Rohstoffe aktuell weiter gefährdet

Kurzfristig haben sich die Rohstoff-Preise erholt, und viele Experten empfehlen jetzt wieder einzusteigen – doch mittelfristig sieht das ganz anders aus:

In vielen Teilen des Rohstoff-Sektors haben wir in den vergangenen Jahren zunächst einmal massive Korrekturen gesehen:

So lag der Preisrückgang beim Gold bei 35%, beim Silber bei 56%, bei Nickel bei 45% und bei Kupfer bei 36% – immer bezogen auf die Hochstände der Jahre 2011 und 2012.

Das Inflations-Märchen

Daran sehen Sie, dass es sich bei der seit der Finanzkrise 2008 immer wieder beschworenen Inflation um ein Märchen handelt.

Der Preisverfall bei den Rohstoffen ist ein direkter Beweis dafür, dass wir uns im Gegenteil bereits in einer beginnenden Deflation befinden.

Und es zeigt, dass die reale Wirtschaft weltweit keineswegs so boomt, wie das die Aktienmärkte suggerieren.

Daran ändern eben auch die jetzt kurzfristig wieder gestiegenen Preisniveaus bei den Rohstoffen nur wenig.

Ein Beispiel ist der Ölpreis: Noch vor knapp 3 Jahren kostete das Barrel Rohöl weit über 100 Dollar, jetzt sind es nur noch 55 Dollar.

Deflation wird auch durch andere Anzeichen angedeutet. Dazu trägt auch das Niedrigzins-Umfeld bei, welches ebenfalls ein Beweis für eine Deflation ist:

Hätten wir eine Inflation, würden die Zinsen steigen, da die Banken die Inflation in den Zins einpreisen würden – Niedrigzinsen sind damit ein direkter Beleg für eine deflationäre Entwicklung.

Rohstoff-IInvestments lohnen sich erst nach der Finanzkrise

Wie kritisch Rohstoffe in einer richtigen Finanzkrise sind, konnten Sie ebenfalls 2008 sehen: Damals verfiel der Preis beispielsweise für Kupfer sogar um 70%.

Das wird sich meiner Einschätzung nach in der jetzt kommenden Finanzkrise wiederholen. Hinzu kommt, dass die nächste Finanzkrise erheblich schärfer ausfallen wird als die von 2008.

Seit damals haben sich die weltweiten Schulden um über 40% gesteigert. Die meisten Staaten haben schlicht keine Mittel mehr, um eine erneute Finanzkrise so abzuwehren, wie es 2008 noch gelang.

Deflations-Krise steht vor der Tür

Ergebnis wird eine Deflations-Krise sein, die ähnlich verlaufen wird wie die der 30er-Jahre: Es wird Massen-Arbeitslosigkeit, Preisverfall aller Sachgüter und Banken-Pleiten geben.

In der Deflation wird es dann allerdings interessant für sie in Rohstoffe zum Niedrigstpreis einzusteigen:

Hier rate ich dann dazu auf physisches Material zu setzen, um mögliche Emittenten-Pleiten von Zertifikaten auszuschließen.

6. März 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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