Rohstoffe: Industriemetalle haben noch „Luft“ nach oben

Rohstoff-Investments gehören deshalb weiterhin in jedes gut diversifizierte Depot. (Foto: Djelen / Shutterstock.com)

Die Rohstoffhausse dauert schon mehrere Jahre. Da Rohstoff-Zyklen in der Regel andauern (bis zu 20 Jahre), sollte sich die positive Bewegung auch in diesem Jahr weiter fortsetzen. Rohstoff-Investments gehören deshalb weiterhin in jedes gut diversifizierte Depot.

Viele Anleger entdecken diese Anlageklasse erst jetzt. Aber es ist noch nicht zu spät, mit Rohstoff-Anlagen lukrative Renditen zu erzielen. In dem aktuellen Beitrag hat der „Geldanlage-Berater“ die Industriemetalle näher unter die Lupe genommen. Die mittel- bis langfristigen Aussichten dieser Rohstoffklasse sind weiterhin sehr gut.

Die anhaltend hohe industrielle Nachfrage und der umfassende Aufbau einer Infrastruktur in den Boomländern Asiens wird noch auf Jahre hinaus die Preise vor massiven Einbrüchen schützen.

Der Markt kann noch um 40% steigen

Zusätzlich dienen Rohstoffe auch als Inflationsschutz und als Absicherung gegen eine eventuelle Abwertung des US- Dollars.

Denn das ist ein Grund für die aktuell teilweise schon recht hohen Rohstoffpreise. Inflationsbereinigt sind die meisten Rohstoffe noch weit von den Höchstständen in den 70er und frühen 80er Jahren entfernt. Betrachtet man den Gesamtmarkt, so besteht aktuell noch ein Aufholpotenzial von rund 40%.

Für die weitere positive Preisentwicklung sprechen zusätzlich noch starke Kostensteigerungen.

Ebenso haben sich in verschiedenen Märkten, hierzu gehören auch die Industriemetalle, Engpässe sowohl bei der Produktion wie auch beim Transport und der Verarbeitung herausgebildet. Das sollte die Preise mittelfristig auch noch abstützen, denn Minenanlagen für Industriemetalle brauchen oft Jahre bis zur Fertigstellung.

Mit der Beimischung von Rohstoffen reduzieren Sie das Risiko in Ihrem Depot

Die institutionellen Anleger haben es schon längst erkannt: Rohstoffe weisen eine geringe Korrelation (Abhängigkeit der Kursverläufe) mit anderen Anlageformen auf, insbesondere mit Aktien. Zum einen liegt das am positiven Verlauf der Preise für Rohstoffe in einer inflationären Phase.

Auf der anderen Seite führen hohe Rohstoffpreise zu Belastungen für Unternehmen. Ob nun durch hohe Benzinoder Stahlpreise: Aktien- und Anleihenkurse geraten leichter unter Druck. Somit dürfen Rohstoffe in keinem gut diversifizierten Depot fehlen.

Die fünf wichtigsten Industriemetalle im Überblick

Von kaum einer Rohstoffgruppe sind wir im alltäglichen Leben so umgeben, wie von den Industriemetallen. Ob Aluminium im Auto oder Stahl als Bauträger oder Kupfer in Stromleitungen: Überall spielen Industriemetalle eine große Rolle.

Ein weiterer bedeutender Faktor beim Thema Industriemetalle ist China: Wo die Infrastruktur aufgebaut wird, da ist naturgemäß der Bedarf an Metallen groß.

Das Ergebnis ist schon seit Jahren an deutlich steigenden Preisen und ständig rückläufigen Lagerbeständen ablesbar. Bei diesen Voraussetzungen lohnt sich auch jetzt noch der Einstieg in diese Anlageklasse, sogar bei einem nachlassenden Wirtschaftswachstum.

Aluminium: Beliebt in der Automobilindustrie

Aluminium ist ein relativ weiches Leichtmetall, das in reiner Form silberweiß sowie sehr dehnbar und verformbar ist. Auf Grund seiner Beschaffenheit kann es zu feinen Drähten gezogen und zu dünnen Blechen und feinen Folien gewalzt werden. Ähnlich wie Kupfer und Silber besitzt Aluminium eine sehr gute elektrische Leitfähigkeit und eine gute Wärmeleitfähigkeit. Zusätzlich ist es rostfrei.

Eine Zahl verdeutlicht, warum der Preis in den vergangenen Jahren so enorm gestiegen ist: Innerhalb von nur vier Jahren hat sich der Aluminiumverbrauch in China vervierfacht.

