Roche Aktie: Neues von der Dividende

Das Schweizer Pharma-Unternehmen Roche hat mit seiner Bilanz für das abgelaufene Jahr die Erwartungen der Analysten nahezu punktgenau getroffen.

Mit einem Umsatz von 50,6 Mrd. Schweizer Franken blieb der Konzern nur minimal hinter den durchschnittlichen Prognosen, die bei 50,7 Mrd. Franken gelegen hatten.

Im Vergleich zum Vorjahr verbucht Roche somit ein Umsatz-Plus von 5%.

Punkten konnten die Schweizer v. a. mit ihrem starken Pharma-Geschäft und einer erfreulichen Umsatz-Entwicklung in der Diagnostik-Sparte.

Der Kernbetriebs-Gewinn von Roche stieg ebenfalls um 5% auf 18,4 Mrd. Franken, die Marge lag bei gut 36%.

Roche stärker als Novartis

Damit schneidet Roche unterm Strich wesentlich besser ab als sein Rivale Novartis.

Der ebenfalls in der Schweiz beheimatete Pharma-Konzern hatte zuletzt mit auslaufenden Patenten seiner stärksten Zugpferde zu kämpfen, ohne dass bereits Ersatz in den Startlöchern stand.

Diese sind erst ab 2018 zu erwarten – dann rechnet Novartis auch mit dem nächsten größeren Wachstumsschub. Daher fiel der Umsatz bei Novartis 2016 um 2% schwächer aus als zuvor.

Auch die Marge, also das Verhältnis von operativem Kern-Ergebnis zu Umsatz, entwickelte sich rückläufig und lag mit 26,7% deutlich hinter dem von Roche erzielten Kennwert.

Klare Dividenden-Politik

Dennoch bleibt aus Anlegersicht auch bei Roche ein Wermutstropfen:

Denn obwohl das Konzern-Ergebnis um 7% gesteigert werden konnte auf 9,7 Mrd. Franken, soll die Dividende nur um 1% angehoben werden auf 8,20 Franken je Aktie und Genussschein.

Immerhin: Es ist bereits die 30. Anhebung der Dividende in Folge, die Rendite lag zuletzt bei 3,5%.

In Sachen Dividenden-Politik steht Novartis dem Konkurrenten jedoch in nichts nach: Auch hier wurde, trotz schwächerem Jahres-Ergebnis, die Dividende angehoben – zum 20. Mal in Folge.

Die Ausschüttung soll um 2% steigen von zuvor 2,70 Franken je Aktie auf nun 2,75 Franken je Aktie. Gemessen am Kursniveau liegt die Dividendenrendite damit sogar bei 3,8%.

Roche-Genussschein: 2017 wie im Vorjahr?

Für das neue Jahr erwarten weder Roche noch Novartis tiefgreifende Veränderungen:

Novartis gab im Ausblick an, zu konstanten Wechselkursen einen vergleichbaren Umsatz wie im Vorjahr einfahren zu wollen.

Bei Roche rechnet man mit niedrigen bis mittleren einstelligen Zuwachsraten.

Der wesentliche Unterschied zwischen beiden Unternehmen ist, dass sich Roche bereits vor einigen Jahren spezialisiert hat und seither vor allem im Bereich der Krebs-Therapie tätig ist.

Seine Generika-Sparte hat der Konzern bereits 2010 veräußert.

Novartis hingegen unterhält verschiedene Sparten und agiert dadurch im Vergleich schwerfälliger. Auch mit Blick auf die Kurs-Entwicklung der Anteilsscheine steht Roche etwas besser da:

In den vergangenen 5 Jahren hat sich der Roche-Genussschein um rund 70% verteuert, während die Novartis-Aktie im gleichen Zeitraum lediglich um 60% zulegen konnte.

Beide Kurse verzeichneten im Jahr 2015 einen deutlichen Ausbruch nach oben und fielen 2016 wieder zurück. Auf Jahressicht haben sie sich daher unterm Strich kaum bewegt.

2017-02-10 Roche

10. Februar 2017

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Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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