Rohstoff-Bilanz 2019: Positive Trendwende gelungen

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2018 war ein schwaches Jahr an den Börsen – und bei den Rohstoffen. Doch 2019 hat bisher schon eine positive Trendwende bei vielen Rohstoffen gebracht. (Foto: optimarc / Shutterstock.com)

Das erste Halbjahr hatte es wirklich in sich an den Börsen. Das will ich Ihnen heute zeigen – in dem ich auf die Entwicklung ganz unterschiedlicher Anlageklassen schaue und ganz speziell natürlich auf die Entwicklung einzelner Rohstoffe blicke.

Fakt ist: Das erste Halbjahr 2019 war einmal mehr ein tolles Halbjahr für viele US-Aktien. Ganz besonders gut haben sich die High-Tech-Werte an der Technologiebörse Nasdaq entwickelt. Der dort maßgebliche Nasdaq 100 Index hat um fast 23% in diesem Jahr schon zugelegt.

Aber auch der marktbreite US-Index S&P 500 hat fast 20% zugelegt. Auch das ist ein herausragender Wert, den dieser Index in den vergangenen 6 Jahren nur einmal im 2. Halbjahr 2014 mit einem Zuwachs von 20,1% leicht überschritten hat. Deutsche Aktie müssen sich aber hinter der US-Konkurrenz nicht verstecken: Der MDAX hat 18,7% und der DAX immerhin auch noch um17,4% zugelegt. Das sind ebenfalls herausragende Werte.

Goldpreis legt 2019 bisher klar zu

Nach einer eher schleppenden Entwicklung seit dem 2. Halbjahr 2016 hat auch der Goldpreis endlich den Befreiungsschlag geschafft. Darauf bin ich zuletzt schon häufiger eingegangen an dieser Stelle. Tatsächlich hat der Goldpreis mit dem Anstieg um knapp 11% das beste Ergebnis seit dem 2. Halbjahr 2016 erzielt.

Bei den Rohstoffen selbst hat sich das Bild im Vergleich zum 2.Halbajhr 2018 auch komplett gewandelt. Wir erinnern uns noch alle an das extrem schwache 4. Quartal 2018 – bei den Aktien und Rohstoffen. Das hat natürlich das gesamte 2. Halbjahr 2018 negativ belastet.

Aber die ersten 6 Monate brachten doch die klare Trendwende: So ist der wichtige GSCI Commodity Index um mehr als 13% gestiegen. Bei den Einzelrohstoffen hat Palladium die starken Zuwächse weiter fortgesetzt mit einem Plus von 28,4%. Auf Jahressicht liegt der Palladium-Preis um 65% und auf 3-Jahres-Sicht sogar mit knapp 170% im Plus. Solche Zuwächse sind schon enorm und auch erstaunlich. Doch beim Palladium gibt es dafür handfeste Gründe.

Das Edelmetall ist wichtig für den Einsatz bei Abgaskatalysatoren für Benzinfahrzeuge. Die sind natürlich im Zuge der vielen Diesel-Skandale in den vergangenen Jahren stark nachgefragt worden. Und im Gegensatz dazu hat die Nachfrage beim Platin klar nachgelassen. Platin wird vornehmlich für Katalysatoren in Dieselfahrzeugen eingesetzt. Sie können sich denken, wie die Performance beim Platin ausgefallen ist: Auf 5-Jahres-Sicht ist der Preis um 43% eingebrochen. Im ersten Halbjahr hat es immerhin eine leichte Erholung um rund 5% gegeben.

Der Blick auf die Performance 2019 bisher zeigt mir aber ganz klar: Nach dem extrem schwachen 2018 hat es doch viele positive Trendwenden gegeben. Das stimmt doch zuversichtlich für das zweite Halbjahr.

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Heiko Böhmer
Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

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