Gleichzeitig ist aber der Bedarf in den etablierten Industriestaaten ebenfalls hoch geblieben. Sollte die Entwicklung so weitergehen, wird der Preis für Aluminium langfristig noch viel höher steigen.

Die Energiekosten sind ein ganz entscheidender Faktor bei der Herstellung. Je nach Produktionsart kann der Anteil der Energiekosten bei bis zu 50% liegen. In Deutschland liegt der Pro-Kopf Verbrauch von Aluminium bei rund 20 Kilogramm.

In China sind es erst gut 4 kg. Der Verbrauch in der Automobilindustrie nimmt ständig zu. So stieg der Alu-Anteil in neuen Fahrzeugen seit 1988 um 50% auf aktuell 100 kg.

Sollte die Entwicklung in der Automobilindustrie weiter voranschreiten, rechnen Experten im Jahr 2010 schon mit einem Verbrauch von 160 Kilogramm je Neuwagen. Aluminium ist wegen seines geringen Gewichts und seiner großen Haltbarkeit so interessant für den Fahrzeugbau. Daher steigert der Einsatz des Metalls die Treibstoffeffizienz.

Eine Faustregel aus dem Automobilbau besagt, dass für jeweils 10% Gewichtseinsparung im Fahrzeug eine um 8% höhere Kilometerleistung erzielt werden kann. Zusätzlich ist auch die Nachfrage aus dem Schiffbau und der Luftfahrt sehr hoch.

In Deutschland sind 2005 knapp 700.000 t Aluminium produziert worden. Die gleiche Menge wurde noch einmal durch Recycling gewonnen. Doch das reicht bei weitem nicht aus, um den Bedarf von über zwei Millionen Tonnen zu decken.

Um jetzt noch auf einen steigenden Aluminiumpreis zu setzen, eignet sich am Besten ein Open End Zertifikat.

Kupfer: Niedrige Lagerbestände stützen den Preis

Reines Kupfer ist hellrot und ein gut schmiedbares Schwermetall. Auf Grund seiner Beschaffenheit lässt es sich zu hauchdünnen Folien und Draht formen. Die elektrische Leitfähigkeit und Wärmeleitfähigkeit wird nur von Silber übertroffen.

Zusätzlich ist Kupfer biostatisch, so dass sich Bakterien nicht auf der Oberfläche vermehren können. Insgesamt ist Kupfer äußerst haltbar und kann ohne Qualitätsverlust durch Recycling wieder gewonnen werden.

Wegen seiner guten elektrischen Leitfähigkeit wird Kupfer zu Drähten und Stromschienen verarbeitet. Aufgrund seiner Korrosionsbeständigkeit wird es als Baumaterial für Dachbleche und Dachrinnen, aber auch im Maschinen- und Apparatebau, für Beschläge, für Patronenhülsen oder für Münzen verwendet.

Durch seine gute Wärmeleitfähigkeit lässt es sich in Heizrohren, Braukesseln, Kochgeschirr oder bei Lötkolben benutzen. Ein großer Anteil dient zur Herstellung von Kupferlegierungen.

Gemessen am Handelsvolumen ist Kupfer das wichtigste Industriemetall. 2005 wurden weltweit knapp über 15 Mio.t verbraucht.

Größter Nachfrager ist der Bausektor mit einem Anteil von annähernd 40% gefolgt von der Elektroindustrie mit 26%. In diesem Sektor wird Kupfer vor allem als Leitmetall eingesetzt. Weitere Einsatzgebiete sind Industriemaschinen (16%) und Konsumgüter und der Transportbereich mit jeweils 11%.

Unter den Kupferproduzenten nimmt Chile vor den USA die Nummer eins ein. Wie bei vielen anderen Rohstoffen auch, steht China auf der Verbraucherseite auf Platz eins. Das führte seit Mitte 2005 immer wieder zu heftigen Preisschüben.

Nun gab es schon 2004 eine Angebotslücke von 700.000 t bei Kupfer. Diese wurde weitgehend durch Lagerbestände gedeckt. Das hatte ein enormes Schrumpfen der Lagerbestände zur Folge. Die aktuellen Werte bewegen sich deutlich unterhalb des langjährigen Durchschnitts.

Nach dem extremen Anstieg könnte der Kupferpreis schon bald korrigiert werden.

