzneimittel der Weltgesundheitsorganisation stehen 24 von Roche entwickelte Medikamente, darunter lebensrettende Antibiotika, Malariamittel und Chemotherapeutika. Wenig überraschend spielen die Schweizer auch beim Kampf gegen Corona eine wichtige Rolle.

Gute Zahlen im vergangenen Geschäftsjahr

Roche erzielte in 2020 einen Umsatz von 58,3 Mrd. Schweizer Franken (CHF). Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Rückgang von 5%. Um negative Währungseffekte bereinigt, stiegen die Erlöse dagegen um 1%.

Unter dem Strich verdiente Roche mit 15,1 Mrd. CHF 7% mehr als im Vorjahr. Währungsbereinigt betrug der Zuwachs sogar 17%. Auch die weiteren Aussichten sind gut: Insgesamt rechnet der Konzern für 2021 mit einem Umsatzplus im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich.

Hohe historische Dividenden-Renditen

Schauen wir abschließend noch auf die historische Dividenden-Rechnung, die Sie bereits von meinen Schlussgong-Beiträgen zu Nestlé und L’Oréal kennen: Aktionäre, die im Jahr 2001 (also vor 20 Jahren) Roche-Aktien zum Preis von 136,50 CHF erworben haben und in diesem Jahr eine Dividende von 9,10 CHF erhalten, können sich über eine Rendite von 6,67% freuen.

Roche-Aktionäre, die vor 10 Jahren nach einer längeren Durststrecke zu 131,70 CHF eingestiegen sind, kommen in diesem Jahr auf eine Dividenden-Rendite von 6,91%. Für Neueinsteiger liegt die Rendite bei 2,9%.

Noch ein abschließender Hinweis zu den börsennotierten Wertpapieren von Roche: Von Roche gibt es nur 160 Mio. Inhaberaktien, aber 693 Mio. Genussscheine (GS). An der Börse werden die Genussscheine stärker gehandelt und mit den Aktien gleichgesetzt.

Daher empfiehlt es sich eher auf die Genussscheine zu setzen als auf die Aktie. Mehr Informationen zu Roche und zu anderen internationalen Dividenden-Champions erhalten Sie in der jüngsten Spezial-Ausgabe meines Börsendienstes „Der Depot-Optimierer“.

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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands und teilt seine Expertise bereits seit rund 20 Jahren als Chefredakteur von „Morriens Depot-Brief“ (für den erfolgreichen Börsenstart), dem „Depot-Optimierer“ (Vermögensaufbau mit Value-Ansatz) und von „Rolf Morriens Power Depot“ (dynamisches Trading-Depot) sowohl mit Börseneinsteigern als auch mit ambitionierten Privatanlegern.

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