Doch schon vor zwei Jahren hat es auf Grund des steigenden Preises erste Initiativen gegeben neue Minen zu erschließen. Daher ist mittelfristig mit einer Entspannung zu rechnen, so dass es schon in einigen Jahren ein größeres Angebot geben sollte.

Nach Schätzungen der Kupferstudiengruppe könnte die jährliche Minenkapazität bis zum Jahr 2008 auf 19 Mio.t anwachsen. Das entspricht einem Wachstum von 3,2 Mio. Tonnen im Vergleich zu 2004. Doch bis dahin wird dem Kupfermarkt das Angebotsdefizit wohl erhalten bleiben.

Nickel: Starke Preisschwankungen werden sich fortsetzen

Ähnlich wie Eisen lässt sich Nickel relativ gut schmieden, zu Blech walzen oder zu Draht ausziehen. Bei höheren Temperaturen nimmt fein verteiltes Nickel große Mengen an Wasserstoff auf. Zusätzlich ist es ein Spurenelement, das vom menschlichen Organismus in sehr geringen Dosen benötigt wird.

Nickel als Industriemetall ist weltweit begehrt. Der Hauptvorteil liegt darin, dass es nicht rostet und zusätzlich auch unter extremen Temperaturen seine Eigenschaften bewahrt. Aktuell werden rund 2/3 der weltweiten Produktion für die Herstellung von rostfreiem Stahl verwendet, dessen Haltbarkeit und Härte so verbessert werden kann.

Nach Angaben der internationalen Nickelstudiengruppe wurden 2005 etwa 1,3 Mio.t Nickel produziert. Bei den Produzenten gehören Russland, die USA, Kanada und Australien zu den wichtigsten Ländern. Als einzelnes Unternehmen ist die russische Gesellschaft Norilsk Nickel der weltgrößte Produzent, gefolgt von der kanadischen Inco Ltd.

Die Einsatzmöglichkeiten von Nickel sind vielfältig. Doch die Haupteinsatzfelder sind die Auto-, Chemie- und Maschinenindustrie. Der Nickelpreis befindet sich schon seit fast fünf Jahren auf einem Höhenflug. Mit einem Preis von über 20.000 $ pro Tonne hat der Nickelpreis aktuell ein Rekord-Hoch erreicht.

Der starke Preisanstieg speist sich vor allem aus der nur langsamen Ausweitung des Nickelangebots zusammen mit einem kräftigen Nachfrageschub aus China. So stieg der Nickelkonsum in China 2005 um mehr als 20%.

Ob der weiterhin hohe Bedarf gedeckt werden kann, wird in erster Linie von der Entwicklung der Nachfrage abhängen. In den vergangenen Jahren ist die Nachfrage jährlich um rund 5% gestiegen. Sollte dies so bleiben, wird auch der Preis für Nickel hoch bleiben.

Zink: Neue Minen sollen für Entspannung sorgen

Nach Eisen, Kupfer und Aluminium ist Zink das am häufigsten verarbeitete Metall. Bei Temperaturen von mehr als 120C ändert es seine Beschaffenheit und wird weich und dehnbar. Ähnlich wie Zinn besitzt es eine relativ niedrige Schmelztemperatur.

Das Metall wird als Rohstoff schon lange geschätzt: In früheren Zeiten wurde Zink als Legierung mit Kupfer für die Herstellung von Messing benutzt.

Heutzutage ist Zink vor allem wichtig für das so genannte Galvanisieren. Durch das Verzinken wird Eisen und Stahl zusätzlich gegen die Oxidation geschützt. Daher findet Zink vor allem im Maschinen- und Bausektor Verwendung. Ebenso wichtig sind die Autoindustrie und der Einsatz in Haushaltsgeräten.

Gefördert wird Zink in der Regel als Nebenprodukt von Blei, Kupfer oder Silber. China, Kanada, Japan, Australien und Südkorea sind die größten Zink produzierenden Länder der Welt. Dabei stammen rund 40% der globalen Produktion aus Asien und etwa 30% aus Europa.

Unter den Industriemetallen erhielt Zink bisher wenig Beachtung. Doch derzeit übersteigt die Nachfrage das Angebot.

Und wie bei den anderen Industriemetallen auch, sorgen bei Zink die Boomländer China und Indien für den Nachfrageschub. So hat China 2005 den Zinkimport extrem gesteigert. Und das obwohl China selbst rund ein Viertel des globalen Verbrauchs an Zink selbst produziert.

Viele Metallproduzenten haben in den zurückliegenden Jahrzehnten die Zinkproduktion drastisch reduziert. Zusätzlich wurden zu wenig neue Minen geplant. Nach Berechnungen der internationalen Zinkstudiengruppe überstieg 2005 die Nachfrage das Angebot um 700.000 t, bei einer Gesamtproduktion von etwas mehr als 10 Mio. t

Blei: Wenig geliebt, aber weiterhin unverzichtbar

Blei hat eine lange Tradition. So wurde es schon zur Römerzeit im großen Stil für Wasserleitungen, Trinkbecher und Essgeschirr benutzt. Auch die Buchstaben für den Buchdruck wurden aus dem Metall hergestellt.

Noch Anfang des 20. Jahrhunderts war Blei das wichtigste Industriemetall, auch durch den starken Einsatz bei Wasserleitungen in den aufkommenden Großstädten Europas und der Vereinigten Staaten. Mittlerweile haben jedoch die anderen Metalle Blei den Rang abgelaufen, so dass es aktuell in der Liste der wichtigsten Industriemetalle nur noch auf Platz 5 steht.

Blei kommt immer noch als Gewicht zum Einsatz. Ferner gibt es Einsatzgebiete in der Medizintechnik wegen der guten Abschirmungswirkung gegen Röntgen- und radioaktive Strahlung. Dank seiner elektrochemischen Eigenschaften wird Blei auch in Autobatterien verarbeitet.

Im Gegensatz zu den anderen Industriemetallen hat beim Blei die Korrektur schon im Februar 2006 eingesetzt.

Der größte Nachteil beim Einsatz von Blei ist die gesundheitsschädliche Wirkung, so dass es in vielen Bereichen durch andere Werkstoffe ersetzt wird. Doch ein völliger Verzicht, wie er einmal angedacht war, ist illusorisch.

Die Deckung des Bedarfs erfolgt vornehmlich auf zwei Wegen: Neben der Förderung von Bleierzen gibt es den fast genauso wichtigen Bereich des Recyclings von Bleischrott. Beide Möglichkeiten machen jeweils ungefähr 50% aus.

2005 übertraf der globale Bleiverbrauch die Bleiproduktion, worunter die Förderung plus Recycling fällt, um rund 100.000 t. Zum Ausgleich des Nachfrageüberhangs dienten die 40% der Lagerbestände. Parallel dazu verdoppelte sich der Bleipreis nahezu. Seit Jahresbeginn zeichnet sich jedoch eine Entspannung bei den Lagerbeständen ab.

Auf niedrigem Niveau geht es wieder aufwärts, so dass die Preise aktuell nur noch gering ansteigen.

Bedeutung der Industriemetalle steigt

Doch viel wichtiger als die gesamtwirtschaftliche Entwicklung ist für Industriemetalle die Entwicklung der Industrieproduktion.

Die aktuellen Zahlen für den März 2006 weisen eine Steigerung der Industrieproduktion im Vergleich zum Vorjahr von 24,5% auf. Nur zum Vergleich: in den USA lag der Wert bei 3,6% und in Deutschland sogar bei 6,4%. In der gesamten Eurozone hingegen gab es kein Wachstum im Vergleich zum Vorjahr.

Die Preissteigerungen bei den Metallen sind enorm. Dazu hat auch der enorme Rückgang der Lagerbestände seinen maßgeblichen Anteil beigetragen. Aktuell ist klar, dass die Produktionssteigerungen mit der Nachfragesteigerung nicht Schritt halten können.

In einer solchen Situation sind die Markteilnehmer gezwungen, auf Lagerbestände zurückzugreifen. Nun hat sich die Lage innerhalb der vergangenen Monate verbessert und die Lagerbestände steigen wieder. Doch das geschieht von einem sehr niedrigen Niveau aus.

Ein weiterer Faktor ist die zunehmende Positionierung von Finanzinvestoren am Terminmarkt. Die großen Fonds wollen so an den guten konjunkturellen Aussichten der Schwellenländer partizipieren. Nun haben sich Metalle in der Vergangenheit als gute vor- und gleichlaufende Indikatoren herausgestellt.

Dies gilt auch aktuell wieder für die konjunkturelle Entwicklung in China und Indien. Mit dem starken Wirtschaftswachstum kommt es zu einem Bauboom, der auch große Infrastrukturprojekte und die Industrie erfasst. Dies hat schon seit 2 Jahren zu einer extrem steigenden Nachfrage geführt und dementsprechend auch zu steigenden Preisen.

Nun sind die Aussichten bei den Metallen grundsätzlich anders als bei den Energieträgern: Wir steuern in diesem Sektor nicht auf ein Produktionsmaximum hin.

Ebenso müssen wir uns nicht auf eine weitgehende Erschöpfung der Reserven innerhalb der nächsten 50 Jahre einstellen. Bei den Aussichten für die einzelnen Metalle hilft nur eine differenzierte Betrachtung.

Aluminium ist aktuell am aussichtsreichsten

Weiterhin positiv bin ich für die weitere Entwicklung bei Aluminium eingestellt – und das auch trotz der enormen Steigerung. Ebenfalls moderat optimistisch bin ich für Zink. Bei Kupfer und Nickel könnte es 2. Halbjahr 2006 noch zu einer Preiskorrektur kommen.

2005 war ein Ausnahmejahr bei der Kupferproduktion, denn auf Grund zahlreicher Produktionsunterbrechungen vor allem in Chile und den USA, konnten die geplanten Wachstumsraten nicht realisiert werden. 2006 erwartet die internationale Kupferorganisation ICSG (International Copper Study Group) schon einen Produktionsüberschuss. Dieser sollte dann auch die Lagerbestände wieder auffüllen.

Selbst wenn der Produktionsüberschuss erst 2007 Realität werden sollte, deuten sich damit niedrigere Preise an – jedenfalls aus fundamentaler Sicht.

Bei Aluminium wird die weiter steigende Nachfrage aus der Automobilindustrie den Preis weiter antreiben. Bei der Herstellung des Leichtmetalls wird hauptsächlich Bauxit als Ausgangsstoff und Elektrizität benötigt. Die stark gestiegenen Kosten bei der Produktion stellen einen guten Boden für den Aluminiumpreis dar. Eine konkrete Kaufempfehlung für ein Aluminium-Zertifikat finden Sie auf Seite I 61/016 dieses Beitrags.

Auch Zink bleibt interessant, da die Verwendung als galvanisierter bzw. verzinkter Stahl in der Bau- und Autoindustrie immer mehr Einzug hält. Dieses Material dient dann als Ersatz für Edelstahlsorten auf Nickelbasis. Zusätzlich verknappen sich die überirdischen Lagerbestände mit einem hohen Tempo. Dies deutet auf eine weiterhin hohe Nachfrage hin.

Für den gesamten Sektor bleibe ich trotz der Gefahr eines Rückschlags verhalten optimistisch gestimmt. Wenn es zu Preisrückschlägen – wie zuletzt im Mai – kommen sollte, werden sie nur kurzfristiger Natur sein und eine günstige Kaufgelegenheit darstellen. Die mittel- bis langfristigen Aussichten gestalten sich weiterhin gut.

Chancen in der Anlage von Industriemetallen

  • weiter starke Nachfrage aus den Boomländern Asiens
  • niedrige Lagerbestände
  • nur zögerliche Erschließung neuer Fördergebiete
  • Engpässe bei der Herstellung und beim Transport

Risiken in der Anlage der Industriemetallen

  • nach starkem Anstieg besteht die Gefahr einer Korrektur
  • ein nachlassendes Wirtschaftswachstum in China und Indien würde den gesamten Rohstoff-Markt belasten
  • weitere Dollarschwäche belastet die Performance in Euro, da alle Rohstoffe in US-Dollar notieren

Checkliste: So investieren Sie in Industriemetalle

  • Für Rohstoff-Anlagen sollten Sie insgesamt nicht mehr als 10% Ihres für Aktienanlagen vorgesehenen Kapitals aufwenden.

  • Den großen Chancen dieses Sektors stehen auch größere Risiken gegenüber. Sichern Sie daher alle Positionen mit einem Stop-Loss Limit ab. So entgehen Sie Verlusten durch kurzfristige Korrekturen.

  • Sorgen Sie für eine ausgewogene Mischung bei Ihren Rohstoff-Anlagen. Ein wichtiger Bestandteil sollte neben Industriemetallen auch die Edelmetalle sein.

  • Zur besseren Streuung des Risikos sollten Sie mit dem Basketzertifikat auf Industriemetalle setzen. Einen kleineren Teil der Anlagesumme, die Sie für diesen Sektor vorgesehen haben, können Sie dann auch für das Einzelinvestment in Aluminium verwenden.

  • In diesem speziellen Segment spielen Fonds keine große Rolle. Passive Anlagevarianten wie das vorgestellte Basketzertifikat oder die Einzelaktie BHP Billiton bieten Ihnen ein ausgewogenes Chance/Risiko-Profil.


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Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

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